227'052 Euro für eine Party - die nicht einmal stattfinden d

Offtopic und anderes Gelaber
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227'052 Euro für eine Party - die nicht einmal stattfinden d

Ungelesener Beitrag von X_FISH » 30.07.2012, 12:59

Für den Aufruf zu einer Facebook-Party in einem Konstanzer Freibad soll ein Lehrling insgesamt 227.052 Euro zahlen. In dieser Höhe habe er Gebührenbescheide erhalten, sagte der 20-Jährige der Bild am Sonntag. Sein Kommentar: "Wenn ich jetzt diese Beträge sehe, wird mir schlecht." Auslöser war wohl Übermut: "Ich war mal als Gast auf anderen illegalen Facebook-Partys und dachte immer: Da geht noch mehr. Das kannst du noch besser machen."
Quelle: www.heise.de - Lehrling soll 200.000 Euro für Facebook-Party zahlen (29.07.2012)

Vor ein paar Tagen klang das aus dem Munde der Verantwortlichen mit 5'000 Euro für die Besucher (!) noch günstiger:
BZ: Das klingt vage. Sind 5000 Euro da nicht etwas drakonisch?

Fischer: 5000 ist ja die Maximalhöhe. Wenn es sich um einen Schüler handelt, muss der vielleicht nur 20 Euro bezahlen. Das Bußgeld greift auch nicht bei jedem, der nach Konstanz gekommen ist und ein bisschen feiern möchte, sondern nur dann, wenn man sich einem von der Polizei ausgesprochenen Platzverweis widersetzt.
Quelle: www.badische-zeitung.de - Keine Facebook-Party: Warum schließt Konstanz das Strandbad?

So anonym wie es zuerst schien war dann das Facebook-Konto wohl doch nicht:
Die Einladung zu der Facebook-Party in Konstanz stammt von einem gefälschten Konto aus dem sozialen Netzwerk. „Wir wissen nicht, wer das gemacht hat”, sagte ein Sprecher der Polizei am Freitag. „Das war ein Fake-Account.” Daher kenne man noch keinen Verantwortlichen, an den man Forderungen für den Polizeieinsatz stellen könne.
Quelle: www.bild.de - Konstanz: Polizei sprengt Facebook-Party

Als kleine Diskussionsgrundlage:
In letzter Zeit häufen sich die Online-Einladungen zu den umstrittenen Feten - und immer wieder werden sie von den Behörden verboten. Doch damit ist das Problem nicht gelöst: Denn die Polizei muss das Verbot auch durchsetzen. Das bedeutet, dass sie so oder so mit viel Personal vor Ort sein muss. Eine kostspielige Angelegenheit: Der Kostensatz für einen Beamten beträgt laut Gall 45 bis 48 Euro je angefangener Stunde.

Bei einer geplanten Facebook-Party an diesem Wochenende in Ulm gab allein die örtliche Polizei ihre Ausgaben mit 60 000 Euro an. Zudem waren dort die Bundespolizei unterwegs und Kollegen aus Bayern in Bereitschaft. Die Polizei in Konstanz sorgte nach eigenen Angaben mit gut 200 Kräften dafür, dass trotz der Facebook-Einladung zu einer Party in einem Freibad alles ruhig blieb
Quelle: www.teltarif.de - Verbotene Facebook-Partys können richtig teuer werden

Eure Meinung?

Meine Meinung: Wer Kosten/Schäden verursacht, der muss auch dafür aufkommen. Wie jedoch der Kioskbesitzer - ich mutmaße mal der im Freibad - auf die Regressforderung von 16'000 Euro kommt ist mir ein wenig suspekt...

Grüße, Martin
Zuletzt geändert von X_FISH am 30.07.2012, 13:02, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: 227'052 Euro für eine Party - die nicht einmal stattfind

Ungelesener Beitrag von PatkIllA » 30.07.2012, 13:06

Können die denn da soviel Beamte hinschicken wie die wollen?
Da kommen doch in den meisten Fällen eh vielleicht noch ein paar dutzend Besucher.

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Re: 227'052 Euro für eine Party - die nicht einmal stattfind

Ungelesener Beitrag von X_FISH » 30.07.2012, 13:44

In Backnang waren es über 83 Dutzend Besucher: www.stuttgarter-zeitung.de - 1000 Partygänger pilgern nach Backnang.

