NAS und Backup-Strategie

RAM, Festplatten, DVD, CD, Sticks, Zip, Streamer und andere Massenspeicher
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NAS und Backup-Strategie

Ungelesener Beitrag von PdW » 13.10.2013, 22:40

Servus,

nach wie vor interessiere ich mich für NAS und habe das Thema leider noch nicht umgesetzt.

Liegäugele noch mit einer DS231+ o.ä. von Synology, also ein NAS mit 2x 3TB oder 2x 4TB.
Einsatz im privaten Bereich für Dokumente, Fotos, mp3 und Videos = Storage sowie als für die Backups mehrerer Rechner in der Wohnung = Clientbackups.

Nach wie vor frage ich mich aber, wie eine sinnvolle Backup-Lösung ausschaut. Die Daten hinsichtlich mp3-Sammlung und vor allem den Camcorder-Videos und den Digitalfotos schätze ich als wichtig bis unersetzlich (=SuperGAU) ein, so dass hier ein Totalverlust tunlichst zu vermeiden ist.

Frage: Wie organisiere ich das Backup dieser NAS-Daten bezahlbar und möglichst einfach?

vorläufiges Konzept:
NAS-Platte 1 wird Backupziel aller Rechnerbackups=Clientbackup, NAS-Platte 2 wird regulärer Speicher für alle Daten = Storage
Idee a) Noch eine externe HDD USB 3.0 ab und an an das NAS hängen und das Backup extern lagern, optimalerweise 2 USB-HDD im Wechsel, Problem hier: Verfügbarkeit und vergleichbar teure USB 3.0 3+TB, außerdem bin ich mir nicht im Klaren, wie einfach das über die Synology-Software handlebar ist oder ich gar manuell kopieren muss über einen der Clients
Idee b) eine weitere interne 3-4TB Platte anschaffen und die NAS-Platte 1 ggf. ausbauen und die weitere HDD für Spiegeln der Platte 2 = Storageplatte temporär einbauen

Meinungen?

RAID kommt für micht nicht unbedingt in Frage, weil Plattenintensiv und nur technische Absicherung. Gegen Schädlinge und Verlust durch Brand, Diebstahl und RAID-/NAS-Crash hilft dies nur eingeschränkt.
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Re: NAS und Backup-Strategie

Ungelesener Beitrag von KoreaEnte » 13.10.2013, 22:53

Ich habe das so ähnlich wie du es beschrieben hast im Einsatz. Nutze ein Synologie NAS zur Speicherung vieler Daten und als Backup für Daten, die ich auch auf meinem PC habe. Dort nutze ich nur noch eine SSD, bzw. zwei SDDs, alle Daten die nicht häufig benötigt werden, liegen also auf dem NAS. Auf das NAS haben auch alle anderen Geräte in meiner Wohnung Zugriff z.B. auf Serien und Co, also die TVs, iPad, Macbook usw.

Alle wirklich wichtigen Daten speicher ich zudem noch auf eine externe USB 3.0 Platte. Die kann man direkt ans NAS anschließen und über das Menü die Daten rüber schieben. An alle PC einzeln musst du die externe Platte also nicht hängen. Theoretisch lager ich die Platte auch außerhalb meiner Wohnung. Praktisch liegt sie aber fast immer hier im Schrank und wird nur einmal im Monat für ein Update angeschlossen. Bei Blitzeinschlag oder sonstigen Beschädigungen des Stromkreis überleben die Daten dort, bei nem Brand wären die Daten aber immer noch weg.

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Re: NAS und Backup-Strategie

Ungelesener Beitrag von PdW » 13.10.2013, 23:32

Sind denn Daten von Dir auf dem NAS verschlüsselt? Ich habe noch so meine Bedenken, da das Gerät ja prinzipiell "im Netz" hängt... Zumindest Dokumente und private Fotos sehe ich als höchstpersönlich und schützenswert an, so dass hier Sicherheitslücken Einblick in Persönlichstes bieten könnten. Auf jedenfall würde bei fehlender Verschlüsselung ein mulmiges Gefühl bleiben.
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Re: NAS und Backup-Strategie

Ungelesener Beitrag von KoreaEnte » 13.10.2013, 23:44

Nein die sind da aktuell nicht verschlüsselt. Das sollte über die Synology-Software aber auch möglich sein. Meine Box hängt auch nicht im Netz, von außen kann also nicht darauf zugegriffen werden, sondern nur aus dem Netzwerk. Wenn natürlich jemand meinen PC hackt, dann könnte er auch Zugriff auf die Daten des NAS bekommen. Aber den Zugriff hätte er ja auch, wenn die Daten nur auf meinem PC wären.

