Die VESA (Video Electronics Standards Association) hat eine neue Version des DisplayPort-Standards freigegeben: Dank Dual-Mode Version 1.1 ist die Übertragung von Inhalten mit bis zu 3840 x 2160 Bildpunkten bei voller Kompatibilität zu HDMI 1.4a möglich. Für 2K- oder 4K-Inhalte braucht man an HDMI-Geräten mit DisplayPort-Adaptern also nur noch ein statt mehrere Kabel. Neue Grafikkarten des Jahres 2013 sollen bereits diese DisplayPort-Version unterstützen. Somit könnte man bei neuen Grafikkarten 4K-Inhalte von seinem PC an jeden Ultra-HD-TV übertragen.
Dank Dual-Mode Version 1.1 ist die Übertragung von Inhalten mit bis zu 3840 x 2160 Bildpunkten bei voller Kompatibilität zu HDMI 1.4a möglich. Für 2K- oder 4K-Inhalte braucht man an HDMI-Geräten mit DisplayPort-Adaptern also nur noch ein statt mehrere Kabel.
Man braucht derzeit einen eigenen expliziten HDMI-Ausgang an der Quelle oder alternativ einen aktiven DisplayPort nach HDMI 1.4 Adapter, weil die HDMI-Ausgabe am DisplayPort-Ausgang auf 165 MHz limitiert ist. Da helfen auch mehrere Kabel nicht. Mit dem neuen Standard geht auch die volle Bandbreite von HDMI 1.4, die allerdings trotzdem nur die Hälfte des aktuellen DP-Bandbreite entspricht.
Zuletzt geändert von PatkIllA am 03.02.2013, 16:29, insgesamt 2-mal geändert.
Torte hat geschrieben:Also alles wieder nur mit 60HZ?
Für 4K kriegst du nur 30Hz bei HDMI 1.4. 120 Hz nimmt AFAIK kein Gerät über HDMI an.
Bei DisplayPort reicht die Bandbreite immerhin im die heute bezahlbaren 2560*xxxx Monitore mit 120 Hz zu betreiben. Da gibt es aber ebenfalls keine Geräte die das können.
ohh man wie das nervt. 720p 1080p jetzt 4k usw. kaum haben wir 4k kommt 16k usw. Ich will ja nicht alle 2-4 Jahre wechseln. Aber wir werden immer mehr und mehr dazu gezwungen!
Makso hat geschrieben:ohh man wie das nervt. 720p 1080p jetzt 4k usw. kaum haben wir 4k kommt 16k usw. Ich will ja nicht alle 2-4 Jahre wechseln. Aber wir werden immer mehr und mehr dazu gezwungen!
Auch ich habe erst vor 12 Jahren von meinem Zuse4 auf den Commodore2 upgegradet. 8,16 oder 256 Farben, wer braucht denn sowas überhaupt?
Makso hat geschrieben:ohh man wie das nervt. 720p 1080p
1080p gibt es bei HDMI schon seit der ersten Version und die ist 10 Jahre alt. Auf die derzeitige HDMI-Version würde ich aber auch nicht setzen, da die 4K gerade mal mit 30 Hz wiedergeben kann.
Zuletzt geändert von PatkIllA am 03.02.2013, 20:34, insgesamt 1-mal geändert.
Mrjones2015 hat geschrieben:Auch ich habe erst vor 12 Jahren von meinem Zuse4 auf den Commodore2 upgegradet. 8,16 oder 256 Farben, wer braucht denn sowas überhaupt?
Gegen Fortschritt hat ja keiner was, aber nicht alles was einem als fortschrittlich verkauft wird ist es auch. Und wenn "zukunftssichere" Formate alle 2 Jahre veralten und man deswegen ständig neue Geräte kaufen muss/soll ist das auch nicht so toll, oder? Ich würde zudem behaupten, dass der Wechsel von 2 auf 16,7 Mio. Farben einen größeren Mehrwert gebracht hat als jetzt der Wechsel von 2k auf 4k...
Nein. Das genau der Grund. Es sind 8 Bit für Rot 8 Bit für Blau und 8 Bit für Grün. Macht 2^8 = 256 Farbstufen pro Farbe und 2^8 * 2^8 * 2^8 = 2^24 = 16777216 Farben insgesamt.
