"Wählen Sie, was Sie wollen. Aber nicht SPD."

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"Wählen Sie, was Sie wollen. Aber nicht SPD."

Ungelesener Beitrag von Uncle Doc » 29.03.2009, 18:21

Hallo alle zusammen,
vielleicht habt ihr es ja in den Medien mitbekommen, dass in vielen Arztpraxen folgende Plakate und Flyer aufgehängt werden. Sicherlich wird das Thema stark polemisch angegriffen, mit sachlicher Argumentation scheint man ja leider heutzutage bei der breiten Masse nicht mehr viel zu erreichen...
Bin selbst sehr gespnnt, wie lange sich die Situation noch zuspitzen wird bevor es so richtig eskaliert :-/
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Ungelesener Beitrag von KoreaEnte » 29.03.2009, 18:52

Die CDU hat doch mitgemacht, also darf man die doch auch nicht wählen, oder etwa doch?

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Ungelesener Beitrag von Uncle Doc » 29.03.2009, 19:13

Die Leute vbon der SPD fahren da den Karren noch mehr in Dreck, deshalb wird hauptsächlich gegen die gewettert ;)
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Ungelesener Beitrag von KoreaEnte » 29.03.2009, 19:20

Ich dachte immer Ärzte sind halbwegs intelligente Menschen, kann mir nicht vorstellen wie man bei so nem Blödsinn mitmachen kann, wenn überhaupt muss die CDU mit draufstehen, denn die haben die letzte Reform zusammen beschlossen und ausgearbeitet.

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Ungelesener Beitrag von H3LL S3RV4NT » 29.03.2009, 19:51

Die sehen einzig und allein ihr Einkommen gefährdet. Mit der elektronischen Versichertenkarte kann man halt keine Doppel- und Dreifachuntersuchungen abrechnen. Bei Polikliniken, die es zu Ostzeiten schon erfolgreich gab, geht der Patient idR nicht zu einem externen Spezialisten, sondern zudem in der Poliklinik. Davor hat man Angst, man ist nicht etwa wegen der Versorgung der Patienten besorgt oder um die Datensicherheit der Patientenunterlagen.
Auch wenn die Ärzte, typisch deutsch, noch so jammern, dem Grossteil geht es doch alles andere als schlecht.
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Ungelesener Beitrag von Iron Duke » 29.03.2009, 21:01

Dass es denen nicht unbedingt schlecht geht, mag schon stimmen. Aber die Situation in
ländlichen Regionen ist alles andere als rosig, da gehen den Leuten die Ärzte aus... Da kommste die der Ost-Poliklinik nicht weit.

Ich bezweifle, dass man sich mit einschlägigen Berichten ne vernünftige Meinung darüber bilden kann. Ich kenne mehrere Ärzte näher und habe mich auch mit dem Vorsitzenden eines Ärztebundes darüber unterhalten. (dass deren meinungen stark geprägt sind und nicht allein sondern auch immer unter Auseinandersetzung mit der gegenläufigen Meinung betrachtet werden sollten, ist mir schon klar.

...für den Stundenlohn, den ein Arzt pro Quartal und pro Patient von den Krankenkassen bekommt, würden viele nichtmal arbeiten gehen.

ich behaupte bei Leibe nicht, dass es den Ärzten schlecht geht, oder dass sie an der Armutsgrenzen knabbern oder so. Aber gut bezahlt werden andere.

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Ungelesener Beitrag von Seelenkrank » 29.03.2009, 21:03

bei uns im kaff hat eine allgemeinmedizinerin und ein augenarzt seine praxis für kassenvolk dichtgemacht ---> nur noch privatpatienten da der rest sich nicht lohnen würde,andere machen aufnahmestop an neupatienten weil sie ihr limit sonst sprengen.
sehr bedenkliche entwicklung finde ich...