Ich gehe mal davon aus das sie die Stärke des Polizeiaufgebots nach der Anzahl der Zusagen in FB und Erfahrungen in der Vergangenheit bemessen.

Grüße, Martin

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Re: 227'052 Euro für eine Party - die nicht einmal stattfind

Ungelesener Beitrag von fassy » 30.07.2012, 13:57

Tja, und bei Bundesligaspielen zahlt es der Steuerzahler ;)
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Re: 227'052 Euro für eine Party - die nicht einmal stattfind

Ungelesener Beitrag von madmax » 30.07.2012, 15:48

Ich frag mich ehrlich, warum der Staat sich da genötigt fühlt einzugreifen. Wenn ich so eine Party mal angenommen ganz ohne Facebook veranstalte, und Leute im großen Stil einlade, dann muss ich doch schauen, wie ich für die Platz, Verpflegung usw. zur Verfügung stelle. Sonnst, wenn meine 5 Kästen Bier und 3 Kästen Cola nach 15 Minuten ausverkauft sind und das Kofferradio mit eingestecktem iPod kaum mehr zu hören ist verschwinden doch auch die Leute. Ein geringer Teil der "Gäste" will dir vielleicht ans Leder und dir wegen dem Humbug die Jack vollhauen, aber dazu reichen dann 1 maximal 2 Streifen.
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Re: 227'052 Euro für eine Party - die nicht einmal stattfind

Ungelesener Beitrag von slrzo » 30.07.2012, 17:21

Hmm les ich das richtig, dass die das Freibad vorsorglich geschlossen haben?
Man, das wäre DER Tag schlechthin gewesen im Freibad. Soviele zahlende Gäste kommen sonst dort vermutlich nicht. Wenn das Freibad die Kapazitäten hat warum nicht die Leute reinlassen? Wenn er nicht zu einer "Party" aufgerufen hätte sondern zu einem gemeinsamen Freibadbesuch wer hätte da was gegen sagen können?

Ansonsten dumm gelaufen :)
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Re: 227'052 Euro für eine Party - die nicht einmal stattfind

Ungelesener Beitrag von X_FISH » 30.07.2012, 17:25

Nun erscheint er evtl. in einem anderen Licht?
„Wenn die tatsächlich ernst machen, bin ich pleite und muss in die Privatinsolvenz“, sagt Matthias L., der mit fünf anderen Jungen in einer Wohngemeinschaft wohnt. Er ist wegen Diebstahls, Körperverletzung und Hausfriedensbruch bereits aktenkundig und soll eigentlich zurzeit eine Woche lang wegen einer Verurteilung in der Jugendarrestanstalt in Göppingen sein. Matthias L. ist Vollwaise. Als er zwölf war, starb seine Mutter, zwei Jahre später verlor er seinen Vater.
Quelle: www.suedkurier.de - Aufruf zur Facebook-Party wird richtig teuer

Grüße, Martin

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Re: 227'052 Euro für eine Party - die nicht einmal stattfind

Ungelesener Beitrag von musashi » 30.07.2012, 18:25

Auf Strafgelder kann der Insolvenz anmelden wie er will wird ihm nicht helfen :)

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Re: 227'052 Euro für eine Party - die nicht einmal stattfind

Ungelesener Beitrag von slrzo » 30.07.2012, 18:34

Das sind allerdings noch keine Strafgelder. Frage mich was für Gelder es sein sollen xD
Wegen Ordnungswidrigkeiten ja wohl nicht. Also wenn dann muss die Stadt sich das vermutlich einklagen bzw. erwirken nen Titel -> Privatinsolvenz
Wenn er mit nem Strafbefehl etc. verknackt wird, dann berechnet sich der anhand seines Verdienstes -> geschätzt max. 1000 € (bei ~50 Tagessätzen)
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Re: 227'052 Euro für eine Party - die nicht einmal stattfind

