Tiefere Ursachen der Weltfinanzkrise

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Soulprayer
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Re: Tiefere Ursachen der Weltfinanzkrise

Ungelesener Beitrag von Soulprayer » 02.11.2009, 07:35

Haha, hab ich vor kurzem gefunden ^^
(guckt auch mal auf die Kopfnote xD)
273mehrwertsteuer_befreiung.jpg
Ich bin ein UFO - ein unheimlich faules Objekt.

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Re: Tiefere Ursachen der Weltfinanzkrise

Ungelesener Beitrag von BanDit » 02.11.2009, 09:54

Ich finde man muss einfach 2 Sachen unterscheiden:

Dass es reiche und arme gibt ist vollkommen i.O. Wir leben tatsächlich in einer Leistungsgesellschaft mit einer sozialen Komponente. Eine auf absolute Gleichstellung getrimmte Politik ist totaler Blödsinn. Denke da sind wir uns alle einig. Die die arbeiten und viel leisten sollen natürliche entsprechend mehr vom Kuchen abhaben. Total sinnig und fair!

Allerdings:

Teilweise reicht eine Vollzeitbeschäftigung gar nicht mehr aus um sein Lebensunterhalt zu verdienen. Zur gleichen Zeit steigen jedoch die Boni, Gehälter, Vermögen der oberen 10% immer weiter und weiter. Und das liegt nicht daran, dass die oberen 10% besonders fleissig oder die Leistungsträgerschicht ist. Und das hat hier nix mit Neid zu tun! Klar gibt es und gab es immer Neid. Aber die Probleme nur mit dem Faktor Neid erklären zu wollen ist gelinde gesagt Schwachsinn. Neid fördert keine Arbeitslosigkeit oder verursach Umverteilung.

@Hell: Für dich ist es ja gar nicht erstrebenswert alle gleich zu behandeln. Allerdings ist die Aussage noch nicht präzise genug. Ich sag mal so, "Reich soll reich bleiben und arm soll arm bleiben" ist eine andere Aussage als: "Reich soll immer reicher werden, auf Kosten der Armen". Und um diesen feinen Unterschied geht es mir in der ganzen Diskussion. Immer mehr und mehr Menschen sind vom potentiellen Aufstieg in der Gesellschaft ausgeschlossen worden, sogar die die wollen, können teilweise nicht. Daher jetzt die Gegenfrage: Ist denn das erstrebenswert? Wenn Du das wie ich ebenfalls nicht erstrebenswert findest, was ist eigentlich die Ursache dafür??

Die Politik?
Die faule Unterschicht?
Die fleissige Oberschicht?
Das System?
Der Zins?
Die Globalisierung?

Irgendwas muss ja der Grund sein!

Meiner Meinung nach versucht die Politik immer nur an den aktuell besonders akuten Symptomen rumzudoktorn. Die Ursache wurde in den letzten Jahren nie wirklich angepakt. Ganz im Gegenteil. Die negativen Effekte (Umverteilung von unten nach oben, Privatisierung von Allgemein-Gütern etc.) wurden besonders gepusht, in der Hoffnung der Markt findet ein Gleichgewicht. Der Markt wird es schon richten. "Wachstum Wachstum über alles....."
Wieso sind wir denn so derart davon abhängig zu wachsen? Dabei reichen ja 1-2% pro Jahr mittlerweile auch nicht mehr aus. Mittlerweile brauchen wir 5-6 % damit das ganze noch funktioniert. Wieso ist das so? Liegt nicht zufällig daran, dass es Systembedingt ist? Obwohl die Wirtschaft insgesamt gesehen die letzten 2 Jahrzente gewachsen ist, ist der Schuldenberg geradezu explodiert ! Und Vermögen der oberen 10% ebenfalls. Allein durch den letzten Aufschwung sind bei den oberen 10% ca. 1.000.000.000.000 (1 Billionen) an Vermögen hinzugekommen. Da passt doch was nicht?! Oder etwa doch? Schulden und Vermögen scheinen irgendwie ja gekoppelt zu sein.

Wiese explodiert die Geldmenge? Die Güterproduktion kommt mit dem Geldwachstum ja kaum nach. Seltsam, oder? Darauf hätte ich gerne eine Antwort. Und der Hohn ist: Da wird auf Regierungsebene entschieden, dass 20 Mio Euro für Obst an den Schulen zu viel Geld sind, aber hundere von Milliarden fliessen in die System-Relevanten Finanzinstitute. Was ist das für ein Monster im Hintergrund, was so viel Geld verschlingt und immer mehr und mehr braucht. Ich kann mich erinnern als die Deutsche Bank vor einigen Jahren mal 50 Mio. versemmelt hatte. Damals hiess es noch "Peanuts". Ein Aufschrei durch die Gesellschaft. Wie kann man bei 50. Mio nur von Peanuts reden. Heute sollte die DB recht behalten haben. Wir werden uns an die zusätzlichen 3 Nullen gewöhnen müssen! Vielleicht kommen ja bald weitere 3 Nullen dazu. Wenn ich an den Derivate-Markt denke, wo mittlerweile mehrere hundert Billionen (!) schlummern, sehne ich mich nach der Zeit der Erdnüsse zurück.


Hier auch eine Initiative der evang. Kirche:

http://www.evangelisch.de/themen/wirtsc ... zinsen5622

Wenn man das ganze einfach mal unvoreingenommen auf sich wirken lässt, wiegen die Nachteile des Zinses viel größer als die Vorteile (die es natürlich auch hat, aber eben nur für wenige).
Zuletzt geändert von BanDit am 02.11.2009, 17:55, insgesamt 5-mal geändert.
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Re: Tiefere Ursachen der Weltfinanzkrise