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Ungelesener Beitrag von Uncle Doc » 29.03.2009, 21:14

H3LL S3RV4NT hat geschrieben:Die sehen einzig und allein ihr Einkommen gefährdet. Mit der elektronischen Versichertenkarte kann man halt keine Doppel- und Dreifachuntersuchungen abrechnen. Bei Polikliniken, die es zu Ostzeiten schon erfolgreich gab, geht der Patient idR nicht zu einem externen Spezialisten, sondern zudem in der Poliklinik. Davor hat man Angst, man ist nicht etwa wegen der Versorgung der Patienten besorgt oder um die Datensicherheit der Patientenunterlagen.
Auch wenn die Ärzte, typisch deutsch, noch so jammern, dem Grossteil geht es doch alles andere als schlecht.
>kq

Ja, es wird befürchtet, dass das "Einkommen" geringer wird. Knackpunkt ist, dass das Einkommen jetzt schon in Relation zur geleisteten Fließbandarbeit und Anzahl der Stunden generell beschissen ist. Wenn man mal 'ne 36 h Schicht hinter sich hat, am nächsten Tag wieder ran darf, zu Hause kurz die Tagesschau anmacht und Leute sieht, die unbedingt 'ne 37,5 h-Woche fordern und bei einem selber dann am Ende des Monats um die 2 k auf dem Konto landen, kommt man sich ziemlich verarscht vor (und kommt mir jetzt nicht mit dem ethischen Verpflichtungsshit usw., an der Supermarktkasse kann man damit nämlich auch nicht bezahlen) - und es dauert recht lang, bis man sich in der Gehalts- und Stundenkette nach oben arbeitet, bis man ein akzeptables Niveau erreicht. Und das sind wie bei den Business-Kaspern nicht die breite Masse der Ärzte (die eben protestieren), sondern nur ein Bruchteil (der sich dann nach Rauswurf durch Pfusch 'ne 2 Mio.-Abfindung einklägt). Und genauso gammlig ist die Behandlung in den gar so kompetenten Polikliniken, das kann ich aus erster Hand von beiden Fronten (sowohl als Patient (unfreiwilligerweise) als auch als praktischer Student & Co. von der therapierenden Seite) aus bezeugen. Noch schlimmer sind dann die privatisierten Läden, die nicht auf reine Privatpatientenversorgung ausgelegt sind.

(Die Quartals-/Kopf-Limits-Geschichte ist ja oben schon angeführt)

*edit*: Man bin ich froh, dass ich keine Ambitionen habe, in die klassisch praktizierende Richtung zu gehen.
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Ungelesener Beitrag von AndyydnA » 29.03.2009, 21:23

Um die 2k? Das scheint dann aber nur in der Ausbildung zu gelten. Niedergelassene Hausärzte haben im Schnitt 100-110k/Jahr. Fachärzte deutlich mehr.

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Ungelesener Beitrag von Uncle Doc » 29.03.2009, 21:26

Um die 2k bis 3k ist das klassische Einsteigergehalt, wenn man mit fertigm Abschluß frisch von der Uni kommt. Die 100+ k sind aber auch nur in dicht besiedelten Gebieten mit einer (sehr) hohen Privatpatientenfrequentierung drin. In der Ausbildung (=Studium) bekommt man nichts. Oder meinst Du mit Ausbildung die praktizierende Zeit, bis man seinen Facharzt macht?

Woher hast Du den Wert?
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Ungelesener Beitrag von AndyydnA » 29.03.2009, 21:33

Den Wert habe ich aus einem Spiegel-Artikel und von einem Freund, der bei der DAK arbeitet. Er ist dort kein Sachbearbeiter, sondern handelt die Tagessätze mit Krankenhäusern in ganz Norddeutschland für die DAK aus. Im Schnitt(!) hat ein niedergelassener Allgemeinmediziner ca. 180.000 im Jahr vor Abzug der Betriebskosten. Danach sollen es ca. 100-110k sein. Niedergelassene Fachärzte sind da gut ein Drittel darüber. Bei der Honorarreform geht es wohl nur um die Umverteilung der Gelder hin zu Allgemeinmediziner und Kinderärzte und weg von Fachärzten. Die Initiative gegen die SPD wird daher wohl auch nur von den Fachärzten getragen. Auch ein Gespräch mit meinem Hausarzt vor kurzem hat ergeben, dass er mit seinem Einkommen eigentlich recht zufrieden ist, sich aber nur über laufende Honorarreformen aufregt, für die er sich fortbilden muss. Die Zeit würde er lieber für fachliche Fortbildungen nutzen. Und als Einstiegsgehalt(!) 2k-3k netto ist imho garantiert nicht zu wenig. In allen anderen Berufen, die eine Hochschaulausbildung voraussetzen, sind die Einstiegsgehälter ähnlich. Im öffentlichen Dienst sogar deutlich niedriger. Imho Jammern auf hohem Niveau.

