WoW - ein normales spiel oder zeitkiller?

Games auf PC, PS3, Xbox 360, Wii etc.
schoko-kuh
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Ungelesener Beitrag von schoko-kuh » 19.11.2008, 11:00

ich hab (leider) auch 2 jahre wow gespielt. teilweise echt zu viel und es hatte auch negative auswirkungen.es war ein tolles spiel, man hatte sehr viel spaß aber zum glück hab ich irgendwann überrissen,dass es einfach schwachsinn ist. klar kann man wow auch als gelegenheitszocker spielen, nur der erfolg ist dann genau 0. und was mich am aller meisten stört, ist,dass man gezwungen ist, eine bestimmte zeit zu spielen.

ich spiel immer noch gerne pc games und auch WAR aber erstens viel weniger und zweitens, ist es einfach toll wenn man jeder zeit (außer man ist vielleicht grad im BG oder macht ein gruppenquest) Innerhalb von max 20min das spiel zu beenden, ohne,dass die vorher eingesetzte zeit "verloren" geht. wenn du in wow in der inni plötzlich nach 1std gehn musst ,bist du der depp, weil es dauert noch 2std sprich ich "muss" 3 std spielen sonst gibts keine quest, endboss etc etc. das nervt mich. ich will aufhören wann ich es will und nicht,wann es mir das spiel gestattet.(ja man kann immer alt+f4 machen,aber eben im raid oder so bekommst du dann garnichts wenn du nicht die 3,4,5 std durchzockst)

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Ungelesener Beitrag von Bibo » 19.11.2008, 12:37

@Schoko-Kuh
der vergleich hinkt schon ein bischen, v.a. da du ja beide spiele kennst,
kannst du nun nicht das PvP von WAR mit dem Raid-Content con WOW vergleichen.

Es gibt auch in WAR Instanzen bzw Dungeons und wenn du da mit wenig Leuten
drin bist, wirst du auch nicht nur 20 Minuten brauchen und kannst dich
auch nicht einfach rausporten.
Im Gegenzug kannst du auch in WoW Arena oder BGs machen und dich mit
anderen kloppen, wo du dann auch innerhalb weniger Sekunden off gehen kannst.

----------------------------------------------------------------------

Wurde oftmals geschrieben, das WoW gut dafür ist um "Abzuschalten", den
Stress zu vergessen, etc. Leider wird es dadurch auch oft zur
Realitätsflucht. Klar kann man sagen, dass an auch hier soziale Kontakte
hat, teils sind es auch Leute die man jahrelang, mögicherweise sogar RL kennt.

Fakt ist, es gibt die Extremfälle die das Zocken verurteilen (Amokläufer
die mal CS gespielt haben). Aber auf der anderen Seite gibt es auch mehr
als genug Leute, die in ihrem Leben nicht viel anderes mehr haben als eben
das WoW (oder andere Spiele davor/danach).
Teilweise geht es wirklich soweit, dass die Leute jegliche Selbstständigkeit verlieren.

Natürlich kann man es auch schön reden, andere Gründe suchen und auch
finden. Aber zu einer Verbesserung der Situation trägt das Zocken nur
selten bei.

Habe selbst im Bekanntenkreis mehr als ein Beispiel wo die reale
Existenz den Bach runter geht.

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Ungelesener Beitrag von Dude » 19.11.2008, 14:12

Das Schlimme daran ist eben - was hab ich davon wenn ich in WoW auf Level 80 bin, dafür aber im realen Leben mein Abi auf Level 4,0 und meinen Stundenlohn auf Level 5,00 habe?

Und wenn es wirklich so ist wie schoko-kuh sagt, dass man zwingend 3-5 Stunden online sein muss um die Quest zu vervollständigen, ist es imho eher so, dass man sich zwar ein bisschen von den Verpflichtungen im realen Leben entspannen kann, diese aber dummerweise mit genauso blöden Verpflichtungen im virtuellen Leben ersetzt.