Ungelesener Beitrag von H3LL S3RV4NT » 02.11.2009, 20:33

Bessserverdiener haben höhere flexible Gehaltsanteile (Boni über Zielvereinbarungen) und/oder Beteiligungen an Kapitalgesellschaften. Wenn du das auch für Geringverdiener willst, haben die dann aber ein Problem, wenn der flexible Teil wegen schlechter Ergebnisse wegfällt. Zudem ist es schon aus Anreizgründen nicht wirklich ratsam, bei niederen Positionen bspw. aktienkursorientiert zu bezahlen, da diese kaum Einfluss auf den Kurs haben.
Falls du eher in Richtung Mindestlohn denkst - hat ein Schulabbrecher wirklich volle 10€ die Stunde verdient? Sind wirklich alle Tätigkeiten die 10€, die für den Arbeitgeber jedoch eher 13€ sind, wert? Das sind immerhin rund 20T€ pro Jahr, gerade mal 20% unterm Durchschnittseinkommen.
Verwehrter Aufstieg - meinst du bei der Bildungspolitik oder bei Jobs?
Ursachen:
- Politik, da durch Lobbyarbeit und Kompromisse verschiedener Lager verwässert.
- faule Unterschicht, da gibt es zuviele, auch wenn es beileibe nicht alle sind
- fleissige Oberschicht, nö
- das System, wenn damit die Geiz-ist-Geil-Gesellschaft gemeint ist, ja; wenn nur der billigste Scheiss gekauft wird, ist es doch kein Wunder, dass in D mit tendenziell hohen Löhnen nix mehr geht
- der Zins, nicht der Zins oder das Zinssystem an sich, sondern die schlechte Koordination der Zentralbanken, hier insbesondere USA und Japan
- Globalisierung, jupp, D mit eher wenig Ressourcen und höheren Lohnkosten kann quasi nur Ingenieurskunst Paroli bieten, zusammen mit der fortschreitenden Technologisierung der Gnadenschuss für Beschäftigung niedrigqualifizierter
Wachstum brauchst du, da ansonsten die Beschäftigung sinkt (Effizienzsteigerung, technischer Fortschritt).
1 Billionen Vermögen - wie schon gesagt, über einen deutlich höheren Anteil an KapGes logisch. Zudem ist der Wert nicht übermässig hoch, alleine die 10 reichsten verfügen über ~90 Mrd. Euro. Allerdings kann dieses Vermögen auch ganz schnell wieder weg sein (vor anderthalb Jahren lagen die reichsten 10 noch bei 130 Mrd.). Vermögen bedeutet nicht, dass die Leute das Geld auf der Bank liegen haben. Das Geld steckt in Firmen und Depots, geraten die Firmen in die Krise, sinkt der Wert. Ich verweise erneut auf Schickedanz und Merckle.
Systemrelevante Banken - die HRE ist stark bei Pfandbriefen, eine derartige Bank ist zuletzt 1901 pleite gegangen. Der Pfandbriefmarkt ist quasi das solide Rückgrat. Ohne die Eingriffe der Regierungen und der Zentralbanken hätte die aktuelle Krise deutlich dramatischer verlaufen können. Island zeigt ja, was geht...
>kq

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Re: Tiefere Ursachen der Weltfinanzkrise

Ungelesener Beitrag von BanDit » 02.11.2009, 23:17

stimme ich zu
H3LL S3RV4NT hat geschrieben: Ursachen:
- Politik, da durch Lobbyarbeit und Kompromisse verschiedener Lager verwässert.
- Globalisierung, jupp, D mit eher wenig Ressourcen und höheren Lohnkosten kann quasi nur Ingenieurskunst Paroli bieten, zusammen mit der fortschreitenden Technologisierung der Gnadenschuss für Beschäftigung niedrigqualifizierter

Systemrelevante Banken - die HRE ist stark bei Pfandbriefen, eine derartige Bank ist zuletzt 1901 pleite gegangen. Der Pfandbriefmarkt ist quasi das solide Rückgrat. Ohne die Eingriffe der Regierungen und der Zentralbanken hätte die aktuelle Krise deutlich dramatischer verlaufen können. Island zeigt ja, was geht...
>kq
Der Eingriff der Regierung war "klug" in dem Sinne, da Sie das beste draus gemacht haben, jedoch nix an den Ursachen tut. Das hat nur Milderung gebracht. Auch das Versprechen der Merkel (Ihre Anlagen sind sicher) war richtig, auch wenns in der Praxies quasi gar nicht haltbar gewesen wäre. Die Regierung ist machtlos und kann nur versuchen zu mildern, mehr nicht. Und auch das bekommt Sie meistens nicht hin. Hier nochmal der Ansatz von Hr. Senf und dem Beitrag der evangelischen Kirche. Das System ist dazu verdammt Schulden zu machen, immer mehr und mehr. Wir können gar nicht anders. Überall dort wo Zinsen sich anhäufen, häufen sich im gleichen Masse auch die Schulden an. Ein Wettrennen mit vorprogrammiertem Ende.

stimme ich nicht zu
H3LL S3RV4NT hat geschrieben: Ursachen:
- faule Unterschicht, da gibt es zuviele, auch wenn es beileibe nicht alle sind
- der Zins, nicht der Zins oder das Zinssystem an sich, sondern die schlechte Koordination der Zentralbanken, hier insbesondere USA und Japan

1 Billionen Vermögen - wie schon gesagt, über einen deutlich höheren Anteil an KapGes logisch. Zudem ist der Wert nicht übermässig hoch, alleine die 10 reichsten verfügen über ~90 Mrd. Euro. Allerdings kann dieses Vermögen auch ganz schnell wieder weg sein (vor anderthalb Jahren lagen die reichsten 10 noch bei 130 Mrd.). Vermögen bedeutet nicht, dass die Leute das Geld auf der Bank liegen haben. Das Geld steckt in Firmen und Depots, geraten die Firmen in die Krise, sinkt der Wert. Ich verweise erneut auf Schickedanz und Merckle.
>kq
Faule gabs immer, auch zu Zeiten des Wirtschaftswunders. Für mich definitiv keine Ursache für die Ungleichverteilung. Und wie bereits gesagt. Wer mehr leistet soll auch mehr verdienen. Ganz klar.

Die Zentralbanken versuchen das unmögliche möglich zu machen. Teilweise werden schon negative Zinsen den Geschäftsbanken angeboten, nur damit der Kreditfluss (und wir sind eine auf Kredit basierte Wirtschaft) nicht ins Stocken gerät. Denn: Keine Schulden -> kein Wachstum. Was machen aber die Geschäftsbanken, reichen den günstigen Zins nicht weiter und streichen erstmal selbst ein wos geht. Definitiv systembedingt -> staatliche Banken müssen her, mit Kerngeschäftsfeldern, siehe Beitrag von oben wos um die Bank in den Staaten geht. Von der FED gar nicht erst anfangen.... rein interessenorientierter Vettern-Verein.

Du sagst das Vermögen liegt nicht auf Banken? Mag sein, gibt ja zu wenig Zinsen...... Das Vermögen liegt zu einem sehr hohen Anteil in der sogenannten Investment-Wirtschaft, die den Namen eigentlich nicht verdient. Das ganze Geld dort dient nur einem Zweck, noch mehr draus zu machen, am besten ohne Aufwand. Das ganze also ohne Nachhaltigkeit oder gesamtwirtschaftlichen Zweck, der reinste Pokertisch. (Ausnahmen gibt es natürlich). Zinsen sind ursprünglich dazu gedacht gewesen, das Geld umlauf zu sichern, um damit der Real-Wirtschaft den Geld-Hahn offen zu halten. Dieser Zweck ist bestenfalls nur noch Prio 2.