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Ungelesener Beitrag von Uncle Doc » 29.03.2009, 21:43

Naja, wenn man sich rund sieben Jahre mit dem Studium aufhält, hat man meiner Meinung nach das Recht, jammern zu dürfen ;)
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Ungelesener Beitrag von AndyydnA » 29.03.2009, 21:46

Wie gesagt, 100-110k/Jahr im Durchschnitt finde ich nicht zu wenig ;)

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Ungelesener Beitrag von Uncle Doc » 29.03.2009, 21:52

Die Durchschnittswerte sind aber auch eher in den Friede-Freude-Eierkuchenbereichen - zu den Betriebskosten darf man in der Realität noch schöne Regress-Sümmchen an die Versicherungen einkalkulieren, sollte man es sich erlauben, nach dem Erreichen des Quartalslimits (nach zwei Monaten ;) gesetzlich Versicherte weiterhin zu behandeln.
Und die Weiterbildung zum Facharzt (das dauert wiederum einige Jahre) ist der gängige Weg, seine Einkommenssituation zu verbessern. Ein guter (!) Facharzt zu bleiben, ist auch mit ganz schönem Zeitaufwand verbunden, denn man darf seine Freizeit hier auch oft mit dem weiteren Studium von frischen Erkenntnissen in Fachmagazinen & Co. verbringen. Wenn man denen die Motivation schmälert, kann das suboptimal enden, denn die sind gefragt, wenn Fälle mal nicht nach Bilderbuch laufen (hier trennt sich auch die Spreu vom Weizen).
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Ungelesener Beitrag von AndyydnA » 29.03.2009, 21:57

Finde gerade den Artikel mit Interview auf Spiegel.de nicht. War mit einem niedergelassenen Hausarzt, welcher die Forderungen der Fachärzte gerade zu Zeiten der Wirtschaftskrise nicht nachvollziehen kann. Der hat offen über seine Einnahmen gesprochen, bei 90% Kassenpatienten kam er Brutto im Monat auf 10k, netto nach Abzug aller Kosten auf knapp 5k. Und das soll ungefähr dem Durchschnitt entsprechen. Zur Weiterbildung: Was meinst du, wie sich ein Informatiker, Jurist etc. in seiner Freizeit fortbilden muss, damit er den Anschluss nicht verpasst?

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Ungelesener Beitrag von H3LL S3RV4NT » 29.03.2009, 22:02

Hier geht es doch gar nicht um angestellte Ärzte, sondern Ärzte mit eigener Praxis.
Ein niedergelassener Arzt liegt im Durchschnitt bei 78k€ im Osten und 85k€ im Westen (wohlgemerkt nicht der Umsatz, sondern das, was hinten raus kommt) - vergleiche das bitte mit dem Durchschnittseinkommen von Angestellten oder Arbeitern und sag mir dann, denen geht es schlecht.
@Iron Duke: Versorgung auf dem Land ist in der Tat ein Problem und auch hier wurde wieder was aus DDR-Zeiten wiederbelebt, die Gemeindeschwester.
@Andy: nicht zu vergessen die Berufsgruppe mit dem grössten Weiterbildungspensum - Steuerberater.
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Ungelesener Beitrag von Uncle Doc » 29.03.2009, 22:08

Naja, wenn man Paragraphen gerade nicht zur Hand hat oder ein System abstürzt gehen doch recht selten Menschen über'n Jordan X-P
Ich kann mir zwar kein Urteil über die Umfänge des Wissens eines Juristen oder Informatikers anmaßen, aber als Facharzt muss man rund 5.000 DinA4-Seiten aus dem FF beherrschen (Ausnahme sind die HNOs, da sind's nur rund 1.000 ;) - bei Neurologen sind's wiederum gut 10.000. Das ist die "unfortgebildete" Basis.