Ich finde man sollte immer in der Lage bleiben über das Spiel zu bestimmen, und nicht das Spiel über sich bestimmen lassen. Vermutlich ist das auch der Grund warum ich nie wirklich Spaß an Spielen hatte, auf die ich mich wochenlang konzentrieren und für die ich alles mögliche lernen muss um erfolgreich zu sein. Ich muss pausieren können. Mal eben speichern und am nächsten Tag weiter machen. Ich find schon die 25min-Rennen in Grid übertrieben...
####

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Ungelesener Beitrag von schoko-kuh » 19.11.2008, 21:46

dude du hast es erfasst.


und der vergleich mit wow ist gegeben, denn wie lang dauert düsterberg pro seite in WAR? 1 std ? da hast in wow ned mal 1 boss im raid down.

und pvp: in war dauert es max 15min(es is meistens nach 8min vorbei und selbst wenn man verliert bekommt man genung ,dass es sich auszahlt) ich bekomm ep ruf etc etc. in wow dauerts wesentlich länger und die belohnung is im vergleich viel weniger.


das kann man jetzt gut oder schlecht sehn,dass man in WAR eher schnell an belohnungen kommt, nur für jemanden der nicht 60spieltageund schau die wahnsinnschars an, die haben 3stellige playtime) in seinen char stecken will um super über drüber zu sein, is das ein schlagkräftiges argument.
wer langzeit ruhm erarbeiten will, soll das im echten leben tun , meine meinung :)

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Ungelesener Beitrag von sompe » 19.11.2008, 22:26

Der Vergleich hinkt irgendwie....
Auch in WoW kann man die kleineren Instanzen innerhalb einer Stunde durch bekommen und die ersten bosse in kara bekam man mit einer eingespielten Gruppe auch relativ schnell klein. Von den Schlachtfeldern kann man sich jederzeit verkrümeln, bekommt beim vorzeitigen verlassen aber keine Marken, weniger Ehrenpunkte und man wird für 15 Minuten oder so daran gehindert ein Schlachtfeld wieder zu betreten.

Das Problem bei den Instanzgängen ist allerdings...wenn man sich frühzeitig verkrümelt ohne es vorher anzugeben, dann stehen die Chancen recht schlecht weitere Gruppen zu finden.

Instanzen sind aber nicht alles und ausserhalb brauch man das Equipment auch nicht...

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Ungelesener Beitrag von FragCool » 20.11.2008, 09:35

Dude hat geschrieben:Das Schlimme daran ist eben - was hab ich davon wenn ich in WoW auf Level 80 bin, dafür aber im realen Leben mein Abi auf Level 4,0 und meinen Stundenlohn auf Level 5,00 habe?
Dann hast du was falsch gemacht...

Nicht WoW, nicht deine Mama, nicht Georde DoubleU Busch oder sonst wer... sondern NUR DU...

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Ungelesener Beitrag von Dude » 20.11.2008, 11:45

FragCool, darf ich Vorstellen: Realität. Realität, das ist FragCool.

Ich lass euch jetzt mal ein bisschen allein, damit ihr euch besser kennen lernen könnt.
####

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Ungelesener Beitrag von FragCool » 20.11.2008, 11:59

Ich bin halt nicht für den Amerikan Way of Life...

Bei jedem Schlagloch, jeder Bodendelle gibt es einen Warnhinweis, Mikrowellen sind zugepflastert mit "Achtung das darfst du nicht" Pickerl... ja verdammt noch mal ist das nicht klar?

Und wenn einer sein Glas umschmeist darf er imho nacher nicht das Restaurant verklagen weil er auf einem nassen Boden ausgerutscht ist.

Das Leben ist gefährlich und kostet im schlimsten Fall selbiges, trotzdem erwarte ich halt von jedem Eigenverantwortung.

Säbelzahntiger gibt es nicht mehr, die Evolution hat jetzt das Wissen übernommen das es vieleicht nicht so klug ist vor einem ICE über die Schienen zu laufen, oder sich im Winter auf 2.5%° zu saufen und dann zu Fuß nach Hause zu gehn...

Aber ich glaube durchaus das es auch hier um Forum ein paar Leute gibt die da andere Meinung sind und die man praktisch vor sich selbst Schützen muss.

Wenn das die Realität ist die du willst, gerne...