Und grundsätzlich zum Wirtschaftswachstum: Ja, brauchen wir. Aber wieso reicht kein leichtes stetiges Wachstum mehr? Und trotz des jahrzentlangen Wachstums haben wir nun knapp 2 Billionen Euro schulden. Hier nochmal Hr. Senf: In einer Kredit-Wirtschaft geht Wachstum eben nur mit Schulden. Schulden weg -> Wirtschaftwachstum weg. Daher ist das was die FDP jetzt vorhat (noch mehr Schulden zu machen) nur ein Überlebensinstinkt des Systems. So doof sind die nämlich gar nicht.....
Zuletzt geändert von BanDit am 02.11.2009, 23:30, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Tiefere Ursachen der Weltfinanzkrise

Ungelesener Beitrag von H3LL S3RV4NT » 03.11.2009, 01:43

Staatliche Banken? Gerade die deutschen Landesbanken waren doch die ersten, die nach Hilfe gerufen haben, weil sie sich ohne Sinn und Verstand in die Scheisse geritten haben.
Du sagst das Vermögen liegt nicht auf Banken? Mag sein, gibt ja zu wenig Zinsen. - Also hätte Schickedanz und Merckle das Geld lieber auf Tagesgeldkonten parken sollen, statt Unternehmen zu führen, Mitarbeiter zu beschäftigen, für Staatseinnahmen zu sorgen etc.?
Das Vermögen liegt zu einem sehr hohen Anteil in der sogenannten Investment-Wirtschaft, die den Namen eigentlich nicht verdient. - Die kritischen Papiere sind nicht in Privathänden, sondern wurde von den Banken untereinander weiterverschachtert. Abgesehen davon sind diese forderungsbesicherten Wertpapiere (ABS) vom Grundgedanken her gut, dient es doch der Risikodiversifikation. Gerade die grossen Portfolios sind eher risikoarm aufgestellt, Optionsscheine zum Hedgen (und nicht zum Spekulieren) dürften da schon das exotischste darstellen.
Wirtschaftswachstum - bei dir klingt das so, als wenn sich ein halbes Dutzend Strippenzieher in einem Hinterzimmer treffen und dann die Wachstumsrate und die Verschuldung für das kommende Jahr festlegen.
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Re: Tiefere Ursachen der Weltfinanzkrise

Ungelesener Beitrag von BanDit » 04.11.2009, 10:38

Deshalb schrieb ich ja, staatliche Banken mit Kerngeschäfts-Charakter und keine Mitspieler im Groß-Kasino. Letzters hat Sie nämlich, wie Du richtig festgestellt hast, in die Krise getrieben.

Du sprichst vom Grundgedanken. Treffer ! Der Grundgedanke ist tatsächlich ein guter, Absicherung. Allerdings diente die Absicherung früher tatsächlich dazu real-wirtschaftliche Güter abzusichern. Heute ist kaum noch mehr was davon übrig. Abgesichert werden mögliche Gewinne und Verluste die sich wiederrum nur auf Spekulationen, Schuldverschreibungen usw. beziehen Ein Riesengeflecht aus Schulden, Absicherungen ohne real-wirtschaftliche Grundlage. Mich würde interessieren, wieviel von den geschätzten 800 Billionen an Derivate-Positionen tatsächlich für die Produktionsrelevante Absicherung von Güterpreisen gedacht sind.....

Wenn ich mitbekomme, dass jetzt sogar die Versicherungswirtschaft "mitzocken" darf, wird mir ganz schlecht....

Du verstehst mich falsch. Wachstum ist natürlich kein fester Faktor, geb ich Dir recht. Aber ist es dann nicht um so gefährlicher auf dauerhaften hohen Wachstum zu setzen? Vor allem wenn er sowieso nix bringt?? Ich hinterfrage eher diesen massiven Zwang zu wachsen, immer mehr und mehr. Wieso ist das so? Wieder Zins-bedingt?

Schickedanz und Merckle sind 2 Beispiele von vielen. Und ich sage ja auch nicht, dass Sie das Geld auf der Bank horten sollen. Ich sage nur, dass ein großer Teil des Geldvermögens nicht mehr sinnvollerweise in die Real-Wirtschaft und Konsum umgeleitet wird, stattdessen als reine Spekulation dient. Und wieso das so ist? Ganz klar, die möglichen Spekulationsgewinne von 10, 20 und noch mehr % blenden den Teilnehmern den Verstand aus und lassen jegliche Nachhaltigkeit verloren gehen.

Hier noch ein aktueller Artikel von Telepolis

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31423/1.html
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Re: Tiefere Ursachen der Weltfinanzkrise

Ungelesener Beitrag von BanDit » 05.11.2009, 02:58

http://www.youtube.com/watch?v=Ma6ldmwp ... re=related

Einführender Beitrag zur islamischen Sharia von 3Sat. Da kann man sich m.E. wirklich einiges davon abgucken. Nicht alles, aber paar zentrale Themen würden uns glaub ich gut tun.
Und falls jemand alleine vor dem Wort Islam oder Sharia Angst hat, das Prinzip keine Zinsen zu verlangen ist auch christlich verwurzelt. Sogar Teile des Vatikans begrüßen diese Ideologie. Ich weis nicht wieso das nicht funktionieren sollte, wenn es doch bereits in großem Stile in anderen Teilen der Welt praktiziert wird und augenscheinlich funktioniert. Solange jedoch die Lobbys funktionieren, wird in unserer westlichen Welt kein Fortschritt im Geldsystem zu erreichen sein. Die sitzen wie die Hühner auf Ihren goldenen Eiern.

und btw., ich selbst bin Katholik, sehe aber kein Problem darin gute Ideen anderer Religionen aufzunehmen, vor allem nicht wenns Sie in meiner Religion ursprünglich auch verwurzelt sind. Aber ich glaube Religion ist nochmal ein anderes Thema, siehe anderen Thread.
Zuletzt geändert von BanDit am 05.11.2009, 03:14, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Tiefere Ursachen der Weltfinanzkrise

