Ein Amoklauf an einer deutschen Schule - mal wieder

Offtopic und anderes Gelaber
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Doc Chaos
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Ungelesener Beitrag von Doc Chaos » 13.03.2009, 16:19

Amen to that...
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migsun
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Ungelesener Beitrag von migsun » 13.03.2009, 17:08

jetzt, nachdem die ankündigung im chat als fake aufgeflogen ist, wird nach weiteren computern gesucht. was erwarten die zu finden??

muß die fatale situation des jungen unbedingt mit computer zu tun haben oder wollen die medien nicht den vorwurf auf sich sitzen lassen, dass sie zu schnell irgendeinen mist herausposaunen?
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Hotzenplotz
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Ungelesener Beitrag von Hotzenplotz » 13.03.2009, 17:19

Sibwarra hat geschrieben:Was viel schlimmer als "KillerSpiele" ist: Die Bundeswehr!
Junge Leute lernen den umgang mit verschiedenen Waffen, lernen Taktiken, lernen auf Menschen zu zielen. Manche gehen sogar auf reale Kampfeinsätze ins Ausland.
Der 17 Jährige war sicher noch nicht beim Bund, aber solche Leute bekommen da doch den "letzten Schliff".
Das nennt man dann Soldat(en). Man hat dir erzählt wofür die da sind? Du warst auch nicht beim "Bund". Setz dich und halt die Finger still bevor du dich weiter blamierst.
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Ungelesener Beitrag von Der_FuchsCRtm » 13.03.2009, 18:31

Sibwarra war jedenfalls noch nie beim Bund.

Umgang mit Waffen - ja
lernen Taktiken - jain (evtl Offiziere, aber Grundwehrdienstler?)

Wir haben NIE auf Menschen oder Bilder von Menschen geschossen/geziehlt, da gabs Zielscheiben, wie in jedem Schützenverein auch!

reale Kampfeinsätze - du hast keine Ahnung, wofür, wo gegen oder wems hilft ...

Erklähre uns doch bitte mal "den letzten Schliff" !

@Hotzenplotz: wo du Recht hast ...

Zum Thema: Wenn ich das Wort "Ballerspiele" höre, dann könnte ich auch brechen. Bin zwar kein Spieler solcher Games, aber wie sieht es dann mit Wirtschaftssimulationen aus, in denen Kampfhandlungen an der Tagesregel sind? Siedler zB geben nen roten Punkt und verschwinden dann. "Return to Castle Wolfenstein" und "Wolfenstein 3D" fand ich irgendwie auch sehr gut um Nächte am PC zu verbringen. Das sind Spiele ... was solls.

Achso, GTA-San Andreas ... fand ich recht amüsant, aber auf Dauer nichts für mich. Zumal ich kein Typ bin, der diesem Ghetto-Gehabe etwas abgewöhnen kann. Jedem das seine, aber Körperteile abtrennen geht da definitiv nicht!

Ich kenne die Familäre Saclage nicht, aber ich könnte mir vorstellen, dass die Eltern nicht ganz unschuldig an der Sache sind, wenn ihre Kinder sowas machen. In diesem Falle mal ganz davon abgesehen, das der Junge zugang zu Schußwaffen hatte.
"you dont need drugs to enjoy deep purple
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Ungelesener Beitrag von Firefly » 13.03.2009, 19:45

Also wenn jemand 15 verschieden Schusswaffen (Gewehre etc. dabei) im Haus hat und eine davon sogar immer im Schlafzimmer hat.

Dann ist für mich die Sache eigentlich klar, was die Schuld angeht..

Seelenkrank
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Ungelesener Beitrag von Seelenkrank » 13.03.2009, 19:50

Operative Hektik ersetzt geistige Windstille!
mit einem verbot ist das wahlvieh doch eher zufrieden weil schneller ein ergebnis (zumindest nach aussen hin,hintenrum ändert sich garnichts) sichtbar ist.der staat tut was! (eher *LOL*)
ein ändern des gesellschaftswesens + sozialer betreuung und eine zukunftsperspektive (!) für jugendliche kosten a) geld b) zeit.
die frage ist was wir eher wünschen jugendliche die sich einbringen in die gesellschaft oder durchdrehen und alle paar monate ein "paar" laute töten aus frust?