Ich wettere hier auch generell gegen unser Gesundheitssystem an sich, nicht nur um die aktuelle Honorar-Geschichte.
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Ungelesener Beitrag von AndyydnA » 29.03.2009, 22:20

Informatiker müssen selber denken, nicht nur 5.000 DinA4-Seite auswendig kennen ;P

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Ungelesener Beitrag von Uncle Doc » 29.03.2009, 22:37

Natürlich müssen die Sachen auch in Kontext gesetzt werden können ;)
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Ungelesener Beitrag von Laz-Y » 29.03.2009, 23:39


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Ungelesener Beitrag von AndyydnA » 29.03.2009, 23:55

Den Artikel meinte ich ;)

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Ungelesener Beitrag von La-Z » 30.03.2009, 09:55

Uncle Doc hat geschrieben:Ich kann mir zwar kein Urteil über die Umfänge des Wissens eines Juristen oder Informatikers anmaßen, aber als Facharzt muss man rund 5.000 DinA4-Seiten aus dem FF beherrschen (Ausnahme sind die HNOs, da sind's nur rund 1.000 ;) - bei Neurologen sind's wiederum gut 10.000. Das ist die "unfortgebildete" Basis.
Und das wussten die Leute vor dem Studium nicht? Fühlen sie sich jetzt verarscht, weil sie so viel wissen müssen? Doch wohl nicht. Das man als Arzt unglaublich viel auswendiglernen und behalten muss wusste ich schon, als ich noch nicht mal Abi hatte. Das ist also kein Argument. Und es sagt ja auch niemand, dass ein Arzt von 500€ netto im Monat leben soll.

Natürlich hat das Gesundheitsystem seine Probleme. Die schon angesprochene Versorgung auf dem Land z.B., aber auch die Arbeitslast in Krankenhäusern und mehr. Aber ich sehe leider auch keine echten Vorschläge, um daran grundlegend was zu ändern.

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Ungelesener Beitrag von Konsumierer » 30.03.2009, 10:27

Uncle Doc hat geschrieben:Naja, wenn man sich rund sieben Jahre mit dem Studium aufhält, hat man meiner Meinung nach das Recht, jammern zu dürfen ;)
Ja und? Kann sich doch jeder aussuchen, was er studiert. Sozialpädagogen und Co. studieren zum Teil genauso lang, um hinterher gar keinen Job zu haben. Das hat alles mit Angebot und Nachfrage zu tun.
#GeorgeWBush { position:absolute; bottom:-6ft; }

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Ungelesener Beitrag von Uncle Doc » 30.03.2009, 11:28

Die Sozialpadagogen haben aber nicht ganz so hohen einen Arbeits- und Verantwortungsdruck. Dass man das vorher schon weiß stimmt natürlich, wenn jedoch in den Medien & Co. "Salz in die Wunden gestreut" wird, fängt man wieder an, en wenig zu reflektieren.
Und von Angebot und Nachfrage sind die Lohnverhältnisse nicht unbedingt beeinflusst.
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Ungelesener Beitrag von La-Z » 30.03.2009, 11:51

Uncle Doc hat geschrieben:Die Sozialpadagogen haben aber nicht ganz so hohen einen Arbeits- und Verantwortungsdruck.
Das würde ich so allgemein nicht unterschreiben, insbesondere wenn man sich die Lohnunterschiede anguckt und den Druck dazu ins Verhältnis setzt. Übrigens, wo wir schon dabei sind: Wie erklärst du mit "Arbeits- und Verantwortungsdruck" den Lohnunterschied zwischen einem Rettungsassistenten und einem Allgemeinmediziner mit Hauptaufgabe "Erkältungen"?

AFAIK (und der Artikel passt dazu) verdienen Ärzte ziemlich gut. Das ist auch ok, da habe ich nichts gegen. Aber die Probleme in dem Bereich liegen ganz woanders, und wenn sich alle Diskussionen immer um die Honorare drehen fallen die realen Probleme unter den Tisch. Mir ist z.B. wesentlich wichtiger, dass ich nach einem Unfall von einem Arzt behandelt werde der noch fit ist, als ob ich zwei Euro mehr oder weniger im Monat für die Krankenkasse zahle.

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