Ungelesener Beitrag von H3LL S3RV4NT » 05.11.2009, 04:25

ABS sind abgesichert und zwar in Form des Hauses, für den es den Kredit gab. Das Problem war nur, dass an immer mehr Leute mit immer schlechter werdender Bonität immer mehr Kredite mit zu geringer Besicherung herausgegeben wurde (bei Leitzinssätzen von 1% war das ja alles kein Problem), das Geld war zu billig, die Zinsen zu niedrig.
Versicherungswirtschaft zockt - ich hätte es schon gerne, dass mein Riestervertrag oberhalb einer Nullrendite performed, das klappt nicht mit einer reinen Tagesgeldanlage nach Abzug der anteiligen Kosten. Wenn das in überschaubaren Rahmen abläuft ist gegen Beimischung riskanterer Papiere (zum Hedgen oder zur Performancesteigerung) nix einzuwenden.
Im Islam weicht nicht nur das Bankensystem ab, sondern auch die Wirtschaft. Deren System mag für Mikrokredite und Häuser reichen, aber doch nicht ernsthaft zur Unternehmensfinanzierung in modernen Ländern. Obgleich ein Großteil deren Geheimnis eigentlich nur darin besteht, dass Wort Zins durch Tricks zu umgehen.
Irgendwie stellst du dir das alles zu einfach vor und bist darauf festgefahren, dass Zins=böse.
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Re: Tiefere Ursachen der Weltfinanzkrise

Ungelesener Beitrag von BanDit » 05.11.2009, 15:25

"Irgendwie stellst du dir das alles zu einfach vor und bist darauf festgefahren, dass Zins=böse"

Geb ich mal zurück :)

Irgendwie stellst du dir das alles zu kompliziert vor und bist darauf festgefahren, dass Zins=gut.

Wieso hälst Du denn so sehr am Zins fest? Weil Du nix anderes kennst? Das wäre natürlich sehr beschränkt. Weil Du schlechte Erfahrungen mit anderen Systemen hast? Wenn ja, welche sind das? Weil Du selbst Angst hast nicht mehr von diesem System profitieren zu können? Wieso denn davon profitieren müssen? Wenn Du fleissig, intelligent und leistungsbereit bist, hast Du doch nix zu befürchten. Vermögenswachstum wäre damit immer noch möglich.

Aber jetzt mal im Ernst: Der Zins als solches hat seine Funktion. JA! Jedoch übersieht man, dass die negativen Seiteneffekte den Vorteil überwiegen. Nur darum gehts doch hier. Dass das alles nicht einfach ist bestreite ich auch nicht. Merkt man ja an der Diskussion alleine schon.

Hast Du denn Dich überhaupt mal richtig mit der Kritik am Zins beschäftigt? Der am meisten kritisierte Punkt ist doch relativ leicht zu verstehen und mathematisch zwingend.

1. Zins + ZinsesZins ---> exponentielles Wachstum des Geldes ( ist erwiesen, ich denke mal das zweifelst Du auch nicht an)

2. Daraus entsteht ein Wachstumszwang der Real-Wirtschaft um keine Inflation zu verursachen ( deckt sich ja auch mit der üblichen Wirtschaftswissenschaft, konform?)

3. Anfangs klappt das noch ganz gut, mit der Zeit überwiegt jedoch der ZinsesZins-Faktor ( Sieht man ja daran, dass z.B. der Staat nicht nur absolut, sondern auch relativ immer mehr und mehr Geld allein für das Zurückzahlen der Zinsen benötigt. Schulden werden aufgenommen, nur um alte Kredite zurückzahlen zu können. Dies gilt auch für viele kleine private Haushalte). Um den Zins also tilgen zu können, sind noch mehr Schulden notwendig, denn du wirst ebenfalls nicht bestreiten wollen, dass ein exponentielles Wachstum in einer Welt mit begrenzten Rohstoffen und Märkten unmöglich ist! Also, wie gesagt : noch mehr Schulden machen oder Einsparungen an jeder Front um sich irgendwie Luft zu verschaffen (Streichungen sozialer Leistungen etc.)

4. Durch den kleinen aber feinen Unterschied, dass die Vermögenden Netto-Zinsgewinne einstreichen können ( also tatsächlich Ihr Vermögen quasi zum Nulltarif vermehren können) und der Großteil der Bevölkerung (die kein Vermögen oder sogar Schulden haben) Netto-Zinsverluste einstreichen, verstärkt sich der Effekt der Arm-Reich-Schere immer mehr und mehr (ist doch immer noch nachvollziehbar, oder etwa nicht? Bitte einhaken wenn Du das anders siehst)

5. Jetzt kommt eine ganz interessante These: Wieso gibt es dann keine Hyper-Inflation? Müsste ja der Fall sein. Und hier hat Hr. Senf tatsächlich eine "wie die Faust aufs Auge" passende Antwort. Das viele zusätzliche Geld geht nämlich nicht mehr zurück in den Wirtschaftskreislauf bzw. in den Konsum (sieht man ja daran, dass die Binnennachfrage seit Jahren stagniert und künstlich mit Konsumer-Krediten (ajajaj, schon wieder Kedite) hochgehalten werden muss).Stattdessen sammelt es sich in einer Art Parallel-Wirtschaft, dem ganzen Aktien/Fonds/Spekulationsmarkt (ebenfalls erwiesen, die Wachstumsraten in dieser Branche sind geradzu unglaublich).


Jetzt mal im Ernst, einfach um die Diskussion ein bischen voran zu bringen oder meinetwegen auch zu beenden. Mir ist nämich nicht so ganz klar wo du stehst. Ich denke meine Meinung ist klar geworden.

Die erwiesene Bereicherung (oder milde gesagt Umverteilung) der oberen 10% auf Kosten der restlichen 90%. Willst Du was dagegen tun, oder nicht?

Die Tendenz des vielen überflüssigen Geldes sich im Haifisch-Becken der Spekulationsblase zu tummeln statt zurück in den realen Wirtschaftskreislauf zurückzukehren. Willst Du was dagegen tun, oder nicht?

Die nicht endend wollende Spirale des Schuldenaufbaus (Staat, Gemeinden, Private Haushalte). Willst Du was dagegen tun, oder nicht?

Wenn Du alle 3 Fragen mit Nein beantworten solltest, brauchen wir ja gar nicht weiter drüber diskutieren, denn das erklärt ja dann Dein Festhalten am Zins.