Ungelesener Beitrag von Doc Chaos » 31.07.2012, 09:40

"Ich war mal als Gast auf anderen illegalen Facebook-Partys und dachte immer: Da geht noch mehr. Das kannst du noch besser machen."
Ein Halbstarker dachte sich also die saudummen Aktionen anderer Halbstarker als Vorbild für seine eigene saudumme Aktion nehmen zu müssen. Yeah. (der Aufruf zur Versammlung an sich ist ja nicht unbedingt illegal, aber wenn man so einen Aufruf startet, ohne dass man für die Sicherheit der Anwesenden und Unversehrtheit des Platzes sorgen kann, dann rettet einen auch das hochgelobte Grundgesetz der Versammlungsfreiheit nicht vor Strafen. Zu Recht.)
„Wir haben, nachdem unsere IT-Spezialisten den Initiator ermitteln konnten, Herrn L. angesprochen und darum gebeten weitere Werbung für die Party zu unterlassen“, sagt der 50-Jährige. Erst nachdem der Betroffene dies nicht eingehalten hatte
Er hat also sogar noch eine Warnung bekommen. Ob es jetzt gerechtfertigt ist, jemandem in diesem Alter eine weitere Lebensplanung auf lange Zeit durch eine solch hohe Strafe quasi unmöglich zu machen sei mal dahin gestellt, aber Mitleid hat der in meinen Augen nicht verdient.
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Re: 227'052 Euro für eine Party - die nicht einmal stattfind

Ungelesener Beitrag von -.B_Rabbit.- » 31.07.2012, 11:17

Meiner Meinung nach ist eine Bestrafung für so einen Partyaufruf völlig daneben. Man sollte sich was anderes einfallen lassen, als an einzelnen Personen Exempel zu statuieren. Selbstverständlich ist der Ort entscheidend, wenn jemand auf fremden Privatgrundstücken o.Ä. zu Feiern aufruft, dann muss das natürlich unterbunden werden. Jemanden für den Aufruf zum Treffen an öffentlichen Plätzen, Parks, Stränden etc. mit sechsstelligen Beträgen zu bestrafen steht irgendwie meinem Rechtsempfinden entgegen.
Ich weiß auch kein besseres Modell damit umzugehen, aber diese drakonische Bestrafung von Einzelpersonen ist imho der falsche Weg. Wie leicht hat man in nem Alter von 15,16 oder auch 18 Jahren da mal den Button gedrückt ohne groß drüber nachzudenken? Warum die große Unterscheidung zwischen Teilnehmern und Initiator? Was ist mit Facebook oder dem Social Network X, das diesen Kommunikationskanal erst zur Verfügung stellt?
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Re: 227'052 Euro für eine Party - die nicht einmal stattfind

Ungelesener Beitrag von Doc Chaos » 31.07.2012, 20:43

-.B_Rabbit.- hat geschrieben:Wie leicht hat man in nem Alter von 15,16 oder auch 18 Jahren da mal den Button gedrückt ohne groß drüber nachzudenken?
So hätte ich auch argumentiert, wenn der Junge nicht von der Polizei(!) verwarnt worden wäre und trotzdem weiter gemacht hätte. Wer so dreist ist, der hat verdient was kommt.
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Re: 227'052 Euro für eine Party - die nicht einmal stattfind

Ungelesener Beitrag von -.B_Rabbit.- » 01.08.2012, 12:59

Ja das ist blöd von ihm, dennoch hat er dafür keine so hohe Summe als Strafe verdient, das ist doch völlig unverhältnismäßig. Man weiß auch nicht wie die Kommunikation da gelaufen ist, dafür sind mir das zu wenig Informationen.
Am Ende sollte eine Strafe auf den Typen warten, die ihm zwar weh tut aber dem Vergehen angemessen ist.

Kann jemand mal einen Link dauz posten, auf welcher Rechtsgrundlage die Parties aufgelöst werden und die Initiatoren belangt?
Zuletzt geändert von -.B_Rabbit.- am 01.08.2012, 12:59, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: 227'052 Euro für eine Party - die nicht einmal stattfind

Ungelesener Beitrag von Der_FuchsCRtm » 01.08.2012, 13:04

Wenn man weiß, was den Vorgängern angelastet wurde und wie solche "Späße" ausgehen können, dann noch eine klare Warnung wissentlich ignoriert UND auch noch offene Strafen der Justiz zu begleichen hat, dann sollte man sich ganz kleinlaut verhalten. In meinen Augen ist die Strafe natürlich schon sehr hoch, aber in Anbetracht der Situation finde ich schon, dass der junge Mann bestraft werden muss. Und zwar merklich! Bei guter Führung kann man ja evtl dann entgegen kommen.

