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<<< Seite >>> 02.04.2009 | von Frank Schräer
ATI Radeon HD 4890

Strategie & Neuerungen

AMD hat nach der ATI Radeon HD 2900 XT seine Strategie bei den Grafikkarten etwas umgestellt. Statt (wie Konkurrent Nvidia) zunächst ein neues Topmodell im absoluten High-End-Bereich einzuführen und dann abgespeckte Varianten nach und nach zu günstigeren Preisen zu bringen, setzt AMD eher auf erschwingliche Lösungen und schiebt dann ein Dual-Chip-Modell für Enthusiasten nach. Die folgende Grafik verdeutlicht das.


AMDs Einführungsstrategie für Grafikkarten (Anklicken zum Vergrößern!)

Nach Radeon HD 4850 und 4870 folgte die 4870 X2 im oberen Preisbereich und einige Monate später dann die Radeon HD 4600 Serie im Mainstream-Segment.
Dabei setzt AMD auf das bestmögliche Besetzen der wichtigsten Preispunkte von Grafikkartenkäufern. Nach einer Studio der Marktforscher von Mercury Research werden die meisten Grafikkarten für rund 50 US-Dollar gekauft. Danach folgen Karte für $100, dann für etwa $260. Bei den Flaggschiffen liegt der beste Preispunkt bei etwa $480. Trifft man diese Preise mit seinen Produkten, so dürfte sich das in höheren Verkaufszahlen niederschlagen.


Besetzen der wichtigsten Preispunkte (Anklicken zum Vergrößern!)

Mit der Radeon HD 4890 peilt AMD einen Preispunkt von rund 260 US-Dollar bzw. etwa 240 Euro an. Nachdem die Radeon HD 4870 durch diverse Preissenkungen nun schon für deutlich unter 200 Euro zu bekommen ist, ist dieser Preispunkt - mal abgesehen von der Radeon HD 4850 X2 von Sapphire - derzeit unbesetzt. Die 4850 X2 dürfte mit der Einführung der 4890 langsam vom Markt verschwinden.

Großes Thema bei der ATI Radeon HD 4890 ist Overclocking. In der Präsentation dieser Grafikkarte wurde mehrfach betont, dass sich die 4890 sehr gut übertakten lasse und damit noch mehr Leistung herausgeholt werden kann.

Bilder anklicken zum Vergrößern!

Wichtigste Spezifikationen

AMD ermutigt zum Übertakten

AMD versprach, dass die Grafikakrtenhersteller zahlreiche ab Werk übertaktete Radeon HD 4890 nach der offiziellen Einführung bringen werden. Sogar ein Chiptakt von 1 GHz und mehr soll erreichbar sein.
Gründe für die bessere Übertaktbarkeit des RV790 Grafikchips gegenüber dem RV770 von Radeon HD 4850 und 4870 sind einige interne Optimierungen. Obwohl der Fertigungsprozess (55 Nanometer) gleich geblieben ist, wurden Signalstörungen und Leckströme innerhalb des Chips reduziert. Das erlaubt höhere Taktraten.
Weitere Verbesserungen gibt es hinsichtlich Leistungsaufnahme. So soll die Radeon HD 4890 im Desktop-Betrieb (Idle) weniger Strom verbrauchen als die 4870: nominell 60 statt 90 Watt. Unter Last ist es aufgrund der höheren Taktraten aber natürlich mehr. Trotzdem kommt man mit zwei 6-Pin PCI Express Stromanschlüssen für das Netzteil aus. Durch das offene Design können laut AMD aber übertaktete 4890 möglicherweise mit einem 6-Pin und einem 8-Pin Anschluss ausgestattet sein.


Produktpositionierung (Anklicken zum Vergrößern!)

AMD positioniert die Radeon HD 4890 knapp unter die GeForce GTX 285 von Nvidia, die mit mindestens 300 Euro allerdings ein Stück teurer ist.

Abschließend sei noch bemerkt, dass zwei Radeon HD 4890 im Parallelbetrieb per CrossFire laut AMD besser skalieren als die bisherigen 4800er Grafikkarten. AMD sieht hier Leistungsgewinne von 65 bis 95 Prozent.
Die Frage nach einer Radeon HD 4890 X2 mit zwei RV790 Grafikchips auf einer Platine konnte und wollte AMD aber noch nicht beantworten.

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Inhaltsverzeichnis

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Seite 8: Enemy Territory: Quake Wars
Seite 9: Half-Life 2: Episode One
Seite 10: Unreal Tournament 3
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Seite 12: Crysis
Seite 13: World in Conflict
Seite 14: Stromverbrauch
Seite 15: Fazit

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