Für mich wäre auch eine Welt mit Zins in Ordnung, wenn denn jeder was davon hätte. Wenn jedes Vermögen um meinetwegen 5% wachsen würde, wär doch alles super. Ok, Ideal-Fall.
Und um vielleicht eine Vermutung gleich abzuwenden, ich verherrliche weder den Sozialismus, noch die Freiwirtschaft, aber genauso wenig den Kapitalismus. Ich selbst komme ursprünglich aus einem sozialistischen Staat, der ebenfalls an den typischen Problemen des Sozialismus gescheitert ist. Ist jetzt aber nicht auch die Erkenntnis da, dass der Kapitalismus in seiner jetzigen Form ebenfalls am scheitern ist?
Zuletzt geändert von BanDit am 05.11.2009, 15:54, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Tiefere Ursachen der Weltfinanzkrise

Ungelesener Beitrag von H3LL S3RV4NT » 06.11.2009, 05:48

Warum ich am Zins festhalte? Weil ich schlicht und einfach keinem anderen System ein Funktionieren in dieser globalisierten, vernetzten Welt und Wirtschaft zutraue. Freiwirtschaft mag in 3.000-Seelen-Dörfern funktionieren und das Schariasystem in Dritte-Welt-Ländern, für moderne Länder sind das alles keine Alternativen.
Bei Darlehen gibt es wie gesagt keine Zinseszinseffekt, da mindestens Zinszahlungen, idR darüber hinaus auch Tilgungen erfolgen.
Aktien und Fonds sind Wertpapiere ohne Zinsen - die müssten dir doch eigentlich zusagen?
Wo ich stehe?
Es gibt eine Schere zwischen arm und reich, aber ich sehe keine signifikante, zinsbedingte Umverteilung.
"Spekulationsblase" - trotz der aktuellen Subprimekrise sehe ich insgesamt keine Spekulationsblase an sich, die Börsen und die Finanzinstrumente haben sich grösstenteils bewährt und haben zudem erst recht nix mit dem Zins zu tun.
Schuldenabbau beenden - ja, Etats ohne Neuverschuldung, das bedingt Kürzungen da wo es sinnvoll und möglich ist.
Schlag am besten mal eine konkrete Wirtschaftsordnung vor, die für dich gerecht (und meinetwegen auch ohne Zins) ist, unter Berücksichtigung von Sachverhalten wie der Finanzierung von Eigenheimen oder multinationalen Firmen, einem dazu passenden Steuersystems und wie dann Reiche wie Arme ihr Geld anlegen können. Das würde mich wirklich interessieren, wie das dann aussehen soll.
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Re: Tiefere Ursachen der Weltfinanzkrise

Ungelesener Beitrag von BanDit » 06.11.2009, 12:27

H3LL S3RV4NT hat geschrieben:Warum ich am Zins festhalte? Weil ich schlicht und einfach keinem anderen System ein Funktionieren in dieser globalisierten, vernetzten Welt und Wirtschaft zutraue. Freiwirtschaft mag in 3.000-Seelen-Dörfern funktionieren und das Schariasystem in Dritte-Welt-Ländern, für moderne Länder sind das alles keine Alternativen.
Wer sagt das denn? Oder ist das nur Deine Meinung? Wer sagt und behauptet, dass eine Gesellschaft (als im ganzen gesehen, nicht nur Teile der Gesellschaft) den Zins brauch? Wer sagt dass die Freiwirtschaft nicht funktionieren würde? Mal abgesehen davon ob das jetzt erstrebenswert oder ich dazu stehe. Ausserdem: Scharia-System mit der dritten Welt gleichzustellen ist schon sehr kurz gedacht. Dieses System ist in Teilen Europas angekommen und funktioniert und zeigt sich sogar viel krisenresistenter, da keine Spekulationen gemacht wurden.

H3LL S3RV4NT hat geschrieben: Bei Darlehen gibt es wie gesagt keine Zinseszinseffekt, da mindestens Zinszahlungen, idR darüber hinaus auch Tilgungen erfolgen.
Aktien und Fonds sind Wertpapiere ohne Zinsen - die müssten dir doch eigentlich zusagen?
Aktien und Fonds sind Wertpapiere ohne Zinsen. Was ist mit Renten? Aktien und Fonds sind im Grunde genommen nichts schlechtes, es geht eher darum, wofür Sie in großen Teilen genutzt werden -> Spekulation. Wachstum ohne real-wirtschaftliche Grundlage.
H3LL S3RV4NT hat geschrieben: Wo ich stehe?
Es gibt eine Schere zwischen arm und reich, aber ich sehe keine signifikante, zinsbedingte Umverteilung.
Die Schere ist nicht nur da, sondern wird immer größer. Eine Begründung ist, dass das Zins-System genau diesen Effekt aus mathematischen Gründen nach sich zieht (siehe mein vorigen Post, insbesondere Punkt 4).

H3LL S3RV4NT hat geschrieben: "Spekulationsblase" - trotz der aktuellen Subprimekrise sehe ich insgesamt keine Spekulationsblase an sich, die Börsen und die Finanzinstrumente haben sich grösstenteils bewährt und haben zudem erst recht nix mit dem Zins zu tun.

Nicht Dein Ernst? Du siehst keine Tendenzen der Spekulationsblasen? Naja ok, wenn Du das nicht siehst oder nicht sehen willst. Dein Ding. Will Dich nicht zwingen müssen die Augen aufzumachen. Börsen und Finanzinstrumente haben nichts direkt mit dem Zins zu tun. Sie sind keine Erfindung des Zinses. Hr.Senf behauptet lediglich, dass aufgrund des Zinses eine ganze Menge Geld entsteht, und dieses Geld in großem Umfang NICHT in die Real-Wirtschaft geht, sondern in die Finanzwirtschaft die total losgelöst von der Real-Wirtschaft ist. Das zweifelst Du doch nicht ernsthaft an, oder?
H3LL S3RV4NT hat geschrieben: Schuldenabbau beenden - ja, Etats ohne Neuverschuldung, das bedingt Kürzungen da wo es sinnvoll und möglich ist.
Und genau das versucht der Hr. Senf zu erklären. Der Staat wird es nicht hinbekommen. Wie ein unmöglicher Spagat. Einerseits keine neuen Schulden machen wollen, andererseits ist die Wirtschaft, der Staat auf immer mehr und mehr Kredite angewiesen und brauch frisches Geld da sonst kein Wachstum möglich. Wieder die altbekannte exponenntielle Funktion. Schau Dir doch mal das Wachstum des Geldes an und dazu parallel das Wachstum des Schuldenaufbaus des Staates. Bitte hierauf eingehen, denn ich glaube das blendest Du die ganze Zeit in Deinen Überlegungen aus. Geldwachstum und Schuldenwachstum hängen 1:1 direkt voneinander ab.

