Tiefere Ursachen der Weltfinanzkrise

Kanzler, Parteien, Unternehmen, Mittelstand etc.
H3LL S3RV4NT
Admiral
Beiträge: 14655
Registriert: 08.03.2004, 17:24
Wohnort: Magdeburg

Re: Tiefere Ursachen der Weltfinanzkrise

Ungelesener Beitrag von H3LL S3RV4NT » 22.05.2010, 15:41

UMTS war 2000...
>kq

Benutzeravatar
BanDit
Fleet Captain
Beiträge: 1887
Registriert: 08.03.2004, 11:09
Wohnort: Frankfurt
Kontaktdaten:

Re: Tiefere Ursachen der Weltfinanzkrise

Ungelesener Beitrag von BanDit » 23.05.2010, 12:46

Hell, wir brauchen keine "Welt-Untergangs-Rede". Wir brauchen auch kein Altruistisches Weltbild.

Was wir brauchen ist einfach nur eine gerechte Umgebung, Förderung der (wirklichen) Leistungsträger und nicht nur ausschliesslich des Kapitals, Umvereteilung von oben nach unten, nicht umgekehrt. Das alles kann man durchaus ohne Weltuntergangs-Szenario in der Politik vorantreiben. Es geht um Spielregeln an die sich alle halten müssen und wovon mehr profitieren als aktuell.
Ach das Ammen-Märchen, dass mit der Einführung der Finanztransaktionssteuer/Marktsteuer das Kapital sofort in der Gesamtheit flüchtet ist total unfug. Ich zweifle eher daran, ob das auf Dauer was bringen wird. Aber das ist schwer abzuschätzen.

In einem gebe ich Dir jedoch recht, der Mensch neigt zu einer egoistischen Selbst-Nutzen-Maximierung. Es sind aber bei weitem nicht alle so. Es gibt sogar Unternehmer die sich der Verantwortung gegenüber der Gesellschaft und den Mitarbeitern durchaus bewusst sind. Die Mehrzahl ist leider nicht so, vor allem die meisten Kapital-Gesellschaften wie es die AGs eben sind. Es ist aber die Aufgabe der Politik dem entgegenzuwirken (sofern dies die Wähler wollten). Entweder leben wir die soziale Marktwirtschaft oder nicht. Wenn nicht, sollten wir auch das Wort "Sozial" ganz abschaffen. Wäre nur konsequent.
Falls wir Sie doch haben wollen, gibt es in meinen Augen genug Möglichkeiten und Geld dies umzusetzen. Aber das Geld wird ja schon für "wichtigere" Projekte gebraucht. Für Projekte die ein Ergebnis des langjährigen System-Fehlers sind.

Du kannst es drehen und wenden wie du willst: die 10% die von dem System profitieren werden natürlich den Teufel tun und irgendwas dran ändern wollen. Der Rest der nix davon hat, oder sogar systematisch ausgebeutet wird sucht nach Alternativen.

So wie du argumentiertst und Stellung beziehst, gehe ich mal davon aus, dass zu den 10% gehörtst. Berichtige mich wenn dies nicht so ist.
Ich zähle mich zu den nicht-Profiteuren, auch wenns mir relativ gut geht.
Zuletzt geändert von BanDit am 23.05.2010, 13:58, insgesamt 1-mal geändert.
Oh man, ich hab STeVie die Sig geklaut!

Benutzeravatar
KoreaEnte
Hartware.net
Beiträge: 12842
Registriert: 30.10.2007, 07:30
Wohnort: Düsseldorf/Seoul

Re: Tiefere Ursachen der Weltfinanzkrise

Ungelesener Beitrag von KoreaEnte » 23.05.2010, 13:27

In einem gebe ich Dir jedoch recht, der Mensch neigt zu einer egoistischen Selbst-Nutzen-Maximierung. Es sind aber bei weitem nicht alle so. Es gibt sogar Unternehmerdie sich der Verantwortung gegenüber der Gesellschaft und den Mitarbeitern durchaus bewusst sind. Die Mehrzhl ist leider nicht so, vor allem die meisten Kapital-Gesellschaften wie es die AG sind.
Die meisten Kapitalgesellschaften sind bei uns GmbHs und nicht AGs und die haben ingesamt auch deutlich mehr Angestellte sind also viel wichtiger in Deutschland. Die meisten davon sind in Privatbesitz und denen sind die Angestellten in der Regel nicht egal, den meisten großen Unternehmen übrigens auch nicht. Meine Schwester arbeitet zum Beispiel in einer GmbH mit etwa 500 Angestellten, die bekommen deutlich mehr Gehalt als die Angestellten im Umkreis, weil der Laden ganz gut läuft und alle beteiligt werden, auch Urlaubsgeld und Co fallen recht üppig aus. Die werden auch nicht so gut bezahlt, weil sie super seltene Fachkräfte sind, der Chef könnte also deutlich mehr Geld für sich selber einstecken, wenn er sie nur "normal" bezahlen würde, wodurch auch niemand die Firma wechseln würde. Bei meinem Vater in der Firma ist auch jeder mit einem Bonus am Gewinn beteiligt, da läuft es allerdings nicht ganz so gut, aber so ungewöhnlich scheint das Konzept im Mittelstand also nicht zu sein. Es kann natürlich auch sein, dass die Chefs ganz egoistische Ziele damit verfolgen, also zufriedenere Arbeiter oder weniger Fluktuation oder ähnliches, aber solange es beiden Seiten hilft, spricht ja nichts dagegen. Wer hingegen eine Firma nur mit der Ausbeutung seiner Mitarbeiter aufrecht erhalten kann, wird über kurz oder lang vom Markt verschwinden, soetwas lassen sich höchsten ungelernte Angestellte längerfristig gefallen.