Etwas Off-Topic, aber nein, kein Zufall. 24 Bit Farbtiefe bietet ca. 16,7 Mio. Farben. Oft nennt sich das auch 32 Bit, die zusätzlichen 8 Bit enthalten aber keine relevante Information (32 Bit sind einfacher zu verarbeiten als "ungerade" 24 Bit, stammt aus Zeiten mit 32 Bit Busbreite). Nicht zu verwechseln mit aktuellen Monitoren/Grafikkarten für Profis, die z.B. 30 Bit Farbtiefe (10 Bit pro Pixel) bieten, und daher ca. 1 Mrd. Farben darstellen können. Viele aktuellen LCDs haben zudem meist nur 6 bpp, also eigentlich nur knapp 260.000 Farben, der Rest kommt über Dithering. Hatte deine Frage einen tieferen Sinn?
Einige Grafikformate und Programme nutzen die zusätzlichen 8 Bit um Alphawerte zu speichern, richtig. Der Grafikkarte selber sind die aber egal. Transparenz hat nur eine Bedeutung, wenn du bei der Aufbereitung mehrere Pixel überlagerst, letzendlich in den Display Buffer geschrieben wird dann aber nur der finale Farbwert. Wie oben geschrieben geht es darum das man 4x8 Bit einfacher verarbeiten kann als 3x8.
Sofern du nicht gerade direkt mit der Grafikkarte sprichst bekommst du den Unterschied zwischen 32 Bit und 24 Bit Farbtiefe aber sowieso nicht mit.
Einige Grafikprogramme? Was ist mit Icons, Texturen, UIs? RGBA ist Standard. Einfacher zu verarbeiten? Was meinst du damit? Das hätte ich gerne mal etwas konkreter. Das ist immerhin ein Overhead von 25%.
Mrjones2015 hat geschrieben:Auch ich habe erst vor 12 Jahren von meinem Zuse4 auf den Commodore2 upgegradet. 8,16 oder 256 Farben, wer braucht denn sowas überhaupt?
Gegen Fortschritt hat ja keiner was, aber nicht alles was einem als fortschrittlich verkauft wird ist es auch. Und wenn "zukunftssichere" Formate alle 2 Jahre veralten und man deswegen ständig neue Geräte kaufen muss/soll ist das auch nicht so toll, oder? Ich würde zudem behaupten, dass der Wechsel von 2 auf 16,7 Mio. Farben einen größeren Mehrwert gebracht hat als jetzt der Wechsel von 2k auf 4k...
Hat dich jemand mit vorgehaltener Waffe gezwungen deinen alten Fernseher zu entsorgen? Abgesehen davon dass du einen DVB-Receiver brauchst kannst du auch heute noch deine uralte Röhre betreiben wenn dir danach ist.
@nil!: Du darfst nicht das Format von Grafiken (RGBA bzw. ARGB) und das beschicken der Grafikkarte mit Daten in einen Topf werfen.
Einfacher zu verarbeiten heißt: Im 24 Bit Grafikmodus kannst du einzelne Pixel über mindestens zwei Schreiboperationen ansprechen (16+8), das heißt du sendest RG+B. Es gibt eben keine 24 Bit Busoperationen, sondern nur 2^x (8, 16, 32, ...). Im 32 Bit Modus brauchst du nur einen Schreibzugriff, eben RGBx, wobei die Grafikkarte das x ignoriert. Das heißt du hast einen Overhead in Bezug auf Speicher um 25%, dafür reduzierst du die Anzahl an Schreibzugriffen um 50%.
Der Overhead lässt sich nutzen um Zusatzinformationen wie eben Alphawerte zu speichern.
@Iruwen: Nein, natürlich nicht. Mir ging's eher darum: Ich kaufe aktuelle Hardware, z.B, 1080p. Jetzt kommt 4k und ich muss quasi alles austauschen, weil sämtliche Anschlüsse und Geräte sofort veraltet sind. Bitte nicht falsch verstehen: Mir persönlich ist das egal, ich brauche kein 4k. Ich finde es nur traurig das hier neue Anschlüsse wie Display Port angepriesen werden, die "zukunftssicher" sind und dann trotzdem innerhalb einer Generation veralten.
Nun da Grafikkarten idR die Transparenz selbst berechnen (compositing) brauchen die wohl RGBA. PCIe ist aber kein herkömmlicher paralleler Bus sondern viel mehr ein Netzwerk und arbeitet deswegen mit Datenpaketen mit unterschiedlichem Payload. Dieser kann auch 128 Bit sein. Und so wäre man bei 5*24 Bit nur bei einem Overhead von 6,25%. ;) Man müsste mal ins Whitepaper schauen um zu sehen ob man auch Payload nicht auch einfach auf 24 Bit setzten kann...