Zusammenfassend: Wenn Schuldenwachstum direkt vom Geldwachstum abhängt, und das Geldwachstum vom Zins-Faktor, ist damit nicht schon ein großes Problem erklärt worden? Deiner Meinung nach also nur reiner Zufall? Oder ist das gar kein Problem? Bitte hierauf eingehen.

H3LL S3RV4NT hat geschrieben: Schlag am besten mal eine konkrete Wirtschaftsordnung vor, die für dich gerecht (und meinetwegen auch ohne Zins) ist, unter Berücksichtigung von Sachverhalten wie der Finanzierung von Eigenheimen oder multinationalen Firmen, einem dazu passenden Steuersystems und wie dann Reiche wie Arme ihr Geld anlegen können. Das würde mich wirklich interessieren, wie das dann aussehen soll.
Das wäre sehr vermessen von mir die Lösung parat zu haben. Es gibt viel intelligentere Leute mit entsprechenden Theorien die teilweise gut, aber auch möglicherweise Ihre Fehler haben. Ich will hier gar nicht die eine oder andere neue Wirtschaftsordnung propagieren. Ich hinterfrage lediglich das aktuelle System. Dieses habe ich schon hinterfragt bevor ich Hr. Senf und seine Vorträge gesehen habe. Jedoch nie eine Antwort bekommen. Hr. Senf leitet dies meiner Meinung nach sehr gut ab (Siehe wieder vorigen Post, Punkt 1 bis 5) und ich persönlich kann dort keinen Denk-Fehler entdecken. Ob nun die Freiwirtschaft passt oder nicht sei dahintergestellt, dies ist gar nicht meine Absicht. Mir gehts eher darum dass das aktuelle System einen Fehler in sich trägt.

Wenn Du Dich wirklich ernsthaft an der Diskussion beteiligen möchtest, würde ich Dich bitten Dir auch tatsächlich die Herleitung von Hr. Senf anzuschauen. Ich kann da keinen Denk-Fehler erkennen. Wenn Du einen findest dann wär ich sogar froh darüber, und das mein ich ernst.

Fang doch einfach die 5 Punkte aus meinem vorigen Post auseinanderzunehmen. Insbesonere 1,2 und 4. Ich möchte ja letztlich nur sachlich über diese Punkte diskutieren und wenn Du sachdienliche Hinweise dazu hast, nehme ich diese gerne an.
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Re: Tiefere Ursachen der Weltfinanzkrise

Ungelesener Beitrag von H3LL S3RV4NT » 06.11.2009, 15:38

Zinsen gibt es seit ewigen Zeit, bereits im Codex Hammurapi (~1800 v. Chr.) gibt es Regelungen zu Zinsen. Ein System, was somit über 3800 Jahre im Grossen und Ganzen funktioniert erachte ich in der Tat als besser im Vergleich zur Freiwirtschaft mit einem guten Jahr Lebensdauer in Wörgl.
Scharia in Europa angekommen - ja klar, damit die etablierten europäischen Banken was an die islamische Kunden hierzulande vertickern können. Und Schariafonds investieren sehr wohl in Aktien passender Unternehmen. Meines Erachtens ist das alles die grösste Augenwischerei.
Renten bei Aktien/Fonds? Was meinst du? Willst du jetzt auch noch Konsumenten-/Produzentenrente verbieten?
Dass die Schere grösser wird, ist nicht zinsbedingt. Arbeitnehmer haben vorrangig Arbeitseinkommen, was nunmal nicht an den Zins gekoppelt ist. Mit Nettozinsverlusten beziehst du dich hoffentlich nicht auf den Artikel dieser Architektin und Hobbyökonomin??
Spekulationsblase - klar gibt es Blasen, allerdings sind diese nicht zinsbedingt. Es geht doch um Zinsen, bei Aktien gibt es aber keine Zinsen. Das vermeintliche Paralleluniversum Börse gibt es seit dem 14. Jahrhundert, hier verkaufen die einen, die anderen kaufen. Es werden Papiere gegen real existierende Geldbeträge getauscht, kein Zinssatz. Wenn aber soviel Geld darein fliesst, kann die Geldmenge nicht steigen und damit steigt lt. dir auf Grund des linearen Zusammenhangs auch nicht der Schuldenberg.
Du musst dir mal im Klaren werden, wogegen du nun überhaupt bist. Du schmeisst alles in einen grossen Topf, rührst munter durcheinander und alles ist natürlich schlecht. Und wir sollten darüber reden, von welcher Geldmenge wir eigentlich reden - M0, M1, M2 oder M3 und welche Zusammenhänge dazwischen es gibt, wie diese beeinflusst werden. Und vor allem, wo sich hier (M0) das exponentielle Wachstum versteckt: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/d ... dbasis.jpg
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Re: Tiefere Ursachen der Weltfinanzkrise

Ungelesener Beitrag von BanDit » 07.11.2009, 00:14

Hm, entweder vermischst du meine Aussagen oder ich drücke mich zu undeutlich aus. Bei letzterem entschuldige ich mich.

Hab nie beahauptet dass ich Renten verbieten würde, oder dass Aktien zinsen abwerfen, oder dass das Konstrukt Börse und dessen Hintergund aufgrund von Zinsen entstanden ist oder das Zinssätze an Börsen getauscht werden ?! Wie kommst du drauf? Wir reden irgendwie einander vorbei hab ich das Gefühl. Versuch mal ein bischen genauer zu lesen. Hab so das Gefühl dass du meinen Text nur überfliegst und dann selbst zusammenmischst.

Die Spekulationsblasen entstehen nicht direkt dadurch, dass es Zinsen gibt oder weil dadurch Zinsen vergeben werden. Da hast du mich falsch verstanden. Aufgrund der Zinsen und dem dadurch ansteigenden Geld-Umlauf (M0 zeigt dass nicht auf, Du musst schon zumindest mal die Sichteinlagen mit reinehmen, also mindestens mal M1, da kannst du den exponentiellen Wachstum sehr deutlich sehen) entsteht viel überflüssiges Geld, welches NICHT in den Konsum geht oder in die Real-Investition von Gütern. Denn dann würde ja die Wirtschaft ebenfalls exponentiell wachsen oder sich eine hohe Inflation ergeben. Es geht stattdessen in das schon vorhandene Konstrukt Börse und dient zum großen Teil zur Spekulation und belastet damit nicht die Inflationsrate. Diese Entwicklung ist um so größer je länger der Zeitraum ist und je größer das Geldwachstum ist. Die große spekulative Anlage von Geldern ist also EINE FOLGE dessen dass aufgrund des Zinses so viel Geld in Umflauf ist. Und das um so mehr je länger eine Wirtschaft mit Zinsen wirtschaftet.

