Creative 3D Blaster GeForce2 Ultra - Seite 11

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Full Scene Anti Aliasing

Es ist ja nun allgemein bekannt, dass der Rechenaufwand für die Grafikkarte bei Full Scene Anti Aliasing (FSAA) so enorm steigt, dass bei den meisten Produkten, die dieses Feature bieten, die Spielbarkeit des Games durch Ruckeln so eingeschränkt wird, das man lieber darauf verzichtet und das gelegentliche Pixelflimmern und die Treppenstufen bei schrägen Kanten und Linien in Kauf nimmt. Nun haben wir hier aber die schnellste Grafikkarte der Welt vor uns liegen und – verflixt nochmal – wenn es diese nicht bringt, welche dann?
Deshalb haben wir uns dieses Themas nochmals angenommen, obwohl sich bei nVidia technisch und Bildqualitätsmäßig seit der GeForce256 nichts mehr getan hat. Wir wollten unbedingt sehen, ob sich der Performanceverlust durch FSAA bei der Creative GeForce2 Ultra vielleicht nicht so stark auswirkt wie bei den bisher getesteten Karten.

Bevor wir zur Leistungsbetrachtung mit FSAA kommen, noch eine kleine Auffrischung über die Vorzüge dieses Features. Pixelflimmern läßt sich leider nicht in Screenshots darstellen, deshalb hier nur eine kurze Dokumentation der FSAA-Einstellungen der Detonator3-Treiber unter Direct3D.
Die Treiber bieten eine ganze Reihe von Stufen für FSAA. Wir haben uns auf den Test von 4×4 als Maximum und von 2×2 als besten Mix aus Qualität und Leistung beschränkt. Die verwendeten Einstellungen sind auf den folgenden Bildern zu erkennen:

Direct3D FSAA 2x2
Direct3D FSAA 2×2
Direct3D FSAA 4x4
Direct3D FSAA 4×4


Zur Verdeutlichung der Qualitätsunterschiede in der Darstellung hier dreimal die gleiche (Anfangs-)Szene aus dem Spiel Test Drive 6 in der Auflösung 800x600x32 ().

TD6 FSAA off
TD6 FSAA off
TD6 FSAA 2x2
TD6 FSAA 2×2
TD6 FSAA 4x4
TD6 FSAA 4×4


Der größte und leicht erkennbare Unterschied liegt zwischen „FSAA off“ und „FSAA 2×2“. Von 2×2 zu 4×4 muss man dagegen schon genau hingucken, um die Verbesserungen zu sehen. Hier sind drei Ausschnitte in Originalgröße aus den obigen Bilder, anhand derer das schnell deutlich wird:

TD6 FSAA off
TD6 FSAA off
TD6 FSAA 2x2
TD6 FSAA 2×2
TD6 FSAA 4x4
TD6 FSAA 4×4


Soweit zur Bildqualität. Jetzt aber zu der quälenden Frage: Schafft es die Creative 3D Blaster GeForce2 Ultra, diese Bilder ohne Verlust der Spielbarkeit auf unseren Monitor zu zaubern?

Um es vorwegzunehmen: Leider schafft sie es nicht ganz.
Hier die Ergebnisse im einzelnen (Basis: Athlon 850):

Benchmark Auflösung FSAA off FSAA 2×2 FSAA 4×4
Quake3 – HighQ 800x600x32 125,1 51,9
1024x768x32 113,5 32,1
Test Drive 6 800x600x32 158 57 45
1024x768x32 117 36


Unter OpenGL ist eine Einstellung von 4×4 von den Detonator3-Treibern nicht vorgesehen und bei der Auflösung von 1024x768x32 weigerte sich TD6 seltsamerweise, mit der Einstellung FSAA 4×4 zu starten, deshalb fehlen diese Angaben in obiger Tabelle.
Man muss festhalten, dass FSAA bei größeren Auflösungen als 800x600x32 auch mit einer GF2 Ultra kaum spielbar ist. Durch zu starkes Ruckeln ist der plötzliche Bildschirm-Tod beim Deathmatch oder der Übelkeitsanfall beim Autorennen vorprogrammiert!
Bei 800×600 und einer gemäßigten FSAA-Einstellung von 2×2 sind die Games aber gut zu geniessen. Hier zahlt sich die Mehrleistung durch die nackte Power der Ultra aus.

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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