Benutzeravatar
BanDit
Fleet Captain
Beiträge: 1887
Registriert: 08.03.2004, 11:09
Wohnort: Frankfurt
Kontaktdaten:

Re: Tiefere Ursachen der Weltfinanzkrise

Ungelesener Beitrag von BanDit » 23.05.2010, 14:11

Sry, war missverständlich. Den Mittelstand meinte ich damit nicht, sondern vor allem die AGs die in erster Linie den Aktionären dienen, also dem Kapital.

Ganz im Gegenteil, wenn so etwas wie "verantwortungsvolles" Miteinander in Unternhemen gelebt wird, dann tatsächlich im Mittelstand. Aber dieser hat es ja, wie wir alle wissen, eben nicht leicht.

Deinem letzten Satz widerspreche ich jedoch. In Zeiten der Massen-Arbeitslosigkeit lassen sich das eben viele gefallen.
Oh man, ich hab STeVie die Sig geklaut!

H3LL S3RV4NT
Admiral
Beiträge: 14655
Registriert: 08.03.2004, 17:24
Wohnort: Magdeburg

Re: Tiefere Ursachen der Weltfinanzkrise

Ungelesener Beitrag von H3LL S3RV4NT » 23.05.2010, 14:19

Das Kapital wird bei einer FTS natürlich nicht komplett abgezogen, aber die Wirkung wird spürbar sein.
Altruistische Firmen - so komplett uneigennützig machen die das natürlich auch nicht, zum einen ist das gut fürs Image, zum anderen sind Spenden steuerlich begünstigt. Im Idealfall springt sogar mehr bei raus, als man aufwendet.
Kapitalgesellschaften sind, wie KoreaEnte schon erwähnte, regelmässig GmbHs (bei dubiosen Sachen dann Ltd oder UG). AGs sind im kleinen Mittelstand die Ausnahme, da dies keine Vorteile bringt. Ich hatte bisher nur mit einer einzigen zu tun und die war noch ein Relikt aus Zeiten, als damit SV-rechtliche Vorteile verbunden waren. Ich arbeite bei einer kleinen GmbH, die ihren Jahresüberschuss regelmässig an die Mitarbeiter ausschüttet, fürs letzte Jahr gabs 2,5 Monatsbrutto Sonderzahlung. Mein voriger Arbeitgeber war Einzelunternehmer, bei der man doch bitte seinen Büromüllbeutel selber zu Hause entsorgen sollte. Sicherlich nur eine Momentaufnahme, aber hier passt das Bild der bösen Kapitalgesellschaft absolut nicht ;)
Was verstehst du unter Verantwortung gegenüber der Gesellschaft und den Mitarbeitern? Sofern sich an die Gesetze gehalten wird, sind die Vorschriften hier in D mE schon ziemlich weitgreifend (Kündigungsschutz, Mindest-/Tariflöhne, Umweltvorschriften etc. pp.). Vielleicht sollte eher die Kontrolle ausgeweitet, insbesondere in sensiblen Bereichen, statt neue Hürden und Auflagen einzuführen, die die Ehrlichen weiter ausbremsen und die "Bösen" mangels Kontrollen und Folgen eh nicht beachten. Aber auch dem Verbraucher gebe ich wieder eine Mitschuld - gekauft wird der billigste Sch**ss in der Billigkette. Das man damit keine Verkäuferin ordentlich nach Tarif bezahlen kann und die Ware aus Sweatshops in Asien kommt, interessiert doch keine Sau, Hauptsache billig. Überspitzt formuliert könnte man sagen, die Konsumenten zwingen die "bösen" Firmen zu deren Geschäftsgebahren...
Ob ich zu den 10% gehören werde, weiss ich nicht. Als angehender Steuerberater bin ich nach deiner Diktion vermutlich mindestens deren Wasserträger ;)
Koreasente letztem Satz widerspreche ich aber auch im Bereich des Niedriglohns, also bspw. die Verkäuferin in einer Drogeriekette, die natürlich alle rechtlich selbständig sind und unter 10 Mitarbeiter haben, damit man keinen Betriebsrat braucht...
>kq

Benutzeravatar
BanDit
Fleet Captain
Beiträge: 1887
Registriert: 08.03.2004, 11:09
Wohnort: Frankfurt
Kontaktdaten:

Re: Tiefere Ursachen der Weltfinanzkrise

Ungelesener Beitrag von BanDit » 23.05.2010, 15:30

H3LL S3RV4NT hat geschrieben: Was verstehst du unter Verantwortung gegenüber der Gesellschaft und den Mitarbeitern? Sofern sich an die Gesetze gehalten wird, sind die Vorschriften hier in D mE schon ziemlich weitgreifend (Kündigungsschutz, Mindest-/Tariflöhne, Umweltvorschriften etc. pp.). Vielleicht sollte eher die Kontrolle ausgeweitet, insbesondere in sensiblen Bereichen, statt neue Hürden und Auflagen einzuführen, die die Ehrlichen weiter ausbremsen und die "Bösen" mangels Kontrollen und Folgen eh nicht beachten. Aber auch dem Verbraucher gebe ich wieder eine Mitschuld - gekauft wird der billigste Sch**ss in der Billigkette. Das man damit keine Verkäuferin ordentlich nach Tarif bezahlen kann und die Ware aus Sweatshops in Asien kommt, interessiert doch keine Sau, Hauptsache billig. Überspitzt formuliert könnte man sagen, die Konsumenten zwingen die "bösen" Firmen zu deren Geschäftsgebahren...
Da sprichst du genau das richtige an. Nur dass deine Erklärung zu kurz greift. Ich sehe hier die Auswirkung als Ursache an, und die Ursache als Auswirkung. Du genau andersrum. Der Kündigungsschutz ist nur noch ein Überbleibsel der ehemaligen sozialen Marktwirtschaft.

Der Kapitalismus zwingt die Unternehmer immer wieder dazu den Gewinn zu maximieren. Ich denke das siehst du genauso.
Aber eben nicht nur auf ein Unternehmen bezogen, sonderen eben im Wettbewerb mit anderen Unternehmen dem sie sich stellen müssen. Im Kapitalismus kann nicht jeder Unternehmer Gewinne erzielen. Nur die die auf Dauer noch effizienter arbeiten überleben. Letztlich ist es ein Verdrängungwettbewerb der unter anderem mit immer weiter sinkenden Löhnen bzw. Lohnstück-Kosten ausgetragen wird und damit über den Preis geht. Dass die Angestellten/Proletarier dann Ihren "eigenen" Sch**ss essen/kaufen müssen ist also eine Folge dessen. Viele müssen eben den billigen Sch**ss kaufen, weil Sie sich nix anderes mehr leisten können. Für die oberen 10.000 ist es ein leichtes zu sagen: Kauft doch nicht den billigen Schrott. Die da unten sagen wiederum: Gebt uns mehr Geld. Das wiederum würde den oberen 10.000 nicht in den Kram passen, weil damit wieder der Gewinn nicht maximiert werden kann. Wiederum ein selbstzerstörerischer Kreislauf. Und da dann in der Real-Wirtschaft immer weniger zu verdienen ist, suchen sich die Kapitalisten eine Schattenwirtschaft (Finanz-System) und spielen im großen Stile Roulette und die Politik/Gesellschaft finanziert das Casino. Mit der Begründung dass doch die Banken (Kapitalisten) systemrelevant sind. Dadurch hat die Bevölkerung noch weniger Geld. Schon wieder ein Teufelskreislauf. Unglaublich pervers. Wieso stagniert denn unsere Binnenwirtschaft?? Wieso verdienen wir nur noch auf Kosten anderer? Wieso sind wir Export-Weltmeister? Weil hier eben nix mehr zu holen ist.

Ich denke hier wird unser Karl Marx im Endeffekt recht behalten. Der Kapitalismus wird sich auf Dauer selbst den Boden/Spielplatz unter den Füssen wegziehen. Punkt !
Nur stehen jetzt schon die Gewinner fest, und das ist unfair/ungerecht!

Statt den Fokus auf die zu legen, die tatsächlich einen Mehrwert generieren (Arbeiter) und damit erst den Gewinn ermöglichen, liegt der Fokus doch heutzutage ausschliesslich beim Kapital. Wer bitte zweifelt das noch an?? Sind wir alle blind? Oder wollen wir es uns einfach nicht eingestehen?


Insgesamt betrachtet sind es in meinen Augen 2 Probleme die uns ins diese Situation gebracht haben:

1. Kapitalismus mit all seinen Auswüchsen ( Gewinnmaximiereung, Kapitalorientierung, Globalisierung etc.)
2. Geldsystem mit all seinen Fehlern die sich erst über einige Jahrzehnte erzwungermassen einstellen (Zins-System, Ungedecktes Geld etc.)

Was ich bezüglich des Problem 1 sehr interessant finde, ist der Gewissenskonflikt der so wichtigen Mittelschicht. Ganz gut hier beschrieben:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 60,00.html

Und am End nicht ganz unwichtig ist eine Tatsache tiefenpsychologischer Natur. Egoismus/Altruismus. Da kann man aber gleich nen neuen Thread aufmachen.
Zuletzt geändert von BanDit am 23.05.2010, 15:50, insgesamt 3-mal geändert.
Oh man, ich hab STeVie die Sig geklaut!