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Ungelesener Beitrag von -Hugo- » 20.11.2008, 15:30

das kann man jetzt gut oder schlecht sehn,dass man in WAR eher schnell an belohnungen kommt, nur für jemanden der nicht 60spieltageund schau die wahnsinnschars an, die haben 3stellige playtime) in seinen char stecken will um super über drüber zu sein, is das ein schlagkräftiges argument.
wer langzeit ruhm erarbeiten will, soll das im echten leben tun , meine meinung :)
wieso rumpelt jemand 2, 3ma die woche zum fussball training seiner wald-und-wiesn-dorfmannschaft und am samstag oder sonntag dann zu nem spiel.
die zeit hätte man sinnvoller auch nutzen können, denn bekannt werden dadurch... oder ruhm erarbeiten *hust* ok, mal abgesehn von der "gesunden" bewegung.

wow ist einfach ein hobby wie jedes andere. und wie jemand seine zeit dafür "opfert" bleibt doch jedem selbst überlassen.
diese elternfreigabe find ich garnichtmal schlecht. wenn jemand beim abitur mit 4,0 die kurve kratzt sollte man eher mal die erziehungsberechtigten in frage stellen. wenn der sprößling während den lernphasen rund um die uhr am rechner klebt und zockt, läuft was gravierend falsch.

fährt doch auch schließlich keiner mit überhöhter geschwindigkeit in die kurve, fliegt ab und beschuldigt anschließend das auto...
...besuchen sie kalifornien, das land der sonne ...da macht das leben noch spaaaaß!

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Ungelesener Beitrag von -Phobos- » 20.11.2008, 17:52

FragCool hat geschrieben:Für einen Raid braucht man 25 Leute (ggf. ein paar mehr wenn man Aufstellung Ändern muss). Diese 25 Leute müssen sich ihre Zeit einteilen damit sie für den angesetzen Raidtermin frei sind.
Den Spielern sowas zuzumuten finde ich echt ne Frechheit. Wenn ich am Wochenende was mit 8 Freunden für zwei Stunden was machen will, haben 100% nie alle Zeit. Hier sind es 25 Leute und vier Stunden. Wie soll man das realisieren, ohne sein Leben dabei gehörig umzukrempeln?
-Hugo- hat geschrieben: wieso rumpelt jemand 2, 3ma die woche zum fussball training seiner wald-und-wiesn-dorfmannschaft und am samstag oder sonntag dann zu nem spiel.
die zeit hätte man sinnvoller auch nutzen können, denn bekannt werden dadurch... oder ruhm erarbeiten *hust* ok, mal abgesehn von der "gesunden" bewegung.
Die gesunde Bewegung ist genau der Punkt. Sport macht gesund und ist gut für das Selbstbewusstsein. Wenn man extrem viel WoW zockt, hat man für Bewegung kaum noch Zeit. Man nimmt zu und wird für nen faulen Fettsack behalten. "Ach im echten Leben sind alle so gemein zu mir. Da Spiel ich lieber WoW - da ist die Welt noch in Ordnung." Für mich ist das ein echter Teufelskreis.

Es ist immer ziemlich schwierig, sich solche Probleme selber einzugestehen. Hab selber mal ein paar Monate lang viel zu viel Diablo 2 gespielt. Wär deshalb auch fast sitzen geblieben. Zum Glück hat mich das Spiel noch rechtzeitig gelangweilt. Ich habe aufgehört zu Spielen und das Ruder noch rumgerissen. Das war mir eine Lehre für's Leben. Und es ist auch der Grund, wieso ich WoW nie angefasst habe.
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Ungelesener Beitrag von FragCool » 21.11.2008, 10:34

Sag mal ich glaub bei den meisten hier ist echt etwas nicht gerade geraten.

Raidtermine sind bei den meisten Gilden an fixen Tagen, nur bei den wenigsten Gilden wird verlangt das man bei allen Raids der Woche anwesend ist.

Die Raidtage stehen meist für alle leserlich in einem Topic das jeder Spieler der sich bei einer Gilde bewirbt überprüfen sollte. Kann ich mit diesen Terminen leben?

Wenn nein sollte man sich halt gar nicht bewerben.

Mit der "Argumentation" die Phobos da angeführt hat dürfte man nie seinen Job wechseln, nicht in Pension oder Urlaub gehen, ja nichteinmal vom Kindergarten in die Schule wechseln den...
Wie soll man das realisieren, ohne sein Leben dabei gehörig umzukrempeln?
Wenn man es aber will?