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Re: NAS und Backup-Strategie

Ungelesener Beitrag von Wildfire » 14.10.2013, 09:31

PdW hat geschrieben:Sind denn Daten von Dir auf dem NAS verschlüsselt? Ich habe noch so meine Bedenken, da das Gerät ja prinzipiell "im Netz" hängt... Zumindest Dokumente und private Fotos sehe ich als höchstpersönlich und schützenswert an, so dass hier Sicherheitslücken Einblick in Persönlichstes bieten könnten. Auf jedenfall würde bei fehlender Verschlüsselung ein mulmiges Gefühl bleiben.
Verschlüsselung der Disk bringt leider wenig, da die beim Zugriff per Freigabe transparent entschlüsselt werden. Das heißt, wenn jemand per Sicherheitslücke regulären Zugriff auf die Disk bekommt ist die Verschlüsselung irrelevant. Außer du sicherst lokal, verschlüsselst die Daten und schiebst sie dann zur Sicherung auf's NAS. Heißt aber auch, das du zum wiederherstellen die Daten erst holen und dann entschlüsseln musst, direkten Zugriff per Freigabe gibt es nicht. Den Zugriff selbst kannst du verschlüsseln (sofern vom NAS unterstützt), wenn du anstatt über smb z.B. sftp (kein ftps) verwendest. Das ist aber unter Windows imho nicht so komfortabel, zum Einbinden unter Linux kannst du's regulär mounten.

Beim Verschlüsseln solltest du auch beachten, dass im Falle eines Falles (Daten futsch) du auf jeden Fall noch Zugriff auf den Schlüssel hast und der nicht etwa auf der (jetzt defekten) Quelle gelegen hat, sonst ist die Sicherung für den Eimer ;)

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Re: NAS und Backup-Strategie

Ungelesener Beitrag von Dino » 14.10.2013, 13:33

PdW hat geschrieben:(=SuperGAU)

[...]
RAID kommt für micht nicht unbedingt in Frage, weil Plattenintensiv und nur technische Absicherung. Gegen Schädlinge und Verlust durch Brand, Diebstahl und RAID-/NAS-Crash hilft dies nur eingeschränkt.
Soso, gut gegen Brand, Diebstahl und Schädlinge wirst du dich immer selber absichern müssen, das übernimmt keine Platte und kein NAS der Welt. Schieb so einen Schwachsinn aber nicht auf RAID. Außerdem kann ich eine Platte aus einem Raid 1 jederzeit rausnehmen, in einen anderen Rechner stecken und swuuuuusch ganz viele Sternchen und Magic passiert und die technische Absicherung (= auf die Daten kann sofern nicht dein anderes Geraffel es zunichte macht) funktioniert einwandfrei.

Daher empfehle ich dir generell einen Reinraum mit Edelgas Löschvorrichtung und einen Security Dienst rund um die Uhr vor Ort, die Mitarbeiter würde ich ggf. bei der NSA gegenchecken lassen.

Ich fühle mich nicht und in keinster Weise lustig aber deine Anfprderungen kann kein fertiges Produkt von irgendwem jemals erfüllen.

Du könntest dich mit einer Standortübergreifenden Replikation gegen Brand schützen, wenn du in zwei verschiedenen Städten eine Replikation aufbauen kannst, Gehäuse mit Kensington Locks für externe HDDs verwenden, sind zwar nicht sicher machen aber einem Dieb immerhin mehr Arbeit. Es übernimmt auch kein NAS für dich die Verantwortung dich vor Viren und sonstigem Kack zu schützen.
Es hat außerdem niemand in der Definition von RAID jemals von Schutz gegen deine o.g. Punkte gesprochen! Eierlegende Wollmilchsau? Geh zu Apple lass dir was verkaufen und glaub daran.

Wenn du 2 Platten in ein System einbaust, Platte A und Platte B, beide Platten erfüllen unterschiedliche Funktionen. Eine Platte geht kaputt und die Daten sind erstmal oder komplett weg, je nach dem ob du Backups machst oder nicht.

Ich verwende ein PC NAS weil ich sicherstellen will dass die Daten vor dem sichern dedupliziert werden, dies wird durch entsprechende Software bereitgestellt. Backups werden auf seperaten Festplatten geschrieben und von dort im lokalen Netz auf ein WD Live book kopiert. Dieses WD Live Book ist rsync target für ein weiteres WD Live Book das nur dafür da ist sich die Inhalte vom ersten zu holen. Von Festplatten regelmäßigst am USB Port ein und wieder auszustecken, oder Wechseln von Platten im Festplattenrahmen halte ich nichts, zuviel mechanische Beanspruchung = irgendwann sind die USB Ports futsch, die Rahmen gehen kaputt und dann darfst du dir n neues NAS kaufen nur weil du offenbar ein ziemlich (lt. Idee a und b) umständlicher Mensch bist.

