Daten dauerhaft archivieren -> Jahrzehnte

RAM, Festplatten, DVD, CD, Sticks, Zip, Streamer und andere Massenspeicher
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AzzKikr
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Daten dauerhaft archivieren -> Jahrzehnte

Ungelesener Beitrag von AzzKikr » 25.01.2008, 16:32

Hallo!

Seit Jahren fotographiere ich nurnoch digital und habe ca. 80 GB wichtige Fotos auf Festplatte. Früher habe ich CDs gebrannt, dann DVDs.

Mittlerweile ich mir das zu mühselig geworden und ich habe auch schlechte Erfahrungen damit gemacht, da gebrannte CDs nach ein bis zwei Jahren schon teilweise kaum noch zu lesen waren.

Daher habe ich alles wieder auf Festplatte und benutze Robocopy und alles auf eine externe Platte zu sichern.

Ich würde nur gerne noch ein Archiv anlegen, was ich woanders lagere, falls hier mal die Bude abbrennt, oder ähnliches.

Nur was nimmt man dafür?
Streamer, Magnetooptische-Medien, auch Festplatten, SSD doch wieder DVD-R?
Was kann ich auch in 10 Jahren noch lesen?
Habe mal gehört DVD-RAM soll gut für sowas sein?
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Uncle Doc
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Ungelesener Beitrag von Uncle Doc » 25.01.2008, 19:55

Ich setze seit Jahren auf 1,1-GB-MO-Disketten für wirklich sensible Sachen - kann ich nur empfehlen, wenn man wirklich nur die physikalische Zerstörung der Datenträger als Restrisiko haben möchte...
...wenn Du auch mit Laufwerken mit externer Stromversorgung in Betracht ziehen möchtest, gibt's die auch in 2 GB (3,5")...
Bei allen anderen Sachen verbleibt halt so eine gewisse (für mich inakzeptable) Vergammel- oder Mechanik-/Elektronik-vielleicht-im Ar***-Paranoia...
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Ungelesener Beitrag von H3LL S3RV4NT » 25.01.2008, 20:11

Auf 2 verschiedene Medien sichern und dazu nochmal hochladen, das sollte für genug Neunen sorgen ;-)
>kq

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Ungelesener Beitrag von PdW » 25.01.2008, 20:23

Bei solchen Daten würde ich 2 externe Festplatten im Wechsel mit der Fotopartition/ dem Fotoarchivverzeichnis der Hauptplatte synchronisieren.

2-fache Redundanz
Speicherbedarf wächst mit der Technik
beliebig aufrüstbar
bei Änderung der Schnittstellentechnik einfach neue Platten anschaffen (bspw. bei Einführung des Nachfolgers USB/ Firewire/SATA...)
meist hohe Geschwindigkeit (je nach Schnittstelle)
... Signatur ist momentan im Wartungsmodus.

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Ungelesener Beitrag von PatkIllA » 25.01.2008, 20:34

Festplatten würde ich mindestens einmal im Jahr aber komplett löschen und neu beschreiben. Die Magnetesierung wird ja auch nicht besser und man überprüft damit auch gleich die Platte.
Und dann noch regelmäßig lesend überprüfend.
Mir ist neulich eine Platte untergekommen, die man beschreiben konnte, aber lesen ging nicht an einer Stelle.

psycho-dad

Ungelesener Beitrag von psycho-dad » 25.01.2008, 20:46

Von DVD-RAM bin ich mittlerweile wieder weg, hatte da irgendwie ein paar komische Erlebnisse und kaputte Medien, die mich skeptisch gemacht haben.

10 Jahre auf DVD-R kann man aber wohl auch vergessen. Mit vernünftigen CD-Rs sollten 10+ Jahre aber kein Problem sein. Meine ersten (Verbatim, 11-12 Jahre alt) laufen jedenfalls noch. Es gibt auch noch die guten, alten goldenen CD-Rs, aber die sind sehr teuer. Problem: bei 80GB sind das schon ein paar Scheiben zu brennen...