Ich durfte als 17Jähriger 2000DM Strafe zahlen, weil ich beim Angeln unwissentlich den falschen Köder benutzt habe! Unwissenheit schützt am Ende auch nicht ;) (Mein Opa zahlte die Strafe, da er mir sagte, da darfst du angeln gehen und das Gewässer obliegt keinen privaten Nutzungsrechten...)
Zuletzt geändert von Der_FuchsCRtm am 01.08.2012, 13:04, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: 227'052 Euro für eine Party - die nicht einmal stattfind

Ungelesener Beitrag von -.B_Rabbit.- » 01.08.2012, 13:49

Über die Bestrafung brauchen wir ja nicht diskutieren, die muss sein.
Aber die Verhältnismäßigkeit muss gewahrt werden, sowas kann nicht einen Betrag kosten, den andere Leute 30 Jahre lang mühsam für ihr Haus abbezahlen, und schon gar nicht in dem Alter. Späteres Entgegenkommen finde ich da auch keine Alternative, denn das wäre dann nicht verbindlich, man weiß also nicht ob man drauf sitzen bleibt.
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Re: 227'052 Euro für eine Party - die nicht einmal stattfind

Ungelesener Beitrag von AndyydnA » 01.08.2012, 14:23

Dummheit schützt vor Strafe nicht. Alternative wäre, der Typ müsste nur einen Bruchteil zahlen und den Rest die Allgemeinheit. Sehe ich jetzt auch irgendwie nicht ein.

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Re: 227'052 Euro für eine Party - die nicht einmal stattfind

Ungelesener Beitrag von musashi » 01.08.2012, 14:26

Wenn jemand 12.000 Menschen einlädt und ihm nahegelegt wird, das zu lassen, er es dennoch macht muss man als Staat die Ordnung ggf. aufrecht erhalten. Da geht es vermutlich nicht darum, wieviele Leute wirklich kamen, sondern wie viele im worse case kommen könnten.
Entsprechend muss halt geplant werden und das kostet alles ein Heidengeld.

Ich habe mit so Spacken keinen Mitleid.

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Re: 227'052 Euro für eine Party - die nicht einmal stattfind

Ungelesener Beitrag von -.B_Rabbit.- » 01.08.2012, 15:43

Ja Moment mal, der hat ja keine 12.000 Menschen eingeladen, sondern auf Facebook eine öffentliche Veranstaltung erstellt und ggf. Werbung dafür gemacht. Ich finde das echt erschreckend, mit was für einem Strafmaß hier so konform gegangen wird.
Ich für meinen Teil seh das wie gesagt anders, und bin dafür, die Parties im Vorfeld sinnvoll/effektiv zu unterbinden (Dialog mit Facebook?) oder was auch immer zu tun, bevor ich jemandem komplett ruiniere in der Hoffnung, dass eventuelle Nachfolger zu viel Angst davor haben auch so etwas zu versuchen. Und bis die gefunden ist, muss die Allgemeinheit solche Kosten tragen, wie in vielen anderen Bereichen auch.
Zuletzt geändert von -.B_Rabbit.- am 01.08.2012, 15:44, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: 227'052 Euro für eine Party - die nicht einmal stattfind

Ungelesener Beitrag von madmax » 02.08.2012, 11:16

Strafe muss schon sein, vor allem wenn man sich den Konsequenzen bewusst sein sollte und auch noch vorgewarnt bzw.vorher kontaktiert wird. Aber meiner Meinung nach gehen Bund und Länder mit ihrer Planung zur Wahrung der Sicherheit hier etwas übertrieben vor. Wie gesagt, ich glaube, das wird sich ganz von selbst regeln, wenn man 12k Leute einlädt, am Ende vielleicht 2k überhaupt aufkreuzen und diese mangels Verpflegung und Amusement sowieso nach kurzer Zeit wieder das Weite suchen. Und wenn dann noch bekannt wird, dass genau wegen diesen Versäumnissen gegenüber den Eingeladenen die Gäste sich an dem "Veranstalter" rächen und ihm eine aufs Maul geben dafür, im wahrsten Sinne, dann wiederholt sich das so schnell nicht wieder. Exzesse ala Project X sind da glaub auch eher eine Fiktion.
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Re: 227'052 Euro für eine Party - die nicht einmal stattfind