Ich würde einfach vorschlagen, dass Du Dir mal das vom Thread-Starter gepostete Video anschaust. Die 2 Stunden Investition hast Du schon locker in das Schreiben von Beiträgen investiert. Danach haben wir eine gemeinsame Grundlage. Möglicherweise bringe ich das nicht so auf den Punkt wie der Hr. Senf. Eine Aussage von Ihm z.B. besagt, dass JEDE Wirtschaft die auf Zinsen beruht nach ca. 5-7 Jahrzehten in die gleichen Schuldenfalle reinläuft und sich immer wieder die gleichen Symptome ergeben. Und das erzwungenermassen. Denke ich werde Dich da nicht besser informieren können als er: Daher nochmal mein Vorschlag: Schau es Dir an. Denn letztlich geht es ja in diesem Thread um den Vortrag.
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Re: Tiefere Ursachen der Weltfinanzkrise

Ungelesener Beitrag von BanDit » 10.11.2009, 14:40

Nochmal gut auf den Punkt gebracht, allerdings ohne Verweis auf den Zins als solches. Jedoch versucht der Autor Ursache und Symptome auseinander zu halten, was schon mal gut ist. Insbesondere der Bezug zwischen Schulden und Geldmenge zum einen, und die Loslösung der Finanzwirtschaft von der Realwirtschaft wird hervorgehoben.

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31404/1.html

Und hier nochmal ein Artikel zur Spekulation die sich jetzt noch weiter verstärkt.

http://www.ftd.de/politik/konjunktur/:r ... 32096.html
Zuletzt geändert von BanDit am 10.11.2009, 14:44, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Tiefere Ursachen der Weltfinanzkrise

Ungelesener Beitrag von BanDit » 21.01.2010, 20:16

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Re: Tiefere Ursachen der Weltfinanzkrise

Ungelesener Beitrag von BanDit » 05.05.2010, 18:21

Da es einfach total aktuell ist, push ich den Thread mal wieder :)

Aus der Finanz/Wirtschaftskrise entwickelt sich ja langsam eine länderübergreifende Schuldenkrise der Staaten. Und schaut man sich die Entwicklung der Schulden mal genauer an, sieht man ziemlich deutlich den exponentiellen Anstieg dieser. Ist also immer nur eine Frage der Zeit bis der Anstieg so hoch ist, dass das System "kippt". Wie eben jetzt in Griechenland.

Was ich jetzt bezüglich der Schuldenkrise in Griechenland äusserst verwerflich finde, ist der Versuch von den eigentlichen Problemen abzulenken. Stattdessen werden die korrrupten und faulen Griechen als Bösewichte dargestellt. Dass andere Länder quasi fast genau so schlimm dran sind, dort aber keine derartige Korruption herrscht, wird überhaupt nicht hinterfragt. Die Griechen, zumindest ein Großteil von Ihnen, können einem echt Leid tun.

Noch etwas: Als ich gestern das Handelsblatt gelesen habe, bin ich fast aus allen Wolken gefallen. Da blicken einem gleich auf der ersten Seite die wichtigen Größen der Politik und Finanzbranche ins Gesicht und veranstalten ein unglaubliches Schmierentheater..... "Ich/Wir kaufen Griechenland-Anleihen damit wir unserer Verantwortung gerecht werden...." bla bla bla.... ich dachte zuerst das wäre ne Satire.... aber das meinen die Ernst. Wie krass ist das denn? Jetzt, nach dem klar ist dass Griechenland Finanspritzen von der EU und dem IWF bekommen, wird kräftig für Griechnland-Anleihen geworben. Ein Schelm wer böses dabei denkt...... Nicht, dass die Banken damit kräftig verdienen oder so.... Und überhaupt, die plötzliche "Bereitschaft" der Banken zu helfen sollte man genau hinterfragen. Für mich ist das nur eine "Flucht nach vorne" um das angkratzte Image aufzubessern. Ausserdem ist es schon seltsam dass die Banken (aka Herr Ackermann) gerade dann Ihre "Hilfe" anbieten, nach dem klar ist dass hinter dem Schuldner Griechenland nun die halbe EU und der IWF stehen. Wieso sind sich Ihrer Verantwortung und Hilfsbereitschaft nicht vorher bewusst geworden?!

Letztlich bleibt alles beim gleichn. Noch mehr Schulden, noch mehr Zinslasten die durch den Großteil der Bevölkerung gestemmt werden müssen. Entwicklung Reich und Arm verschärft sich demnach noch weiter. Denn wie man weis belastet eine Erhöhung der Mehrwertsteuer überproportional die unteren und mittleren Einkommensschichten, nicht die oberen.

Aber wir können das ja auch einfach sportlich sehen:

Damit es uns nicht so ergeht wie den Griechen, müssen wir uns einfach noch mehr reinhängen, noch mehr produzieren, noch mehr konsumieren und das ganze notfalls einfach mit noch mehr Schulden die wir uns aufbürgen. Konsum-Kredite boomen ja wie nie zuvor... teils zweistellige Wachstumsraten die letzten Jahre..... und gleichzeitig aber die Schulden abbauen wollen .... LoL, wie soll das gehen?? :) Ich bin gespannt. Mal sehen was das Jahr 2010 noch so mit sich bringt.
Zuletzt geändert von BanDit am 05.05.2010, 18:22, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Tiefere Ursachen der Weltfinanzkrise

Ungelesener Beitrag von Epfi » 05.05.2010, 19:18

BanDit hat geschrieben:noch mehr konsumieren und das ganze notfalls einfach mit noch mehr Schulden die wir uns aufbürgen. Konsum-Kredite boomen ja wie nie zuvor...
Das ist ja auch das einzig sinnvolle, was man tun kann, wenn man davon ausgehen muss, dass die Währung, die man derzeit nutzt in ein paar Monaten nichts mehr Wert ist. Dann werten die Chinesen noch ihr Geld auf (bzw. bringen es langsam auf ein realistisches Niveau) und schwupp kannste mit den mühevoll ersparten Euros fast nix mehr kaufen.

Durch die Kredite an Griechenland ist gar nichts gewonnen. In ein paar Wochen erwischt es Portugal, Spanien und Irland - dann geht das Spielchen von vorne los. Und mit jedem Land, das beim lustigen Länderdomino umfällt wird der Euro wertloser und wir geben so lange Aushilfekredite, bis es uns selbst erwischt.

