Gefahr im Netz: So bedrohen Cyberangriffe Technologie-Unternehmen

Bedrohungen und ihre Folgen für die Wirtschaft

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Für technikbegeisterte Nutzer ist es ein offenes Geheimnis: Die Bedrohung durch über das Internet ausgeführte Cyberattacken wächst mit jedem Jahr weiter. Inzwischen ist im Prinzip jede Firma bedroht, die auch nur über einen Internetauftritt verfügt und nachdem bereits namhafte Marken wie die Telekom und Sony betroffen waren, wird die Bedrohung auch im Mainstream bewusster wahrgenommen. Aber wie groß ist die Chance, dass Hardwarehersteller wie Samsung, Apple oder LG von derartigen Attacken getroffen werden? Und wie können Firmen sich dagegen schützen?
 

DDoS am verheerendsten 

Die Schwere von Cyberattacken hängt stark von der jeweils verwendeten Methode des Angriffs ab. Die vermutlich gefährlichste Form sind sogenannte DDoS Attacken: Sony zum Beispiel wurde im Jahr 2015 Opfer eines DDoS-Angriffs und musste nach dem Ausfall des Playstation Network Service Millionen von Nutzern für die Attacke entschädigen. Später stellte sich heraus, dass wohl ein frustrierter Fan mit Hackerkenntnissen hinter dem Angriff steckte. Doch oft sind die Motive finsterer: Wirtschaftsspionage, politischer Aktivismus, oder die Erpressung von Lösegeld – meist gehen die Hacker bei DDoS Attacken extrem professionell vor.

Wie allerdings wird ein solcher Angriff durchgeführt? Der Begriff DDoS bedeutet „Distributed Denial of Service“, hierbei handelt es sich um gezielte Attacken, die Hacker auf Server richten. Durch Schadsoftware werden Datennetze mit einer großen Menge an Anfragen beworfen – bis letztlich die Server unter der Last der kontinuierlichen Aufrufe zusammenbrechen. Die Folgen einer solchen DDoS Attacke: Ausfälle von Diensten, sowie nicht zu erreichende Webseiten. Für die Prozedur werden Computerwürmer verwendet, die weitere Rechner infizieren, um schließlich ein Botnetz aufzubauen, das den Angriff durchführen kann. 

Quelle: Pexels

Schäden für Unternehmen

Für die betroffenen Unternehmen entsteht oft ein großer finanzieller Schaden. Der Gesamtschaden durch Cyberattacken weltweit wird pro Jahr auf rund 50 Milliarden Euro geschätzt – Tendenz stark ansteigend. Das Problem: Eine große Anzahl an Firmen ist nicht ausreichend gegen DDoS und andere Angriffe geschützt. Nur durch spezielle Sicherheitsmaßnahmen ist es einem Unternehmen möglich, sich vollständig vor Cyberangriffen zu schützen. Bei unzureichenden Vorkehrungen sind findige Hacker nämlich fast immer erfolgreich. Das mussten inzwischen sogar Verwaltungen und Krankenhäuser erfahren. Mittlerweile sind auch immer häufiger kleinere Betriebe betroffen und ein großer Teil davon ist nicht ausreichend geschützt. Große Firmen wie LG, Microsoft, Samsung und Apple, die zu jeder Zeit im Scheinwerferlicht der medialen Aufmerksamkeit stehen, sind zudem besonders gefährdet. Denn hier fällt es potentiellen Erpressern leichter, ein Motiv für den Hacking-Angriff zu finden.
 

Fazit

Cyberattacken wie DDoS Angriffe stellen eine zunehmende Bedrohung für Firmen der Tech-Branche dar. Nur durch ausreichende Sicherheitsmaßnahmen können Unternehmen sich, ihre Einnahmen und ihre Kunden vor den gefährlichen Angriffen schützen. Allerdings ist noch immer ein großer Teil der Unternehmen nicht genügend auf Hacking vorbereitet. In der Vergangenheit waren bereits bekannte Namen wie die Telekom, Sony, Airbnb oder Uber betroffen, doch auch mittelständische Unternehmen geraten immer häufiger ins Visier. Wenn sich die Lage bessern soll, dann wird der Wert von Sicherheit in den Chefetagen der großen Firmen in Zukunft noch intensiver debattiert werden müssen. Und Nutzer täten gut daran, ausreichend Druck auf Anbieter auszuüben, deren Services betroffen sind.

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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