Ungelesener Beitrag von Laz-Y » 02.08.2012, 22:18

Warum ist das Problem jetzt erst mit Facebook aufgekommen? Man kann doch schon seit Jahren in öffentlichen Foren zu Partys einladen - und das wurde sicher auch gemacht - ohne das das jemand interessiert hat.

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Re: 227'052 Euro für eine Party - die nicht einmal stattfind

Ungelesener Beitrag von Doc Chaos » 03.08.2012, 08:00

Weil es kein Forum mit knapp einer Milliarde Benutzer gibt. Eine Forenanalogie wäre, dass du in einem Forum so einen Aufruf startest und der von Mitgliedern ALLER deutschen Foren eingesehen und ohne Cross-Anmeldung verteilt werden kann.
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Re: 227'052 Euro für eine Party - die nicht einmal stattfind

Ungelesener Beitrag von Doc Chaos » 20.08.2012, 08:34

Und noch ein schönes Negativ-Beispiel...

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/f ... 50597.html
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Re: 227'052 Euro für eine Party - die nicht einmal stattfind

Ungelesener Beitrag von Lanew » 20.08.2012, 15:45

Wer per facebook zu einer Party aufruft muss damit rechnen den Polizeieinsatz zu bezahlen. Die jüngsten Beispiele haben gezeigt, was die Partywütigen , meist vöölig verantwortungslose Leute, anrichten Können. Es sollte jedem klar sein, dass seitens der Polizei so ein Chaos nicht nochmal zugelassen wird. Es ist genau richtig, dass der glaube 16jährige war der letzte fall von ner versuchten Facebookparty, diese mehr als 200000 Euro zahlen muss. Selbst schuld. (kann auch sein, dass er se nicht zahlen muss, bin da ehrlich gesagt nicht auf dem laufenden. Wenns aber richtig, wenn er sie zahlen muss.)

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Re: 227'052 Euro für eine Party - die nicht einmal stattfind

Ungelesener Beitrag von Manson » 30.08.2012, 00:40

Und wenn der Seehofer via Facebook zu ner Party aufruft zahlt er den Polizeieinsatz ;-)

http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 31907.html
Mit der Aktion im P1 will Seehofer beweisen, dass er die Jugend trotzdem verstanden hat. Doch so richtig hat er das wohl nicht. Denn im Netz steigt kurz vor der Party der Unmut. Viele User wollen wissen, wer denn für die Kosten eines möglichen Polizeieinsatzes aufkommen wird. Die Münchner Polizei hat für den Fall der Fälle schon einmal vorgesorgt und stellt Extra-Beamte bereit.

Nutzer Case Sensitive schreibt dazu bei Twitter: "zahlt der #Seehofer seine Party eigentlich selbst, oder macht das wieder das Volk." Facebook-Freund Franz Fessler fragt: "und wer zahlt den polizeieinsatz für die Party??? hoffentlich nicht wir Steuerzahler." Kumpan Jörg Heiße droht: "Herr Seehofer ich hoffe sie zahlen den PolizeiEinsatz aus eigener Tasche, so wie die Anderen Mitbürger die keine Ahnung von organisieren von Veranstaltungen haben. Falls nicht geht's vor Gericht wegen Verschwendung von Steuergeldern."

"Es gefällt mir nicht!!! Es ist eine Unverschämtheit, die Steuerzahler mit diesen Dingen zu belasten", zürnt eine Dame namens Roswitha Offermanns. "Eine absolute Frechheit", findet Andrea Lieven. Für Facebooker Laurentius Magnus steht schon jetzt fest: "Das ist purer Populismus. Wenn die Piraten nicht so erfolgreich wären, hätte er das nie gemacht."
Dein Gesicht und mein Arsch könnten gute Freunde sein! ;)

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