H3LL S3RV4NT
Admiral
Beiträge: 14655
Registriert: 08.03.2004, 17:24
Wohnort: Magdeburg

Re: Tiefere Ursachen der Weltfinanzkrise

Ungelesener Beitrag von H3LL S3RV4NT » 23.05.2010, 16:04

Solange alleine in Deutschland 20 Mrd. € für Tabak und 17 Mrd. € für Alkohol ausgegeben werden (mMn mit einer negativen Korrelation zum erzielten Erwerbseinkommen), ist das Bild des verarmten kleinen Malochers als Massenphänomen hinfällig.
Du verwechselst Gewinnerzielung und Gewinnmaximierung. Ersteres ist essentiell für eine Firma, letztere kann man machen, muss man aber nicht. Findet man eher bei AGs, wo man halt shareholder-value statt stakeholder-value hochhält und durch suboptimale Vergütungsstrukturen auch noch fördert. Solange eine kleine mittelständische GmbH genug Gewinn macht, damit neben Geschäftsführergehalt auch eine angemessene Gewinnausschüttung an die Gesellschafter tätigen kann, sind die zufrieden. Mehr Gewinn heisst ja auch mehr Steuern und das wollen die nicht ;)
Wenn der Kapitalismus laut Marx nicht funktioniert, warum sind dann die sozialistischen Staaten alle noch schneller zusammengebrochen?
>kq

Benutzeravatar
BanDit
Fleet Captain
Beiträge: 1887
Registriert: 08.03.2004, 11:09
Wohnort: Frankfurt
Kontaktdaten:

Re: Tiefere Ursachen der Weltfinanzkrise

Ungelesener Beitrag von BanDit » 23.05.2010, 16:45

Wieso du jetzt mit Alkohol und Tabak-Umsätzen kommst..... keine Ahnung. Willst du damit sagen, dass nur die Arbeiter saufen und rauchen? Wie kurz ist das denn gedacht? Oder soll das heissen: Es sollen nur die Saufen und Rauchen die sich das leisten können? Wie auch immer, das hört sich sehr nach der Polemik unseres Aussenministers an. Sehr gefährlich wie ich finde. Spätrömische Dekadenz? Was kostet eine Magnum-Flasche Champagner? Was eine 6-Pack ausm Aldi? Hast Du die Zahlen auch vor diesem Hintergrund mal betachtet??? Was willst du überhaupt damit aussagen? Wir haben kein Problem solange das Geld nicht für Kippen/Alkohol verbraucht wird?

Mit den AGs hast du Recht, daher meinte ich ja weiter oben, dass gerade die AGs nur noch Kapitalorientiert sind. Und die Politik macht Politik genau für diese Klientel.

Meines Erachtens funktioniert der Kapitalismus nur im Momentum. Aber anscheinend nicht auf Dauer. Zumindest nicht mit diesen (neo-liberalien) Regeln die wir heute haben.
Beim Kommunismus sehe ich allerdings ebenfalls Probleme. Nicht umsonst ist dieser auch gescheitert. Daher bin ich da auch kein wirklicher Freund davon. Dort fehlt mir ein ausreichendes Anreiz-System.

Aber der erste Schritt zur Änderung ist nun mal die Erktennis darüber, dass etwas im System nicht stimmt. Aber diese Erkenntnis hast Du leider immer noch nicht. Du doktorst immer wieder an Symptomen rum. Genau wie die Politik die uns damit weismachen will Sie macht Politik für alle!
Oh man, ich hab STeVie die Sig geklaut!

H3LL S3RV4NT
Admiral
Beiträge: 14655
Registriert: 08.03.2004, 17:24
Wohnort: Magdeburg

Re: Tiefere Ursachen der Weltfinanzkrise

Ungelesener Beitrag von H3LL S3RV4NT » 23.05.2010, 17:52

Solange das Geld für Unmengen an Kippen und Alk reicht, ist man nicht so arm, dass man bloss das billigste Essen kaufen muss. Und ja, der Konsum der vorgenannten Suchtmittel ist mit dem IQ und dem Einkommen korreliert. Provokant ausgedrückt: würde der Arbeiter weniger quarzen und saufen, stattdessen faire einheimische Produkte kaufen, ginge es allen besser.
AG - ich hab leider nur steinalte Zahlen, aber 2003 gabs gerade mal 15.000 Aktiengesellschaften (davon die wenigsten börsennotiert, wo Probleme mit dem shareholder-value auftauchen) und Destatis zeigt rund 600.000 Kapitalgesellschaften für 2007 an. Von daher ist die Aussage, dass die Politik nur die Interessen der AG durchsetzt, an den Haaren herbeigezogen. Ich lasse mich aber gerne von konkreten Beispielen eines Besseren belehren. Ich hoffe, dass du damit nicht Sachen wie Senkung des Körperschaftsteuersatzes auf 15% meinst?
>kq