Wenn man es mal so ganz nüchtern betrachtet, ist das irgendwie alles völlig unnötig. Wir (auch die Griechen) haben es relativ gut - das einzige, was fehlt ist Geld. Es fehlt etwas, was man sich selbst ausgedacht hat, was den Handel vereinfachen soll. Und daran soll ein Staat zu Grunde gehen? Da ist doch was im System kaputt. Ich würde ja vorsichtig behaupten, dass das Zins-System einfach nicht funktioniert. Begrenzte größe der Erde == begrenztes Wachstum. Ein Finanzsystem, das auf Zinsen aufbaut, setzt aber auf unbegrenztes Wachstum. Ergo: Konfliktsituation.
Würde mich mal interessieren, was für Argumente außer "mach doch einen Vorschlag für ein besseres System" es gegen diese Theorie gibt - so richtig widerlegen wollte sie mir noch niemand. Und falls das nicht geht -weil sie stimmt- finde ich es grob fahrlässig, sich da so sehr dran festzuklammern.
Zuletzt geändert von Epfi am 05.05.2010, 19:28, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Tiefere Ursachen der Weltfinanzkrise

Ungelesener Beitrag von Soulprayer » 05.05.2010, 22:25

Hmpf, ich finde es eher bedenklich, daß bei uns plötzlich der Schuldenberg noch mehr anwächst, WIR - die Deutschen - für Griechenland geradestehen müssen aus UNSEREN Steuergeldern. Nur weil wir das größte Kapitalgeberland beim IWF sind, heißt das nicht, das Deutschland auch Kredite an andere Länder geben soll. Das soll fein die IWF regeln mit den Milliarden an Euro, die wir da jährlich einzahlen...
Und UNSER Schuldenberg und UNSERE Neuverschuldung ist plötzlich weggedacht bei der ganzen Misere mit Griechenland. Ich wette, nach Portugal triffts Deutschland, und DANN stehen die anderen Länder da und lachen sich einen...
Ich bin ein UFO - ein unheimlich faules Objekt.

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Re: Tiefere Ursachen der Weltfinanzkrise

Ungelesener Beitrag von Epfi » 05.05.2010, 22:28

Naja, durch den Euro haben wir den Vorteil, dass wir die anderen dann einfach mit in den Abgrund reißen - die werden schon zusehen, dass wir nicht all zu hart aufschlagen... Oder sich kurzfristig vom Euro verabschieden...
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Re: Tiefere Ursachen der Weltfinanzkrise

Ungelesener Beitrag von BanDit » 05.05.2010, 23:06

Letztlich sitzen wir alle im gleichen Boot. Der Kampf um die besten Plätze ist halt längst entbrannt.

Würde mich nicht wundern wenn Griechenlands Krise als Exempel missbraucht wird. "Beschwet euch bloss nicht, sonst gehts euch bald so wie den Griechen". Finde die Entwicklung derzeit sehr gefährlich. Das sind halt Zeitpunkte in denen eine Gesellschaft extrem nach links oder rechts kippen kann oder sich völlig dem System unterwirft und letztlich alles über sich ergehen lässt.

Ich bin ja so dermassen auf die Wahl in NRW gespannt......
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Re: Tiefere Ursachen der Weltfinanzkrise

Ungelesener Beitrag von groundzero » 06.05.2010, 00:40

@Soul

Weißt du überhaupt, bei wem Deutschland (hauptsächlich) Schulden hat?
My Siren's name is Brick, and sheeee .... is the prettiest.

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Re: Tiefere Ursachen der Weltfinanzkrise

Ungelesener Beitrag von H3LL S3RV4NT » 06.05.2010, 00:59

Viel wichtiger, wo Griechenland sein Schulden hat, was meinst du, wo die ganzen Staatsanleihen liegen? Bei deutschen Banken und institutionellen Anlegern. Ja, da macht das alleine ausbaden lassen so richtig Sinn, vor allem bei einem Mitgliedstaat des Euros.
Wo mir persönlich aber die Hutschnur hochgeht, ist das Verhalten der Griechen. Statt anzupacken und sich selber aus der Sch**sse herausziehen, die man sich selber eingebrockt hat, da wird erst mal gestreikt und die eigenen Landsleute ermordet, da könnt ich platzen.
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Re: Tiefere Ursachen der Weltfinanzkrise

Ungelesener Beitrag von BanDit » 06.05.2010, 01:19

H3LL S3RV4NT hat geschrieben:Viel wichtiger, wo Griechenland sein Schulden hat, was meinst du, wo die ganzen Staatsanleihen liegen? Bei deutschen Banken und institutionellen Anlegern. Ja, da macht das alleine ausbaden lassen so richtig Sinn, vor allem bei einem Mitgliedstaat des Euros.
Wo mir persönlich aber die Hutschnur hochgeht, ist das Verhalten der Griechen. Statt anzupacken und sich selber aus der Sch**sse herausziehen, die man sich selber eingebrockt hat, da wird erst mal gestreikt und die eigenen Landsleute ermordet, da könnt ich platzen.
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Einerseits kann ich es voll und ganz verstehen wenn der kleine Mann, der nichts dafür kann, nun dick büssen muss und deswegen streiken geht. Andererseis: http://print-wuergt.de/2010/05/02/inter ... -passiert/ Es ist nicht alles so wie es scheint...

Zum anderen: was haben sich denn die Griechen eingebrockt? Nichts anderes was sich Portugiesen, Spanier und Iren ebenfalls eingebrockt haben. Ein auf immer mehr Schulden basierendes Wirtschaftssystem. Dazu kam halt die Korruption. Aber diese ist in meinen Augen nicht der Haupt-Grund für die vielen Schulden.

Folgenden Artikel (bischen länger) kann ich empfehlen: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32551/1.html

*Der Kapitalismus scheint nur noch "auf Pump" zu funktionieren*
Zuletzt geändert von BanDit am 06.05.2010, 01:25, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Tiefere Ursachen der Weltfinanzkrise

Ungelesener Beitrag von Soulprayer » 06.05.2010, 11:45

Hab mir mal die Artikel durchgelesen (hat was länger gedauert, weil immer wieder unterbrochen durch Arbeit ^^)
Sehr interessant, damit hab ich gar nicht gerechnet, daß die Krise doch schon 40 Jahre alt ist.
Ich revidier hiermit meine Aussage ;)
Ich bin ein UFO - ein unheimlich faules Objekt.

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Re: Tiefere Ursachen der Weltfinanzkrise

Ungelesener Beitrag von BanDit » 06.05.2010, 17:12

Zuletzt geändert von BanDit am 07.05.2010, 12:00, insgesamt 1-mal geändert.
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