News | Blu-ray: Langsamere Adoption als DVD

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Newsbot
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News | Blu-ray: Langsamere Adoption als DVD

Ungelesener Beitrag von Newsbot » 14.02.2012, 18:32

Wir hatten berichtet, dass sich neue Filme zumindest in den USA mittlerweile auf Blu-ray oft besser verkaufen als auf DVD. Die Marktforscher der Firma IHS Screen Digest haben nun die Adoptionsrate der blauen Scheiben mit jener verglichen, welche die DVD anno dazumal im gleichen Zeitraum nach Markteinführung aufwies. Das Ergebnis ist, dass sich die Blu-ray entgegen des anfänglichen Optimismus langsamer etabliert als früher die DVD. Immerhin sind die Marktanteile in Nordamerika aber gegenüber 2010 im Jahr 2011 von 11 auf 16 % angestiegen.


http://www.hartware.net/news_54059.html

DeathAngel
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Re: News | Blu-ray: Langsamere Adoption als DVD

Ungelesener Beitrag von DeathAngel » 14.02.2012, 19:24

Wie der letzte Absatz zeigt, ist der Vergleich nicht wirklich angebracht. Nummer 1 gab es zur DVD kein wirkliches Konkurrenzprodukt wie die HD-DVD zur Blu-Ray. Außerdem war die DVD der VHS in mehr Gebieten stark überlegen, wenn man sich nur verschiedene Sprachen auf DVDs und das nicht vorhandene zurückspulen vor Augen führt. Die Blu-Ray besitzt "nur" mehr audio-visuelle Qualität und ein paar Onlinefeatures/PiP, die eher fragwürdiger Natur sind und unschöne DRM. Gleichzeitig kann quasi alles Material einfach von VHS auf DVD gepresst werden, bei der Blu-Ray hingegen braucht man mehr Aufwand, so dass selbst jetzt erscheinende Serien nicht auf Blu-Ray herauskommen.

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KoreaEnte
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Re: News | Blu-ray: Langsamere Adoption als DVD

Ungelesener Beitrag von KoreaEnte » 14.02.2012, 20:13

Besserer Ton, aber vor allem besseres Bild ist neben den weiteren Extras doch kein so kleiner Vorteil. Mittlerweile hat sich auch der Preis fast angepasst, gibt also kaum noch einen Grund DVDs zu kaufen, außer man will kein Geld für einen BD-Player investieren.

DeathAngel
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Re: News | Blu-ray: Langsamere Adoption als DVD

Ungelesener Beitrag von DeathAngel » 14.02.2012, 20:34

Aber wie der Artikel schon sagt: erstmal den Fernseher (und die Anlage) haben um es auszureizen. Mein Standpunkt bleibt, die Vorteile VHS->DVD waren im Vergleich zu DVD->BR sehr viel vielschichtiger und offensichtlicher. In meinem Freundes- und Familienumfeld bin ich ein Exot mit meiner BR Leidenschaft. Da sind noch einige Röhrengeräte und kleine LCD vorhanden, viele gucken am kleinen PC/Laptop-Monitor und haben deshalb keine Vorteile von BR. Meine Eltern haben erst mit BR angefangen, als der alte 80cm Röhrenfernseher durch einen 37" Phillips LCD ersetzt wurde und die DVD dann echt schwach aussah. 500€ - 700€ Einstiegskosten für ein gutes erstes BR Erlebnis haben nicht alle. Und so 10-30% teurer sind BRs immer noch oft.

JüLiBel
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Re: News | Blu-ray: Langsamere Adoption als DVD

Ungelesener Beitrag von JüLiBel » 14.02.2012, 21:49

Mit BlueRay wollen die Hollywood-Konzerne DRM durchsetzen (und damit einhergehend auch höhere Preise).

Wäre dem nicht so, würde BlueRay wesentlich mehr Anteile besitzen.
Technisch (Prozessor-Leistung, Highspeed-Internet, Plattenplatz, Full-HD Bildschirme) ist alles vorhanden und im bezahlbaren Bereich unter 1000 EUR.

Teuer wird es, wenn man pro Monat noch 50 EUR für den Konsum der "Inhalte" ausgeben darf (genauer muß).

Diesen Gesamtpreis wollen dann eben nur wenige Marktteilnehmer zahlen, denn der Qualitätsvorteil der BlueRay muß diese laufenden (Zwangs-)Kosten auch noch aufwiegen.

Smoke

Re: News | Blu-ray: Langsamere Adoption als DVD

Ungelesener Beitrag von Smoke » 16.02.2012, 18:01

Qualitativ ist BR natürlich besser als DVD. Allerdings wundere ich mich zunehmend über die blauäugig kalkulierten
Zukunftsaussichten bei einer Konsumgesellschaft die in der Masse immer weniger Kohle zum verkonsumieren hat.
Wie der Vorposter schon bemerkte werden Konsumenten mit einem Plus an Qualität versucht dazu zu verführen auch
ein Mehr an laufenden Kosten zu akzeptieren bei gleichzeitig ausgeweiteten Kontrollmechanismen.
Die BR ist eben "nur" eine bessere DVD. Und deren Qualitätsstandard reicht vielen Leuten aus das sie es sich gut überlegen
ob es ihnen das wirklich wert ist.
Wäre die wirtschaftliche Situation vor allem in den unteren Einkommengruppen nicht seit Jahren so depressiv BR würde
mittlerweile wesentlich breiter akzeptiert werden.
Aber so ist das halt. Hierzulande wird immer noch so getan als wäre D-Land ein Konsumschlaraffenland. Dem ist aber
nicht mehr so.

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