Aufbau eines Netzwerks im Haus (Hardware/Verkabelung)

Technik, Setup, LAN-Probleme etc.
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BanDit
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Aufbau eines Netzwerks im Haus (Hardware/Verkabelung)

Ungelesener Beitrag von BanDit » 26.11.2015, 09:23

Servus zusammen (nach sehr langer Zeit mal wieder :) ),

ich bin aktuell dabei das Netzwerk im Haus aufzubauen und hätte da einige Fragen da ich das meiste selber machen möchhte.

Ausgangssituation:
in allen Wohn-Räumen liegen je 2 Cat-7-Verlegekabel in Leerdosen und enden allesamt zentral im Keller.

Was möchte ich machen:
- ein Privates Netzwerk welches über den Unitymedia/Kabel-Anschluss ins Internet kann
- Zumindest ein Kabel soll als reguläres Telefonkabel genutzt werden an der eine Basisstation angeschlossen ist (Wohnzimmer) + 2 Mobilteile die im Haus verteilt sind
- Stabilen WLAN-Zugang in allen Stockwerken

Was habe ich schon, bzw. was funktioniert schon:
- Unitymedia/Kabel Anschluss liegt und funktioniert, Modem ist angeschlossen und ein Cisco-Router mit WLAN ist am Modem angeschlossen. WLAN-Zugang zumindest bis ins EG möglich, aber auch nur bis dahin ;)


Meine bisherigen Gedanken dazu:

Die Leerdosen mit 2 Netzwerk-Anschlüssen (Cat6e) ausstatten. Soweit ich es überblicke, gibt es Cat7-Netzwerkdosen gar nicht?

Die im Keller vorhandenen Kabelenden der Verlegekabel würde ich mit einem Netzwerkstecker versehen/crimpen. Dabei habe ich an Telegärtner-RJ45-Stecker gedacht:

http://www.amazon.de/Teleg%C3%A4rtner-R ... C3%A4rtner

Die Kabel würde ich dann direkt (!) an einen Switch im Keller hängen, welcher wiederrum am Router hängt, welcher wiederum am Modem angeschlossen ist. Oder muss ich ich hier zwingend den Umweg über ein Patch-Panel machen? Habe immer wieder mal gehört/gelesen, daß Verlegekabel nicht direkt an einen Switch angeschlossen werden sollen.
Die Frage die sich mir stellt: warum muss das so sein, wenn es auch direkt am Switch funktioniert?

Thema W-LAN: Um keine wertvollen Netzwerkkabel dafür zu vergeuden die ausschliesslich für Streaming/Gaming/Datenschaufeln reserviert sind, wollte ich hier den mittlerweile recht verbreiteten Weg über die Stromkabel gehen, sprich eine Verteilung über Devolo oder sonstige Lösungen. Oder würdet ihr was anderes empfehlen?

Thema Telefon: kann ich ein Cat7-Kabel hierfür einfach zu einem Cat-5-Telefonkabel degradieren? Sprich auch das Kabel des Telefons einfach in die Netzwerkdose reinstöpseln? Wie bekomme ich es jedoch dann unten im Keller in das Unitymendia-Modem bzw. dort in die Telefonbuchse gesteckt? Dafür brauche ich ja dann doch einen anderen Stecker? Oder benötige ich spätestens hier ein Patchpanel um flexibel hantieren zu können?

thx vorab für eure Anmerkungen/Hilfe

Greetz
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Re: Aufbau eines Netzwerks im Haus (Hardware/Verkabelung)

Ungelesener Beitrag von PdW » 26.11.2015, 10:05

Ich selbst habe eine ähnliche Problematik vor einem Jahr eben mit einem Patchpanel gelöst. Kostet vielleicht 20 EURO und erleichtert alle Deine Vorhaben ungemein.

Verlegekabel ist recht unflexibel und daher nur bedingt zum Crimpen geeignet. Mittels Einlegetool ist das Montieren in ein Patchpanel nach kurzer Übung in Kinderspiel.
Habe allerdings den Router dort, wo auch Faxgeräte stehen im Obergeschoss und dementsprechend auch hier über das 2. Kabel in den Keller zum Patchpanel geführt, so dass weitere Faxleitungen und das Amt von und zum Keller gehen.
Bei 2-fach Verkabelung ist der "Missbrauch" von Cat-7 für Telefon null Problemo. Habe für die 2-fach RJ45-Dose einfach einen Anschluss für Telefon "missbraucht" und mir selber Adapter (Amt rein aus Keller, Fax raus für andere Etage) gecrimpt/gebaut.