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Soulprayer
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Ungelesener Beitrag von Soulprayer » 13.03.2009, 19:52

Seelenkrank hat geschrieben:(...)oder durchdrehen und alle paar monate ein "paar" laute töten aus frust?
dann am besten Politiker... sorry... der war makaber... ich weiß...
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Ungelesener Beitrag von Doc Chaos » 13.03.2009, 20:03

Und ehrlich. Und die Wahrheit.
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Ungelesener Beitrag von Apo » 14.03.2009, 10:19

Far Cry 2 ist das Übel

Video zur PK von Innenminister Rech [Der Herr erinnert mich von seiner Erscheinung her irgendwie an Kokser-Friedmann (der Michel)]
"Die Mütter der Dummen sind immer schwanger." (Quelle: unbekannt)

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Ungelesener Beitrag von Epfi » 14.03.2009, 10:35

Aussagen seines Vaters bei der Polizei zufolge soll Tim ihn mindestens dreimal zu Schießübungen im Schützenverein begleitet haben, zuletzt vor drei Wochen. Der Sohn habe darauf gedrängt, den Umgang mit den Waffen zu lernen. Die Übungen fanden mit der späteren Tatwaffe, einer Beretta, statt. Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) sieht bisher "keine Anhaltspunkte, dass ein noch strengeres Waffenrecht den Amoklauf in Wendlingen und Winnenden hätte verhindern können".
Lustig. Spiegel schreibt diesen Absatz und dass FarCry schuld ist im selben Artikel. Ich schätze wirklich, dass er das Schießen in Computerspielen gelernt haben muss. Wenn sogar der Innenminister das sagt!

Wobei ein noch so strenges Waffenrecht auch nichts bringt, wenn sich keiner dran hält. Schusswaffen haben in einem normalen Haushalt nichts verloren. Wer in seinem eigenen Schlafzimmer Angst um sein Leben hat, sollte sich liebevoll an den Psychiater seines Vertrauens oder die Polizei wenden und unverzüglich die WBK abgenommen bekommen.
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Ungelesener Beitrag von Hotzenplotz » 14.03.2009, 13:00

Ja will denn niemand was zu den Pornobildchen sagen wenn die "Presse" sich schon darüber das Maul drüber zerreist? ;)

Ich werd das Gefühl nicht los es ist nichts zu billig...
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Ungelesener Beitrag von Soulprayer » 14.03.2009, 13:12

Und demnächst bei Spiegel Online: Wie der Innenminister bei einer Internetschulung durchfällt.

edit:
hab da einen guten artikel bei nerdcore gefunden:
http://citronengras.de/wie-das-system-s ... roduziert/
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Ungelesener Beitrag von Seelenkrank » 14.03.2009, 16:17

*wow* prons und games/egoshooter (wenn ich nochmal "killerspiel" irgendwo lese tick ich aus...) bei jugendlichen zu finden ist ja auch so abnormal...
das gesamte pressewesen in deutschland sollte sich mal ernsthaft in den keller begeben und nachdenken ob sie seriöse arbeit abliefern wollen (stichwort 4. standbein der demokratie (sofern wir eine haben sollten) oder ob sie effekthascherei journalismus marke bild "zeitung" machen wollen (zeitung in anführungszeichen weil der wert des papiers reicht nur zum arschabwischen).
andererseits sieht man durch solche vorfälle wie ernsthaft die presse überhaupt arbeitet und sollte sich das merken für alle anderen themen die sie behandeln und hinterfragen wie wahr die aussagen überhaupt sind.

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Ungelesener Beitrag von Tackleberry » 14.03.2009, 16:23

Das mit FarCry2 kam gerade auch im Radio. Der wird vor der Tat sicher auch gefrühstückt haben....

Ich finde, dass wenn Medien und Poliker Chat und Foren nicht auseinander halten können, sagt das viel über deren Sachverstand über das Informationszeitalter.
Außerdem siehe Versprecher bei LOL im Video der Pressekonferenz oben.