Benutzeravatar
BanDit
Fleet Captain
Beiträge: 1887
Registriert: 08.03.2004, 11:09
Wohnort: Frankfurt
Kontaktdaten:

Re: Tiefere Ursachen der Weltfinanzkrise

Ungelesener Beitrag von BanDit » 23.05.2010, 19:37

H3LL S3RV4NT hat geschrieben:Solange das Geld für Unmengen an Kippen und Alk reicht, ist man nicht so arm, dass man bloss das billigste Essen kaufen muss. Und ja, der Konsum der vorgenannten Suchtmittel ist mit dem IQ und dem Einkommen korreliert. Provokant ausgedrückt: würde der Arbeiter weniger quarzen und saufen, stattdessen faire einheimische Produkte kaufen, ginge es allen besser.
......
>kq
Also statt dass alle mit anpacken, so wie es ja in einer Solidar-Gemeinschaft sein sollte, sollen sich die faulen Hunde doch gefälligst selbst an den Haaren herausziehen?? Und je mehr Hunde es werden, desto mehr Selbstverschulden muss ja dahinterstecken? Und es rauchen ja auch alle Arbeitslose, und saufen tun Sie ja auch alle. Sorry, aber platter gehts ja kaum.Sind ja eh alle faul. Fehlt nur noch dass du das alte Vorurteil über die Ausländer auspackst und schon sind wir da wo wir nicht sein sollten. Genau diese Denke hat uns hierher gebracht wo wir sind. Dazu passt auch wunderbar der spiegel.de-Kommentar den ich vorhin gepostet habe. Bitte unbedingt lesen, eine sehr interessante These. Denn wenn wir die gleiche Denke beibehalten, werden wir uns wundern wenn wir plötzlich selbst zur Unterschicht gehören.

Darf ich fragen welcher Partei du zutraust die heutigen Probleme zu lösen?

Interessant ist jedoch Deine Passage "stattdessen faire einheimische Produkte kaufen" . Das erstaunt mich ja jetzt doch ein bischen. Steckt da etwa ein heimlicher Globalisierungsgegner in Dir? Denn da gebe ich Dir bedingt recht. Die Globalisierung ist nämlich ein Konstrukt der nur wenigen zu Gute kommt.
Zuletzt geändert von BanDit am 23.05.2010, 19:50, insgesamt 3-mal geändert.
Oh man, ich hab STeVie die Sig geklaut!

H3LL S3RV4NT
Admiral
Beiträge: 14655
Registriert: 08.03.2004, 17:24
Wohnort: Magdeburg

Re: Tiefere Ursachen der Weltfinanzkrise

Ungelesener Beitrag von H3LL S3RV4NT » 23.05.2010, 19:57

Ich hoffe, ich muss dir jetzt nicht wirklich die Bedeutung von Korrelation erklären?
Globalisierungsgegner - nicht wirklich, Spezialisierung und steigende Skalenerträge machen Sinn und sind grundsätzlich für beide Seiten sinnvoll. Aber warum man bspw. hier in Magdeburg in den Supermärkten nur eingeflogene ägyptische Kartoffeln kaufen kann, nicht aber von den einheimischen Bauern des Umlands (die Geld dafür bekommen, dass sie ihre Flächen stilllegen), da fragt man sich schon manchmal nach dem Sinn. Oder aber ob Kleidungsstücke für 3€ aus Veronas Lieblingsladen wirklich die Qualität ist, die ich meinem Körper antun will und deren Produktionsbedingungen ich ethisch unterstützen kann?
Als Beispiel zu Konsumentenverursachung - nach der Wende hat kein Ossi mehr Rotkäppchensekt gekauft, sondern die Plürre aus dem goldenen Westen. Ende vom Lied war, dass der ganze Schuppen für einen schäbigen Euro an Eckes-Granini ging. Der Ossi hat also durch Kauf von Westsekt Rotkäppchen in den Ruin gesoffen.
>kq
Zuletzt geändert von H3LL S3RV4NT am 23.05.2010, 19:59, insgesamt 1-mal geändert.

Benutzeravatar
BanDit
Fleet Captain
Beiträge: 1887
Registriert: 08.03.2004, 11:09
Wohnort: Frankfurt
Kontaktdaten:

Re: Tiefere Ursachen der Weltfinanzkrise

Ungelesener Beitrag von BanDit » 23.05.2010, 20:17

Glaube wir kommen nicht weiter, mal wieder :)

Nein, du brauchst mir Korrelation nicht erklären. Wie du aber selbst geschrieben hast ist das nur Deine Meinung und entspreicht demnach nicht unbedingt der Wahrheit (mMn mit einer negativen Korrelation zum erzielten Erwerbseinkommen)

Und dass du jetzt den Ossis die Schuld an Rotkäppchens Untergang gibst passt wunderbar in Dein Weltbild. Ich dachte du befürwortest den Kapitalismus. Da ist das eben so, dass der Konsument entscheidet was er konsumieren will. Damit können Konkurrenten eben auch vom Markt verschwinden. Statt also zu sagen: Die Ossis haben es nicht geschafft Rotkäppchen zu retten, könnte man ja auch sagen: Rotkäppchen hat es nicht geschafft im Westen Fuss zu fassen?!

