PowerColor Radeon HD 3870 SCS3 (passiv)
Taktraten und Overclocking
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Im Desktop-Betrieb wurde der Grafikchip nur etwa 47°C warm. Unter Last wie z.B. in einem 3D-Spiel stieg die Temperatur im Dauerbetrieb bis auf 86°C an. Das ist nicht wenig, liegt aber immer noch deutlich unter dem kritischen Bereich von 100°C und mehr.
Die Wärmeabfuhr funktioniert bei der PowerColor Radeon HD 3870 SCS3 sehr gut, der Grafikchip wurde nach Beenden eines Spiels schnell wieder kühler, obwohl kein Lüfter auf die Karte gerichtet war. Schon wenige Minuten später lag die Temperatur des Grafikchips wieder unter 50°C.
Der Nachteil der guten Wärmeabfuhr auf die Kühlerkörper: Letztere werden im Dauerbetrieb sehr warm und erhitzen so das geschlossene Gehäuse enorm. Auf eine gute Durchlüftung sollte man deshalb nicht verzichten.
Die Kühlkörper ragen hinten etwas über die Platine hinaus, wodurch es am PCI Express Stromanschluss etwas eng zugeht. Einstecken geht noch ohne Probleme, zum Herausziehen des Steckers muss der vordere Kühlkörper aber etwas zur Seite gedrückt werden.
Übrigens: Wem die Kühlung rein passiv nicht ausreicht, kann am hinteren Ende der Grafikkarte einen (leisen) 50mm Lüfter montieren. PowerColor hat dafür entsprechende Bohrungen in den Kühlkörpern vorbereitet (siehe Bild rechts). Mit einem solchen Lüfter kann die warme Luft durch die Lamellen und das Slotblech nach außen aus dem Gehäuse geblasen werden.
Obwohl sich die PowerColor Radeon HD 3870 SCS3 durch ihre passive Kühlung nicht an Übertakter richtet, sondern besser z.B. in Heimkino-Systemen oder spiele-fähigen Arbeits-PCs eingesetzt werden sollte, wollten wir auf Overclocking-Tests nicht verzichten. Mit 823 MHz Chip- und 1188 MHz Speichertakt konnten im Dauerbetrieb ohne Bildfehler und Abstürze immerhin um sechs Prozent höhere Frequenzen erzielt werden. Das Ergebnis des 3DMark06 wurde dadurch im High-Quality Modus mit 4x Full-Scene Anti-Aliasing und 8x anisotroper Filterung um 4,5 Prozent gesteigert.
Zum Vergleich: Eine Übertaktung der ebenfalls passiv gekühlten Sapphire HD 3850 Ultimate Edition war erfolglos geblieben, denn schon bei der geringsten Anhebung der Taktraten stürzte das System ab.
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Seite 2: Grafikkarte und Ausstattung
Seite 3: Taktraten und Overclocking
Seite 4: Benchmarks
Seite 5: Stromverbrauch
Seite 6: Fazit
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