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Ungelesener Beitrag von Inkognito » 14.03.2009, 17:58

So wie CS:S dort die unglaublichen 22 Sec gezeigt wurde ist es eigentlich ganz normal.
Ich habe es genau so wie es dort gezeigt wird. Ich habe das Spiel am ersten Tag mit HL² bekommen und da siehts genau so aus. Hab es auch auf Deutsch installiert und habe Steam auch schon auf English gehabt aber da gibts keinen unterschied.

Lustige Sache wie siech die Politiker da winden. Vorallem der Pfeiffer einerseitz müssen Killerspeile verboten werden weil sie so gefährlich sind andererseits sind sie nur für eine sehr sehr kleine Gruppe gefährlich udn das sind Autos für Suizidgefärdete auch.
Naja lassen wir sie reden aufhalten lassen sie sich eh nicht der Sturm wird vorrüberziehen.
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Ungelesener Beitrag von groundzero » 14.03.2009, 20:09

Was war denn das gerade in der Tagesschau (Tonband)?
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Ungelesener Beitrag von lachsi » 14.03.2009, 23:38

In der Debatte über die Konsequenzen aus dem Massaker kündigte Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) in der "Bild am Sonntag" an: "Ich will am Dienstag in meinem Kabinett über das Killerspielverbot, über die Aufbewahrung von Waffen und vor allem über mehr Prävention beraten." Der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) forderte mehr Geld für eine bessere Internet-Kompetenz bei der Polizei.
--_--
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Bund lehrt über den sachgerechten umgang mit waffen und 2. werden "gestörte" ausgemustert...

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Ungelesener Beitrag von Doc Chaos » 14.03.2009, 23:46

Ausserdem steht es jedem frei, den Dienst an der Waffe zu verweigern.
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Ungelesener Beitrag von Dude » 15.03.2009, 00:25

Wo werden denn bitte "gestörte" ausgemustert? Und wer zählt als "gestört"?
####

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Ungelesener Beitrag von Seelenkrank » 15.03.2009, 14:03

unser ausbilder beim bund erzählte das sich mal einer aufm schiessstand mitm G3 erschossen hat weil seine freundin schluss gemacht habe.
der hätte natürlich auch erstmal grosszügig seine restliche munition anderweitig verteilen können...
inwiefern die story stimmt kann ich nicht sagen so erzählte er das halt.
es stimmt aber das sie dir beim bund respekt vor dem stück metall in deiner hand eintrichtern und auf den korrekten umgang damit achten.

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Ungelesener Beitrag von Peter_der_Vermieter » 15.03.2009, 14:27

beim Bund lernt man doch eher saufen und marschieren, schießen ist doch viel zu teuer - oder haben die da mittlerweile mehr Geld :-)
Aber um unbewaffnete zu erschießen, brauch doch nur nen IQ von 70+ und keine Spezialtaktiken oder Kenntnisse wie ich Ziele. Hab letztens in ner Statistik gesehen, dass ~26% der männlichen Jugendlichen Ego-Shooter spielen - ob das so sinnvoll ist die alle vor der Wahl zu verärgern?
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Ungelesener Beitrag von Epfi » 15.03.2009, 15:22

Woher bezieht eine voll- bzw. Halbautomatik-Waffe eigentlich die Energie, das Ding, was auf die Patrone haut, wieder aufzuziehen? Aus der Explosion des Sprengstoffs? Batterien kann ich mir irgendwie nicht so recht vorstellen und Handkurbel zum Aufziehen habe ich auch noch nie gesehen. Und woher kommt die Energie für den ersten Schuss? Muss man da irgendwo von Hand einmal vorspannen?

Die Ausbildung an der Waffe durch Killerspiele hat bei mir irgendwie nicht funktioniert ;( Interessieren würde es mich aber trotzdem mal.
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Ungelesener Beitrag von Doc Chaos » 15.03.2009, 15:38

Der Schlagbolzen wird nicht wieder aufgezogen. Durch das Ziehen des Abzugs wird er gespannt und ausgelöst, bei modernen Waffen. Nennt sich Double-Action, Details siehe hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Abzug_(Waffe)
Die Energie des Schusses wird benutzt, um die nächste Patrone in die Kammer zu laden.
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Ungelesener Beitrag von Hotzenplotz » 15.03.2009, 15:40

Epfi hat geschrieben:Aus der Explosion des Sprengstoffs?
Schwarzpulver junger Padavan, Schwarzpulver.... Wir schießen nicht mit Handgranaten ;)

Such mal bei Google Worte wie Schlagbolzen, Verschluß, Feder.