Den Kapitalismus immer zu verherrlichen, da wo er funktioniert ist eine Sache. Negative Seiten des Kapitalismus dann aber den getriebenen Konsumenten bzw. den Arbeitslosen in die Schuhe zu schieben ist eine andere und zeugt nicht gerade von Weitsicht.

Ich schau mir jetzt gleich diesen Beitrag an: http://www.youtube.com/watch?v=o0x8_Dln ... re=related

Achtung, KEIN Mainstream :)
Zuletzt geändert von BanDit am 23.05.2010, 20:18, insgesamt 1-mal geändert.
Oh man, ich hab STeVie die Sig geklaut!

Benutzeravatar
BanDit
Fleet Captain
Beiträge: 1887
Registriert: 08.03.2004, 11:09
Wohnort: Frankfurt
Kontaktdaten:

Re: Tiefere Ursachen der Weltfinanzkrise

Ungelesener Beitrag von BanDit » 23.05.2010, 21:38

Der kleine "Bernd-Senf-Verschnitt" kommt letztlich auf die gleiche mathematische Zwangsneurose namens Exponential-Funktion, allerdings leitet er das etwas anders her. Nicht der Zins alleine ist dafür verantwortlich, sondern auch zum großen Teil die Definition des Kapitalismus. Letztlich geht es Ihm darum, dass das ganz "nur" ein steigendes Verteilungsproblem ist. Es gibt genug für alle. Nur konzentriert sich alles immer mehr und mehr auf einige wenige. Es kommt sogar der Begriff "Altruismus" vor ;)

Was ich gut finde: Er versucht keine Schwarz/Weiss-Malerei darzustellen. Und er versucht zumindest Lösungsaspekte aufzuzeigen (z.B. die Monetative).

Sehr interessantes Rand-Detail: der Typ war wohl Mitbegründer von infokrieg

Ups... jetzt werde ich bestimmt als Verschörungstheoretiker abgestempelt :)



Und zum Ende des Tages der Pispers der Woche

http://www.youtube.com/watch?v=wUNT-THp ... re=related
Zuletzt geändert von BanDit am 24.05.2010, 00:11, insgesamt 8-mal geändert.
Oh man, ich hab STeVie die Sig geklaut!

Benutzeravatar
BanDit
Fleet Captain
Beiträge: 1887
Registriert: 08.03.2004, 11:09
Wohnort: Frankfurt
Kontaktdaten:

Re: Tiefere Ursachen der Weltfinanzkrise

Ungelesener Beitrag von BanDit » 26.05.2010, 13:29

Eigentlich nix neues, aber immer wieder ernüchternd wo gespaart werden soll:

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32684/1.html
Oh man, ich hab STeVie die Sig geklaut!

H3LL S3RV4NT
Admiral
Beiträge: 14655
Registriert: 08.03.2004, 17:24
Wohnort: Magdeburg

Re: Tiefere Ursachen der Weltfinanzkrise

Ungelesener Beitrag von H3LL S3RV4NT » 26.05.2010, 20:30

Falscher Link? Da steht nix von sparen, nur ein Zeugnis davon, dass der Rollifahrer Rendite nicht von Eigenkapitalrendite unterscheiden kann...
>kq

Benutzeravatar
BanDit
Fleet Captain
Beiträge: 1887
Registriert: 08.03.2004, 11:09
Wohnort: Frankfurt
Kontaktdaten:

Re: Tiefere Ursachen der Weltfinanzkrise

Ungelesener Beitrag von BanDit » 26.05.2010, 21:37

...Auf Nachfrage muss schließlich auch Schäuble zugeben, dass er "fürchtet", eine internationale Finanztransaktionssteuer werde an der US-Regierung scheitern. Das Geld, dass sie oder eine progressive Bankensteuer in die Kassen spülen würde, will er sich stattdessen woanders holen: Er sei sich, so der Finanzminister gegenüber der FAZ, mit Arbeitsministerin Ursula von der Leyen einig, dass es bei den sozialen Sicherungssystemen noch "erheblichen Spielraum" für Einsparungen gebe. ...
Oh man, ich hab STeVie die Sig geklaut!

Benutzeravatar
BanDit
Fleet Captain
Beiträge: 1887
Registriert: 08.03.2004, 11:09
Wohnort: Frankfurt
Kontaktdaten:

Re: Tiefere Ursachen der Weltfinanzkrise

Ungelesener Beitrag von BanDit » 31.05.2010, 23:13

Hier mal wieder ein Link zum Film "Lets make money". Glaube der war hier schonmal verlinkt, wurde dann aber von youtube entfernt. Jetzt kann man ihn sich wieder anschauen.

http://www.youtube.com/watch?v=TBi2ihQnw2Q

Kurz zusammengefasst spricht der Filme die negativen Seiten von Kapitalismus, Globalisierung und Rendite/Investitionswahn an. (Diese soll es ja angeblich geben, auch wenns einige nicht wahr haben wollen)

Überhaupt nicht gut weg kommt dabei der IWF, wo ja auch unser verschiedener Bundespräsident jahrelang Chef war. Das Konstrukt IWF ist demnach nichts anderes als der verlängerte Arm des Kapitals. Die Weltbank reiht sich gleich mit ein.