Ich hab jetzt z.B. meine WoW Online Zeit zurückgeschraubt um meinen Oberkörper für die nächste Wakeboard Season besser zu trainieren.
Das reine Training macht nicht wirklich unendlich viel Spaß, mit vielen Steroidmonstern in Fitnessstudio will man auch nicht reden, ich gehe da nur hin weil ich eben nächstes Jahr beim Wakbeboarden davon profitiere.

Wenn man eure Argumentation auf meine jetzige Lebensänderung umlege mache ich was ganz böses, abgesehen davon das es ein wenig mit Sport zu tun hat.

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Ungelesener Beitrag von Dude » 21.11.2008, 10:44

Ich habe irgendwie das Gefühl wir reden hier mit einem Kleinkind dass die Augen zukneift, die Finger in die Ohren steckt und die ganze Zeit "LALALALALALALALALALALALALALALALALALAAAA" schreit.
####

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Ungelesener Beitrag von FragCool » 21.11.2008, 11:08

Nein ich versteh einfach euer Problem nicht, vorallem weil ich ja auch versuche Argumente zu bringen und nicht
LALALALALA...
Ja das stempelt mich wohl wirklich als das Kind in diesem Topic ab.

Ich hab irgendwann gelernt das jeder für sein Leben selbst verantwortlich ist.
Ich bin froh darüber das ich bis jetzt einen gewissen grad an selbstentscheidung hatte.
Ich durfte heiraten wen ich wollte, ich hab den Job den ich will und ich darf mit meiner Freizeit machen was ich will.

Aber anscheinend sehen das viele hier anders.

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Ungelesener Beitrag von Dude » 21.11.2008, 11:35

Wir möchten nicht die Rassentrennung wieder einführen, wir möchten dir nicht verbieten zu heiraten wen du willst, wir möchten dir noch nichtmal sagen welches Auto du fahren sollst.

Und noch weniger wollen wir irgendwem verbeiten das Spiel zu spielen.

Wir machen uns lediglich Sorgen um viele Leute die sich ihr Leben komplett versauen, weil sie WoW-süchtig sind.

Man hat in jedem Studiengang an der Uni mehr WoW-süchtige als Kiffer (und das an der Uni!)

Naja gut, ausser vielleicht in Philosophie und Sozialpädagogik.


Der Punkt ist: Die WoW-Sucht greift massiv um sich, und viele Menschen die geistig weniger stabil sind, sind gerade aktiv dabei ihr Leben dadurch zu versauen.


Aber dir scheint das ja alles völlig egal zu sein, du machst lieber Stress weil du denkst dass man dir dein Spielzeug wegnehmen will
####

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Ungelesener Beitrag von FragCool » 21.11.2008, 11:52

Aber weil du die Philosophie schon erwähnt hast...
Wer gibt euch das Recht das Leben eines anderen als versaut zu beurteilen. Wenn kein anderer zu schaden kommt, d.h. ggf. Kinder vernachlässigt werden, kann imho jeder über sein Leben selber entscheiden.

Womit wir bei deinem Abschluss Satz sind
Aber dir scheint das ja alles völlig egal zu sein, du machst lieber Stress weil du denkst dass man dir dein Spielzeug wegnehmen will
Ja du hast es, genau deshalb mach ich Stress.
Solange ich keinen Anderen schade, will ich mein Leben selbst in der Hand haben.
Gerade das Argument "Es ist nur ein Spiel" entwertet das Problem nicht, den es gilt wehret den Anfängen.

Der Witz ist nämlich das viele Leute die hier im Forum gegen EDV Technische Generalüberwachung sind, jetzt auf ein Spiel hinhauen, weil sie nicht oder nichtmehr betroffen sind und gar nicht merken das sie die selben Argumente vorbringen euer Schauble und Co...

Btw. darf ich nach eurer Einstellung zum Rauchen fragen?