Tante Wikipedia sagt zum G3 (damals noch Standardgewehr):

Wird die Waffe fertig geladen, das heißt dem Lauf eine Patrone zugeführt und der Verschluss verriegelt, kann nach dem Entsichern ein Schuss abgegeben werden. Durch Zurückziehen des Abzuges wird der im Abzugskasten integrierte Hahn frei und schlägt auf den Schlagbolzen. Dieser trifft auf das Zündhütchen der Patrone und zündet diese. Die aus der Patrone austretenden Pulvergase treiben das Geschoss durch den Lauf. Gleichzeitig drücken die Pulvergase, welche wegen des sich im Lauf befindlichen Geschosses nicht aus dem ansonsten geschlossenen Laufsystem entweichen können, auf die Patronenhülse. Die dabei auf den Verschlusskopf wirkenden Kräfte, welche eine Rücklaufbewegung des Verschlusskopfes zur Folge haben, werden über die im Verschlusskopf integrierten Verschlussrollen, welche diesen im Gehäuse blockieren, zum einen auf das Waffengehäuse, zum anderen über das Steuerstück auf den Verschlussträger übertragen. Speziell abgestimmte Winkelverhältnisse der Flächen des Steuerstückes verzögern hierbei den Eintritt der Verschlussrollen in den Verschlusskopf und damit dessen Rücklaufbewegung. Hierdurch wird gewährleistet, dass der Verschluss den Lauf so lange abdichtet, bis das Geschoss die Laufmündung verlassen hat. Nach vollständigem Eintritt der Verschlussrollen in den Verschlusskopf gleitet der Verschluss im Waffengehäuse weiter nach hinten. Hierbei wird die Patronenhülse über den im Verschlusskopf integrierten Auszieher aus dem Patronenlager des Rohres gezogen. Die Patronenhülse wird vom Auswerfer schließlich ausgeworfen. Der weiter zurücklaufende Verschlussträger spannt die Schließfeder und drückt den Schlaghahn nach unten in dessen Ausgangsstellung. Nachdem die restliche Rücklaufenergie des Verschlusses von einer Puffereinrichtung aufgenommen wurde, erfolgt die Bewegungsumkehr. Die gespannte Schließfeder drückt den Verschlussträger wieder in die Ausgangsstellung, wobei durch den Vorlauf eine neue Patrone aus dem Magazin in das Patronenlager geführt wird. Der Auszieher greift hierbei in die Ausziehrille der Patrone, und die Verschlussrollen werden durch die schrägen Flächen des Steuerstückes aus dem Verschlusskopf heraus, in die sogenannten Abstützflächen des Waffengehäuses gedrückt und verriegeln so den Verschluss. Hierauf ist die Waffe sofort wieder schussbereit. Bei Einzelschussabgabe wird der Hahn während des Rücklaufprozesses von einer Fangklinke in seiner Ausgangsstellung gehalten. In der Sicherungseinstellung „Dauerfeuer“ ist dies nicht der Fall. Der Hahn trifft nach Verriegelung des Verschlusses unmittelbar auf den Schlagbolzen und wiederholt den Schussvorgang so lange, bis der Abzug losgelassen wird oder die im Magazin befindliche Munition verschossen wurde.
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Ungelesener Beitrag von Epfi » 15.03.2009, 15:52

@doc: Bei Halb- bzw. Vollautomatik muss sich aber irgendwas automatisch spannen. Bei einem Revolver ist es klar, dass man durch ziehen am Abzug eine Feder aufspannt. Bei ner Vollautomatikwaffe ziehe ich einmal und schieße so lange, bis das Magazin alle ist oder ich keine lust mehr habe...

@Hotzenplotz: So genau wollte ich es gar nicht wissen. Ein einfaches "Ja, die Explosionsenergie spannt die Feder für den nächsten Schuss" hätte gereicht ;)
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