Sehr krass fand ich den Beitrag zu Bukino Faso. Dort wird dann ersichtlich wie im Westen bzw. in den Großburgen des Kapitalsimus gerne mal mit zweierlei Mass gemessen wird (Stichwort Marktöffnung vs. Subventionen).

Ausserdem wird Spanien, eines unserer aktuellen Krisenländer, im Hinblick auf die dort herschende Imobilienkrise angerissen. Einfach unglaublich was dort für Betonmonster hingeklatscht wurden...... kann man nur mit dem Kopf schütteln.

Der Film lebt von den Bildern und der melancholischen Grundstimmung. Letzlich reisst der Film nur die Oberfläche an, aber für viele ist auch schon diese Oberfläche ernüchternd.
Antworten auf die vielen Fragen gibt es allerdings keine.

Wer den Film nicht kennt, sich aber für das Thema interessiert -> definitiv anschauen!
Zuletzt geändert von BanDit am 31.05.2010, 23:16, insgesamt 1-mal geändert.
Oh man, ich hab STeVie die Sig geklaut!

Benutzeravatar
BanDit
Fleet Captain
Beiträge: 1887
Registriert: 08.03.2004, 11:09
Wohnort: Frankfurt
Kontaktdaten:

Re: Tiefere Ursachen der Weltfinanzkrise

Ungelesener Beitrag von BanDit » 02.06.2010, 22:24

Wachstum, Wachstum über alles.

Wieso wir immer mehr konsumieren müssen und wir immer schnellere Produktzyklen haben, bzw. wieso dies zusammenhängt:

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/14/14904/1.html

Ganz interessant, da der Artikel schon 7 Jahre alt ist. Ganz losgelöst von der so verabscheuten Zinskritik, aber auch hier wieder der Bezug zum exp. Wachstum.

Oder ist noch niemanden aufgefallen dass der Trend immer mehr und mehr zum zweit-PC, zweit-Handy, zweit-Auto, zweit-Fernseher, zweit-Konsole etc. geht, bzw. gehen muss?? Achja, und das ganze natürlich auf Pump !!!!

Wieso kapiert das einfach niemand? Sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht, bzw. den Kapitalismus vor lauter Konsum??
Zuletzt geändert von BanDit am 03.06.2010, 04:55, insgesamt 2-mal geändert.
Oh man, ich hab STeVie die Sig geklaut!

Benutzeravatar
Soulprayer
Admiral
Turtleboard Veteran
Turtleboard Veteran
Beiträge: 12844
Registriert: 01.07.2004, 20:42
Wohnort: Solingen

Re: Tiefere Ursachen der Weltfinanzkrise

Ungelesener Beitrag von Soulprayer » 03.06.2010, 03:59

Was erwartest Du in einem Land, wo dieses naive, dumme, dilettantisches Stück von der Leyen als Top-Kandidat für das Präsidentenamt gehandelt wird, während der alte Präsident Köhler aus verletztem Stolz oder Eitelkeit den Posten mitten in der Finanzkrise abgibt?
Was ist das für ein Vorbild??? Da passt ja total zu dem Üblichen Klugen vs Dummen Szenario "Der Klügere gibt nach".

Scheitert die Politik, scheitert das Volk - und warum? Weil keine vernünftige Politik gemacht wird.

Nenn mir aktuell einen Politiker, NUR EINEN, der irgendwas Gscheites drauf hat!
Und dann erklär mir, warum dieser Politiker nicht in der Bundesregierung sitzt.

Der Fehler liegt im System, die Reichen bleiben Reich, die Armen werden ärmer, und den Mittelstand kann die Politik ausrauben.

Hier in NRW war vor nicht allzulanger Zeit Wahl, größte Schlappe ever mit CDU und so, ja toll, bei wieviel Wählerbeteiligung?
59,3 % waren es. 40,7 % der Bevölkerung glaubt nicht an den Kram, den die Politiker verzetteln.
Die Frustrierten, wählen was anderes, und die noch mehr Frustrierten (s.o. 2/5 der Wahlberechtigten) gehen erst gar nicht zur Wahl, WEIL ES NICHTS BESSERES GIBT. Und gerade das ist die Tendenz hier in Deutschland, weil diese Nulpen in der Politik einfach nichts drauf haben, geht auch ein großteil der Bevölkerung nicht zur Wahl.
Zuletzt geändert von Soulprayer am 03.06.2010, 04:20, insgesamt 5-mal geändert.
Ich bin ein UFO - ein unheimlich faules Objekt.