Edit:
Oder bleiben wir kurz beim Studium...
Wieviele versieben ihr Studium, weil sie die hier so vielbeschworenen Sozialen kontakte zu viel pflegen?
Oder weil sie zu arbeiten anfangen und aus dem 10 Stunden Nebenjob ein >40Stünder wurde, vieleicht sogar gut bezahlt, aber leider hat der ja ihr Leben umgekrempelt (DAS IST BÖSE)
Wieviele haben ihr Studium abbrechen müssen weil sie Kinder bekommen haben... macht ihr euch jetzt auch Sorgen über die Gefahr die von Kindern ausgeht?
WoW ist eine neue Art sein Studium absolut zu versauen, geb ich voll und ganz zu! Aber das Phänomen ansich ist nichts neues... und in ein paar Jahren wird es halt von was anderem abgelöst und die Leute werden wieder schreien.

Achja Rock'n Roll ist die Musik des Teufels

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Ungelesener Beitrag von Dude » 21.11.2008, 12:39

"Generalüberwachung" und "die selben Argumente [wie?] Schäuble und Co..."?

Tut mir leid, aber das musst du näher erläutern.


@Leben versaut: Objektiv würde ich sagen - wenn man für ein Spiel das reale Leben völlig vernachlässigt, und dies das reale Leben auf lange Zeit einschränkt, spreche ich von einem versauten Leben. WoW ist ein Spiel, nichts anderes. Wer für ein Spiel in welchem er auf keine Art und Weise etwas tun kann, dass in der Realität positive Effekte haben könnte, seine Schullaufbahn verhunzt, seinen Job verliert, versaut meiner Meinung nach sein Leben.

Und ich glaube nicht, dass ich mit dieser Einstellung in der Minderheit bin.
####

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Ungelesener Beitrag von Bibo » 21.11.2008, 12:43

FragCool hat geschrieben: Ich hab irgendwann gelernt das jeder für sein Leben selbst verantwortlich ist.
Ich bin froh darüber das ich bis jetzt einen gewissen grad an selbstentscheidung hatte.
Ich durfte heiraten wen ich wollte, ich hab den Job den ich will und ich darf mit meiner Freizeit machen was ich will.
Das Problem ist, das viele andere das so nicht gelernt haben.
Sei es jetzt die Erziehung, oder sonst was. Viele driften ab und haben
sich in WoW ihre "sozialen" Kontakte eingerichtet.

Das bei dir alles passt und du auch das Spiel so reduzieren kannst ist
schön, aber es gibt eben definiv Fälle, die in den Strudel gefallen sind,
wo sie nicht wieder raus kommen (Sucht?).

Klar sind die Leute selbst für sich verantwortlich, was sie machen und tun,
jedoch ist z.B. 1 Fall aus meinem Bekanntenkreis nun soweit, dass seine
Eltern nicht mehr für ihn aufkommen müssen und er nun Hartz IV bezieht.

In der Diskussion melden sich mehr als genug Leute, die von dem Spiel und
v.a. von dem Raid-Leben wie es ist oder sein kann keine Ahnung haben.

Aber nicht jeder bekommt es wie du auf die Reihe das Spiel mit
seinem RL unter einen Hut zu bekommen. Die Aussage "die Leute entscheiden
sich dafür und wir sollen es akzeptieren" kann ich so nicht hinnehmen,
weil unser Sozialsystem toleriert, das Leute sich auf die Kosten anderer
von der Welt abkapseln und sich mit Fertigpizza und WoW am Leben halten.

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Ungelesener Beitrag von FragCool » 21.11.2008, 12:55

Hey da sind ja Argumente.

@Dude und Bibo

Ja ich sehe diese Probleme, aber wenn man dagegen vorgeht müsste man eben vieles mehr verbieten

Das Rauchen, es bringt nichts und kostet die Gesundheit, damit wird der Staat belastet.
Alkohol hilft mit der Flucht in eine Scheinwelt und belastet auch den Staat.
Jede Art von Sport die über Hulahupp hinausgeht, den es besteht ein Verletzungsrisiko, bla bla Kosten usw.

Rauchen, Alkohol und Sport.
Nichts davon ist für "das reale Leben" wirklich notwendig, alle 3 können Süchtig machen und wenn man es nicht unter kontrolle hat dafür sorgen das man im "Realen Leben" scheitert.

Und ja ich habe Sport absichtlich gewählt, den es gibt viele die sich so wirklich das Leben runieren. Da müssen wir noch gar nicht von Spitzensportler reden die ihren Körper vernichten. Gerade auch in der Amateurliga werden schon extreme Sachen gemacht, es fehlt halt leider der Benefit den ein Tiger Woods hat.