War jetzt etwas durcheinander geschrieben, bei Fragen werde ich versuchen auch diese zu beantworten.
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Re: Aufbau eines Netzwerks im Haus (Hardware/Verkabelung)

Ungelesener Beitrag von BanDit » 26.11.2015, 10:47

Danke schonmal :)

Das mit den unflexiblen Verlegekabel dachte ich mit den Telegärtner-Steckern ausreichend bedacht zu haben. Diese sind wohl auch sehr gut an Verlegekabel anzulegen. Aber an sich spricht ja in der Tat nichts dagegen ein Patchpanel dazwischen zu hängen. Ich dachte halt nur, je weniger Elemente und Kabel im Netzwerk verbaut sind, desto schneller und stabiler ist das ganze dann?!

Das mit dem Telefon hab ich jedoch nicht ganz verstanden. Dein Router hat auch entsprechende Telefonanschlüsse? FRITZbox? Bei mir ist der Telefonanschluss direkt am Modem von Unitymedia im Keller, so daß ich hier quasi erstmal eine Leitung nach oben bereitstellen muss. Ich schau mal ob ich dann nicht einfach das eine CAT7-Kabel mit entsprechner Telefonsteckern/-dosen direkt dafür nutz, ohne Umweg über Patchpanel.


Edit:
Sehe gerade, daß es ja auch TAE/RJ45-Adapter gibt, sprich ich könnte alles ganz normal übers Patchpanel anschliessen und sowohl am Modem/Patchpanel einen Adapter zwischenhängen als auch an der Netzwerkdose/Teleon. Damit hätte ich ja dann die Lösung.
Zuletzt geändert von BanDit am 26.11.2015, 11:33, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Aufbau eines Netzwerks im Haus (Hardware/Verkabelung)

Ungelesener Beitrag von PatkIllA » 26.11.2015, 12:25

Die Verlegekabel sind nicht nur unflexibel sondern oft schlicht zu dick um sie in einen RJ45 Stecker zu bekommen.
Ich würde auch für Patchpanel am Verteilpunkt und Dosen in den Räumen raten. Für Gigabit reicht das normalerweise problemlos.

Es gibt auch Dect Basisstationen mit IP-Telefon. Da kannst du dann direkt die Mobilteile anmelden. Bei den größeren FRITZ!Box Ausführungen ist das eingebaut. Dann hat man auch nicht das krötenlahme Wählen über piepen usw.
Zuletzt geändert von PatkIllA am 26.11.2015, 12:28, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Aufbau eines Netzwerks im Haus (Hardware/Verkabelung)

Ungelesener Beitrag von Dino » 26.11.2015, 19:49

Ich empfehle Cat6A Netzwerkdosen und Stecker, dann ärgerst du dich nicht später irgendwann falls du noch 10 Gigabit Ethernet @ Home haben willst über Störungen oder niedrige Bandbreiten.

Cat6e ist so ein bisschen "fake" ...

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Re: Aufbau eines Netzwerks im Haus (Hardware/Verkabelung)

Ungelesener Beitrag von BanDit » 27.11.2015, 09:28

Dino hat geschrieben:Ich empfehle Cat6A Netzwerkdosen und Stecker, dann ärgerst du dich nicht später irgendwann falls du noch 10 Gigabit Ethernet @ Home haben willst über Störungen oder niedrige Bandbreiten.

Cat6e ist so ein bisschen "fake" ...
korrekt, meinte eigentlich auch CAT6A:

http://www.amazon.de/gp/product/B012G6M ... X3AG3XUTK4

ok, dann habe ich meinen Plan eigentlich zusammen.

12er-Patchfeld Cat6a
Netzwerkdosen Cat6a
Genug Patchkabel
und noch 2 Telefonkabel RJ11 <--> RJ45 zum Anschluss des Telefons an die Netzwerkdose bzw. dann vom Patchfeld zum Modem. Hier brauche ich dann aber zwecks Belegung der Adern am Patchfeld/Netzwerkdose nichts weiteres beachten. Belegung analog zu den anderen Netzwerkdosen auch?

Kommt jetzt sogar billiger als wenn ich die Telegärtner-Stecker geholt hätte und die Verlegekabel direkt an den Switch angeschlossen hätte... ;)

THX soweit, evtl. berichte ich dann nochmal wenn ich das ganze dann abgeschlossen habe.
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