Vielleicht "DVD-R Raid-1" mit unterschiedlichen Rohlingsherstellern (z.B. MCC und TY) plus Fehlerkorrekturdaten (dvdisaster) auf Festplatte(n)? Und die DVD-Rs dann mindestens jährlich prüfen.

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Ungelesener Beitrag von Uncle Doc » 25.01.2008, 21:05

Wo gibt's 'n noch 'ne lieferfähige Bezugsquelle für Gold-CD-Rs? Weine da immer noch Hi-Space nach...
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Ungelesener Beitrag von st3660a » 25.01.2008, 21:40

Puh wasn Aufwand... wie sieht das denn mit Bandlaufwerken aus? Werden die nicht in Rechenzentren verwendet? Zu teuer?

psycho-dad

Ungelesener Beitrag von psycho-dad » 25.01.2008, 22:14

@Doc: Von Emtec gibt's noch goldene.

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Ungelesener Beitrag von fassy » 25.01.2008, 22:28

st3660a hat geschrieben:Puh wasn Aufwand... wie sieht das denn mit Bandlaufwerken aus? Werden die nicht in Rechenzentren verwendet? Zu teuer?
Definitiv die beste und sicherste Möglichkeit. Soooo teuer sind die auch nicht.
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Ungelesener Beitrag von AzzKikr » 27.01.2008, 12:40

Fassen wir mal zusammen:

Festplatten sind groß und schnell, aber nicht für dauerhafte Lagerung gedacht. Neu beschreiben ist nötig und in welchen Abständen weiss niemand so genau. Das klingt für mich nicht nach einer Backupmethode, wir ich sie mir vorstelle.

CD-Rs sind einfach zu klein. Sorry, aber damit sind sie disqualifiziert. BTW: was war an den alten goldenen eigentlich besser als den silbernen?

DVD-RAM ist laut Wikipedia genau für lange Langerung gemacht. Die Preise für Rohlinge sind akzeptabel. Die Brenner kosten nicht die Welt.
Hat noch irgendwer Erfahrunge damit?

Genauere Infos wäre noch für 2 andere Medien sinnvoll:
- Stramer
Welche Produkte gibt es? Wie gut sind die?

- MO
@Uncle Doc
was genau meinst du? Hast du mal ne URL?
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Ungelesener Beitrag von fassy » 27.01.2008, 12:57

DVD-RAM gibt es miener einschätzung einfach noch nicht lange genug um wirklich sagen zu können ob sie Jahrzente unbeschaded überleben.

Bei DAT-Bändern und Streamern ist das ausgetestet und bestätigt. Sehr gut sind die StorageWorks von HP - allerdings sind die relativ teuer und fangen bei so 450 intern an.

Kannst dir ja auch mal das Iomega REV Drives 35 ansehn und was dazu durchlesen. Ist wohl mit 250€ für den Consumerbereich ganz interessant. Allerdings kein Bandlaufwerk sondern wieder eine propriätere Diskette - wie damals das ZIP.
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Ungelesener Beitrag von PatkIllA » 27.01.2008, 13:04

Neubeschreiben und/oder testen musst du eh regelmäßig.
Selbst wenn du eine vergleichsweise anerkannte Methode wie Bänder benutzstm ist die Chance, dass das Backup nicht mehr lesbar ist, wenn deine Hauptplatte kaputt geht ist nicht unrealistisch.