Wenn ihr Konzequent seid müsstet ihr dagegen auch vorgehn, wenn ihr diese 3 Übel verglichen mit WoW für akzeptabel haltet würde ich euch weiter Popolismus vorwerfen.

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Ungelesener Beitrag von Bibo » 21.11.2008, 13:21

Alkohol und Zigaretten sind als Sucht anerkannt und es muss sogar drauf
hingewiesen werden, bzw es gibt ein sogenanntes Jugendschutzgesetz.

Für WoW gibt es dies NICHT. Abgesehen davon, dass die 12-jährigen
trotzdem rauchen und auch sonst es keinen abhalten würde es zu tun.

Eine Sucht wie Alk, Zigaretten, Drogen, etc ist sicherlich mit mehr Kosten
verbunden als ne Flat+WoW Abo. D.h. die Leute müssen schaun, wie sie ran
kommen - was ja schon ein gewisses Maß an Verantwortung/Planung bedeutet.

Ich bin schon jahrelang ein Zocker, habs auch selbst schon genug
übertrieben (ich kann mal meine ingame-zeit nachschauen, vermutlich bin
ich hier weit vorne dabei), aber dahin wo es derzeit geht, was man in WoW
erlebt und wie viele Leute betroffen sind, erschreckt selbst mich.

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Ungelesener Beitrag von FragCool » 21.11.2008, 14:07

Das Jugendschutzgesetzt greift aber nicht bei Studenten um bei den Beispiel zu bleiben.
Selbst eine Einstufung von WoW ab 18 würde nichts brignen.
Eine Sucht wie Alk, Zigaretten, Drogen, etc ist sicherlich mit mehr Kosten
verbunden als ne Flat+WoW Abo. D.h. die Leute müssen schaun, wie sie ran
kommen - was ja schon ein gewisses Maß an Verantwortung/Planung bedeutet.
Ja dafür gibt es einen Namen: Beschaffungskriminalität

Was ist dein Ziel? Beschaffungskriminalität auch für WoW einzuführen?
...aber dahin wo es derzeit geht, was man in WoW
erlebt und wie viele Leute betroffen sind, erschreckt selbst mich.
2 Sachen
1. Derzeit steigt bei vielen vermutlich gerade die Playtime, da ja Addon draußen ist und so. Aber im großen und ganzen ist wurde das Spiel schon seit längerem an vielen stellen vereinfacht (z.B. Farmaufwand für Raids verringert) D.h. man kann mit weniger Zeitaufwand mehr erreichen. Dies kann den Spielern entgegen kommen, wenn sie es denn schaffen, wenn sie sich selbst gesteckte Zieler erreicht haben, den PC abzudrehen. Wenn nicht sind wir imho wieder bei der Selbstverantwortung.

1.2 Ich möchte noch mal kurz auf den Beitrag mit den Raidzeiten, erscheinen usw. zurückkommen.
Oft ist es so, dass erfolgreiche und damit gut organisierte Spieler/Gilden weniger Spielzeit haben als unorganisierte Casuals.
Sie haben absoulute Peeks, jeder Contentpatch/Addon treibt ihre Onlinezeit massiv in die Höhe, dafür sieht man sie seltener online wenn sie den neuen Content "clear" haben.
Aber wie Phobos angemerkt hat:
Den Spielern sowas zuzumuten finde ich echt ne Frechheit.
2. Bitte halte die Augen offen und schau dich auch mal nach anderen Problemen um.
Ich stimme ja zu WoW kann Süchtig machen, eben weil Blizzard schon was versteht von ihrem Handwerk. Aber es gibt momentan so viele Gesellschaftliche Probleme, das ich wenig davon halte einen Baustein im Mosaik als alleinschuldigen hinzustellen.

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Ungelesener Beitrag von BanDit » 21.11.2008, 15:17

Wenn ich mal zusammenfassen darf:

1. Ja, WoW kann süchtig machen, auch wenns nur ein Hobby ist

2. Ja, in ERSTER Linie ist jeder für sich selbst verantwortlich

3. Es gibt jedoch auch eine gewisse Verantwortung der Unbeteiligten, daher lasse ich so Kommentare wie "selbst schuld" nur eingeschränkt gelten.