Auch wenn ich 4K gerne hätte. Brauchen tue ich das nicht(ich hab nicht mal 1080p weil ich armer Student bin!... Hätte aber gerne) Iruwen hat aber recht. Du MUSST es NICHT kaufen wenn neue Technologie da ist. Es zwingt dich NIEMAND.
Es ist ja nicht so, dass sobald 4K Fernseher rauskommen plötzlich dein 1080p Fernseher in den Müll geworfen werden kann weil du den nicht mehr benutzen kannst.... (Der alte bleibt ja noch weiterhin grob mindestens 10 Jahre kompatibel... HDMI wird noch ne weile unterstützt usw.)
Also du musst das so sehen, es gibt 2 Möglichkeiten: 1) Wenn nichts neues auf den Markt kommt behalten alle einschließlich dir ihre alten Sachen. ______ (Du behälst deinen geliebten 1080P-Fernseher!) 2) Wenn immer wieder neue Sachen auf den Markt kommen darfst du entscheiden =) ____________ (Du behälst deinen geliebten 1080P-Fernseher!... ODER ...du kaufst dir einen neuen)
Zugegeben Irgendwann muss man umspringen, weil der Video-S-Comonent nicht mehr unterstützt wird. Aber alle 10-20 Jahre kann man das wohl in Kauf nehmen und da möchte wohl jeder etwas besseres Du siehst, du hast durch neue Komponenten mehr Auswahl zur Möglichkeit. Man muss nicht auf jeden zug aufspringen ... aber man kann ab und zu wenn man findet, dass es zeit dazu wird.
Compositing ist dann aber eine andere Stelle in der Grafikpipeline. Letztendlich angezeigt wird ja das Ergebnis davon. Aber du hast recht, bei einer modernen Graka läuft das ein wenig anders ab... ich bin hier quasi noch auf Stand von VESA 2.0 ;)
Das mit dem PCIe hat noch einen Haken: Die 5x24 Bit bringen dir nur was, wenn die Grafikkarte das auch in der Form annimmt. Wenn du nur einen einzelnen Pixel adressieren willst bringt das nicht viel. Ansonsten müsste sie einen Modus unterstützen in dem du dann z.B. fünf aufeinanderfolgende Pixel auf einmal änderst. Sofern du bei einer modernen GPU überhaupt noch direkt einzelne Pixel addressieren willst.
@suppa: Ich weiß das ich es nicht kaufen muss (ich besitze aktuell gar keinen Fernseher). Darum geht es mir wie gesagt auch nicht. Mir geht es darum das hier ständig neue Standards kreiert werden die dann sofort wieder obsolet sind anstatt einmal etwas gescheites auf den Markt zu bringen. Aber das verringert natürlich den Gewinn... das ist so ein bißchen wie damals als es hieß das 640k für jeden genug sind. Jetzt haben wir endlich 64 Bit und max. 256 TiB Speicher und wohl eine Weile ruhe. Also warum nicht einen Display Port 2.0 der bis 64K @ 480 Hz skaliert?
Wildfire hat geschrieben:Das mit dem PCIe hat noch einen Haken: Die 5x24 Bit bringen dir nur was, wenn die Grafikkarte das auch in der Form annimmt. Wenn du nur einen einzelnen Pixel adressieren willst bringt das nicht viel. Ansonsten müsste sie einen Modus unterstützen in dem du dann z.B. fünf aufeinanderfolgende Pixel auf einmal änderst. Sofern du bei einer modernen GPU überhaupt noch direkt einzelne Pixel addressieren willst.
Ne. Das will man idR nicht. :) Es sei denn man macht es wie früher und lässt das ganze Bild von der CPU zeichnen und schiebt den Framebuffer dann am Stück zur Grafikkarte. Dann ist die effizienteste Methode die mit dem geringsten Overhead.
Wildfire hat geschrieben:Also warum nicht einen Display Port 2.0 der bis 64K @ 480 Hz skaliert?
Also wenn ich richtig gerechnet habe dann müsste dieser DP 2.0 eine Bandbreite von knapp 24,5 PetaBit pro Sekunde unterstützen. Ohne Overhead. Ich glaube das dauert noch ein bisschen bis wir so weit sind. :o)