Benutzeravatar
BanDit
Fleet Captain
Beiträge: 1887
Registriert: 08.03.2004, 11:09
Wohnort: Frankfurt
Kontaktdaten:

Re: Tiefere Ursachen der Weltfinanzkrise

Ungelesener Beitrag von BanDit » 03.06.2010, 04:16

Ich kann hier nur nochmal den Artikel verlinken:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 60,00.html

Das passt wie die Faust aufs Auge!
Oh man, ich hab STeVie die Sig geklaut!

Benutzeravatar
Soulprayer
Admiral
Turtleboard Veteran
Turtleboard Veteran
Beiträge: 12844
Registriert: 01.07.2004, 20:42
Wohnort: Solingen

Re: Tiefere Ursachen der Weltfinanzkrise

Ungelesener Beitrag von Soulprayer » 03.06.2010, 04:23

Aha, ich hab den schon früher gelesen und ich kann dem nur zustimmen.
Mich regts derzeit total auf dass diese Nulpe von der Leyen als Kandidat fürs Präsidentenamt gehandelt wird.
Nur schade, daß politische Aktivisten in der Regierung schnell mundtot gemacht werden, wie soll sich da was ändern?
Ich rede hier gerad vom System Politik und Demokratie hier in Deutschland - einfach zum Kotzen ;)
Zuletzt geändert von Soulprayer am 03.06.2010, 04:25, insgesamt 1-mal geändert.
Ich bin ein UFO - ein unheimlich faules Objekt.

Benutzeravatar
BanDit
Fleet Captain
Beiträge: 1887
Registriert: 08.03.2004, 11:09
Wohnort: Frankfurt
Kontaktdaten:

Re: Tiefere Ursachen der Weltfinanzkrise

Ungelesener Beitrag von BanDit » 03.06.2010, 04:31

Es muss erst noch schlimmer werden bevor sich was ändern kann.


Hier noch ein "Elefanten"-Treffen der Finanz/Wirtschafts-Größen Eichel, Henkel und dem Hr. Müller bei Markus Lanz. Obwohl ich den Lanz mal gar nicht mag, fand ich die Sendung sehr interessant, und der souveränste war m.E. der Hr. Müller (auch wenn er passionierter Aktienhändler ist), danach der Eichel und dann wie erwartet am Ende, Henkel. Der Mann (Dirk Müller) spricht einfach die Wahrheit. Und die ist manchmal ganz einfach.

http://www.youtube.com/watch?v=E24O4Tto ... re=related
Zuletzt geändert von BanDit am 03.06.2010, 04:41, insgesamt 3-mal geändert.
Oh man, ich hab STeVie die Sig geklaut!

Benutzeravatar
BanDit
Fleet Captain
Beiträge: 1887
Registriert: 08.03.2004, 11:09
Wohnort: Frankfurt
Kontaktdaten:

Re: Tiefere Ursachen der Weltfinanzkrise

Ungelesener Beitrag von BanDit » 08.06.2010, 13:53

Überlegungen zum Vollgeld-System. Möglicherweise befinden wir uns sogar schon auf dem Weg zu einer neuen Geldordnung. Zumindest lässt der Artikel diese Frage zu:

http://www.ftd.de/politik/konjunktur/:v ... 22704.html

DAS ist m.E. tatsächlich eine Überlegung die zumindest versucht die systematischen Ursachen ausfindig zu machen. Und wer sich näher mit der Geldschöpfungstheorie der Geschäftsbanken beschäftigt, wird dem wohl auch zustimmen.
Oh man, ich hab STeVie die Sig geklaut!

Benutzeravatar
BanDit
Fleet Captain
Beiträge: 1887
Registriert: 08.03.2004, 11:09
Wohnort: Frankfurt
Kontaktdaten:

Re: Tiefere Ursachen der Weltfinanzkrise

Ungelesener Beitrag von BanDit » 14.06.2010, 19:40

http://wirtschaftquerschuss.blogspot.co ... tamps.html

40 Millionen US-Bürger die auf Essens-Marken angewiesen sind. Gleichzeitig aber wächst die Wirtschaft und die privaten Vermögen wachsen an. Die tausend € frage: wie passt das zusammen??
Die Einkommen und Vermögens-Verteilung in den Staaten ist nochmal eine Spur härter ausgeprägt als in Deutschland. Das Land der unbegrenzen Möglichkeiten zeigt uns gerade was uns in Zukunft erwartet. Zumindest wenn es so weitergeht wie bisher

update:

aktuelle DIW-Studie belegt quasi die Entwicklung --> http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 87,00.html
Zuletzt geändert von BanDit am 15.06.2010, 21:55, insgesamt 1-mal geändert.
Oh man, ich hab STeVie die Sig geklaut!

Benutzeravatar
BanDit
Fleet Captain
Beiträge: 1887
Registriert: 08.03.2004, 11:09
Wohnort: Frankfurt
Kontaktdaten:

Re: Tiefere Ursachen der Weltfinanzkrise

Ungelesener Beitrag von BanDit » 17.06.2010, 17:19

Oh man, ich hab STeVie die Sig geklaut!

Antworten