4. Die Masse an wow-süchtigen scheint mir mittlerweile auch zu groß um das Problem zu verniedlichen. Klar gibts Alkohol und Zigaretten, aber ist das ein Grund neue Auswüchse einfach so zu akzeptieren?

5. Solange es in der "realen" Welt für einige keine Perspektiven gibt, wird es immer das Phänomen der Flucht geben (Flucht in Drogen, Sport oder eben WoW)

6. Das Problem äussert sich also nur in der WoW-Sucht, sozugagen das Symptom. Symptome zu behandeln ändert meistens nichts an der Ursache. Grad hier sollte man also m.E. ansetzen. Denn dann würden viele weder WoW als Maß aller Dinge ansetzen, noch Drogen.

7. Ich fänd es toll, wenn sich Blizzard das Problem wer WoW-süchtigen eingesteht und sich der gesellschaftlichen Verantwortung gegenüber Ihren Konsumenten stellt. Dazu reicht es nicht aus im Lade-Bildschirm folgenden Text anzuzeigen "Bringt eure Freunde mit nach Azeroth, aber geht mit Ihnen auch nach draussen um zu spielen"
Oh man, ich hab STeVie die Sig geklaut!

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Ungelesener Beitrag von Bibo » 21.11.2008, 15:20

WoW ist sicher seltenst der Grund für die sozialen Probleme,
aber es ist eben eine verdammt einfache Realitätsflucht.

Und genau als diese wird es mehr und mehr genutzt.

Die WoW - Realitätsflucht/Sucht ist eine die nur selten auffällt im
Vergleich zu anderen und auch sehr oft herunter gespielt wird.


Allein das einführen der "Erfolge" die es nun gibt. Ich hab selbst einige
erfarmt, und werd auch noch ein paar machen, aber es ist teils wirklich
nur stupides Zeitvergeuden.

Ein "besseres" Chat-Tool sozusagen (wenn man sich dort überhaupt mit
anderen unterhält). Wer 6-10h am Tag nur im ICQ/MSN/etc sich mit Leuten
unterhält und dadurch sein Leben vernachlässigt, ist meiner Meinung auch
nicht besser dran.

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Ungelesener Beitrag von sompe » 21.11.2008, 19:30

Hey ich merke gerade die Vorteile vom neuen addon, ohne es selbst zu haben.
Die Leutchen raeumen ihre Bankfaecher aus und verkloppen den Kram vergleichsweise billig und die Gebiete sind nicht so derb ueberfarmt. Hey, ich hab die Schmiedekunst endlich auf 375 bekommen! xD

PS: ach ja, weil eh kein Schwein mehr in die "alten" Raidinstanzen geht spiele ich auch weitaus weniger. ^^

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Ungelesener Beitrag von FragCool » 25.11.2008, 15:34

Ich hab jetzt die Gegenfrage, was für Sozialschmarotzer hüpfen zeitweise in Online Spielen rum?

Freund von mir hat vorgestern eine kleine Gruppe für Heroic Instanzen zusammengebaut, und weil die im Gegensatz zu normalen Instanzen schon noch schwierig sind, hat er ein Blick auf das Equip der potenziellen Partymember vor dem Start geworfen.
Einen Schurken hat er abgegelehnt, da sein Equip nicht einen Enchant (Verbesserung durch einen Beruf) hatte.

Daraufhin wurde dieser ungemütlich und meinte was das soll, ist ja nicht seine Schuld das er noch keinen gefunden hat der ihn durch Naxxramas (10ner Instanz mit epischen Loot) zieht.

Ich mein... fahrt so ein Typ auch im Fiat 500 beim Porschehändler vor und verlangt einen gratis 911er?

Ja es ist nur ein Spiel, und man hilft auch mal gerne, aber dann gibt es immer wieder so Pfosten die nehmen nicht nur deine Hand wenn du ihnen den kleinen Finger gibst, sondern auch noch dein Haus.

Inkognito
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Ungelesener Beitrag von Inkognito » 25.11.2008, 17:17

Übersetz das doch ma bitte einer das jeder sich seine Meinung bilden kann. oO
Signatuer ist im Urlaub!

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