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Ungelesener Beitrag von Konsumierer » 27.01.2008, 13:36

Fotos in ein passwortgeschütztes Archiv packen, das du "XXX Porn Teen Sex" nennst und es dann bei BitTorrent seedest. =)
So hast du ein weltweit verfügbares Backup.
#GeorgeWBush { position:absolute; bottom:-6ft; }

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Ungelesener Beitrag von Uncle Doc » 27.01.2008, 13:54

AzzKikr hat geschrieben:[...]
- MO
@Uncle Doc
was genau meinst du? Hast du mal ne URL?
http://de.wikipedia.org/wiki/MO-Disk
Ich hab die Version 3,5"/1.300 MB, da ich ein kompaktes Laufwerk auch für den mobilen Einsatz wollte, also welches über USB versorgt werden kann (ist das Fujitsu DynaMO geworden) - bei 3,5"/2.300 MB hab' ich nur Laufwerke mit externer Stromversorgung gefunden. Überlege derzeit aus Platzgründen auf die 5,25"/16.700 MB-Version umzusteigen, finde aber leider generell in Deutschland keine Laufwerke...
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Ungelesener Beitrag von PatkIllA » 27.01.2008, 14:38

Langzeitarchivierung mit Geräten die man jetzt schon kaum bekommt kann es auch nicht sein.
Da haben einige Institutionen schon mit zu kämpfen.

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Ungelesener Beitrag von AzzKikr » 27.01.2008, 15:43

@fassy
Technologien, die schon 30 Jahre am Markt sind, so dass man genaue Aussagen machen kann, werde wohl nicht genug Kapazität haben, oder?
Und ich glaube schon, dass man vernünftige Prognosen machen kann, ohne die Medien wirklich die angegebene Zahl von Jahren im Schrank liegen zu haben.

So ganz nebenbei gibt's REV auch noch nicht sooo lange, oder?
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Ungelesener Beitrag von picasso » 27.01.2008, 16:00

AzzKikr hat geschrieben:Technologien, die schon 30 Jahre am Markt sind, so dass man genaue Aussagen machen kann, werde wohl nicht genug Kapazität haben, oder?
Naja, die Technologie von DAT-Bänder gibts ja schon ewig, aber die Kapazität ist halt immer gestiegen. Deshalb kann man wohl auch bei modernen Bandlaufwerken und -medien davon ausgehen, dass die relativ lange halten.
:wq!

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Ungelesener Beitrag von Checky » 27.01.2008, 18:46

Wie wäre es denn mit USB-Sticks? Die sollen sehr lange halten (Hersteller vergeben zum Teil 10 Jahre Garantie) und Umwelteinflüssen gegenüber sehr resistent sein.

Die gibt es bis 32GB inzwischen, ich speichere meine Fotos auf so was (aber erst seit ca. einem Jahr).

Luke
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Ungelesener Beitrag von Luke » 27.01.2008, 19:24

Also ich habe zwar keine Erfahrung mit Langzeitarchivierung, aber angesichts der Tatsache, das einem eine Haltbarkeit von 10 Jahren nichts bringt, wenn man in 10 Jahren entweder das Lesegerät nicht mehr hat (kaputt, verloren, ...), noch es irgendwo mehr anschließen kann, würde ich einen anderen Weg gehen.

Jetzt zwei bis drei (je nach Geldbeutel, wobei bei den Datenmengen ja heutzutage kleine Modelle ausreichen) externe Festplatten kaufen, beide vollschreiben und getrennt aufbewahren. Die Daten alle zwei bis drei Jahre auf eine aktuelle Festplattengeneration überspielen und dabei auf Konsistenz überprüfen. Der Aufwand hält sich denke ich in Grenzen und man kann sich sicher sein, immer auf die Daten zugreifen zu können.

Chino
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Ungelesener Beitrag von Chino » 27.01.2008, 19:27

Öhm meine letzte Information ist dass die Daten aufm Stick alles andere als sicher sind. Sowohl wenn sie öfter Wiederbeschrieben werden, wie auch wenn sie nur rumliegen...

Klar besser als DVD wirds sein, aber die kann ja auch nix. ;)

Früher hätte ich gesagt Festplatten, ich hab selbst noch einige mit Größen unter 170MB, die ca. 20 Jahre alt sind und heute noch funktionieren. Leider hat da die Qualität auch stark abgenommen.

Aufgrund des niedrigen Preises würde ich aber 2x auf HDD und noch 1x im Netz sichern. Niedrigste Kosten - hohe Sicherheit - und recht komfortabel.

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