Hoffe es hat dir geholfen, falls nicht: RAID bietet immer noch falls konfiguriert Redundanz und nicht verschissene Gebäudesicherheit?!?!?!?!!!! Ansonsten wäre Raid 1 am sinnvollsten mit einer USB HDD als zweiter Sicherungsort, zum trennen von Backups und Daten kann man Platten ja auch partitionieren.

Dir sind deine ach so unverzeihlich wichtigen Daten zu teuer für ein anständiges Konzept? Kauf dirn DVD oder falls das Geld reicht BR Brenner oder überdenke diese viel zu oft übertriebene Darstellung von "wichtigen Daten", wenn sie wirklich wichtig sind tut man alles notwendige dafür, genauso wie für Haus, Auto, Familie oder was einem sonst unverzichtbar wichtig ist!

Geiz ist leider ungeil und führt über kurz oder lang zu einem GAU.

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Re: NAS und Backup-Strategie

Ungelesener Beitrag von Seelenkrank » 14.10.2013, 21:12

mein nas läuft im raid 1 betrieb mit 2x3tb platten da landet mittlerweile so gut wie alles drauf was runtergeladen wird (einfach bequem einen ort zu haben)
du kannst bei verschiedenen nutzern ja nutzerkonten anlegen und jedem nutzer seinen eigenen ordner zuweisen auf dem er speichern darf.
desweiteren halt noch eine "datenhalde" wo mehrere nutzer lese und schreibrechte haben zum datenaustausch und gut ist.
zum backup meines nas benutze ich einen externe 4tb platte (gehäuse und platte extra gekauft,keine fertige)
das ganze mache ich dann via esata und die daten übertrage ich per ftp (filezilla).
das ganze a) weils um welten schneller ist als win explorer und b) falls wirklich mal ne datei unwillig ist sehe ich zumindest welche und kanns dann nochmal versuchen.
aber das ist bisher noch nicht vorgekommen.
ich nutze nie die nas eigene backup funktion weil bei mir (qnap ts 210) fehlt da die komplette ansicht was er grade teibt und wie lange er noch gedenkt sich noch damit zu beschäftigen.
der rest hängt von deiner eigenen faulheit ab (ich sichere alle paar monate mal komplett weils extrem zeit kostet, mir ist von dem datenmüll aber auch nichts lebenswichtig)

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Re: NAS und Backup-Strategie

Ungelesener Beitrag von PdW » 14.10.2013, 21:59

Danke für die Meinungen soweit.

Dino hat sich ja ausführlich mit meinen Vorschlägen auseinandergesetzt. Mein Hinweis bezüglich RAID zielte lediglich darauf, dass RAID eben nicht die eierlegende Wollmilchsau darstellt, wie es manche meinen. Eben gerade bei NAS sind proprietäre RAID-Controller nicht selten ein Problem, wenn es denn zum Crash kommt. Ohne professionelle Datenrettung ist dann nichts mehr zu machen.

Das Konzept muss daher irgendwo außerhalb des NAS noch ein Backup hergeben. Das war eigentlich der Kern meiner Frage, inwieweit man das am sinnvollsten gestaltet. Eine physische Trennung der Backups muss daher gewährleistet sein, es reicht ja immer eine externe USB-HDD im beruflichen Büro außerhalb zu lagern. Einbruch, Diebstahl, Überspannung oder Wasserrohrbruch können sonst Familienfotos- und alben für immer zerstören. Durch moderne DSLR und HD-Camcorder sind die Datenmengen auch nicht zu unterschätzen.

Meine Idee mit den austauschbaren NAS-Platten zielte auch eher auf bspw. monatliches austauschen und nicht täglich. Bei den Multimediadaten wäre der Totalverlust ein SuperGAU. Wenn von 20 Jahren Familienmedien nur das letzte Vierteljahr aufgrund eines Problems weg ist, dann ist es zwar ärgerlich aber nicht so gravierend wie ein Gesamtverlust, nur weil der Einbrecher meinte alles an Elektronik aus der Wohnung zu schleppen.

Verschlüsselung: Was wäre von einem bspw. Trucrypt-Container zu halten, der auf der NAS liegt und dann bei den Clients automatisch gemountet wird?
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Re: NAS und Backup-Strategie

Ungelesener Beitrag von Seelenkrank » 15.10.2013, 07:45

vergesse nie das passwort ;)

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Re: NAS und Backup-Strategie

Ungelesener Beitrag von stanglwirt » 15.10.2013, 10:01

PdW hat geschrieben:Danke für die Meinungen soweit.
Verschlüsselung: Was wäre von einem bspw. Trucrypt-Container zu halten, der auf der NAS liegt und dann bei den Clients automatisch gemountet wird?
was passiert, wenn mehrere clients den truecrypt-container offen haben? ich könnte mir vorstellen, dass es da probleme geben kann, selbst wenn man nicht selbst schreibend darauf zugreift, weil windows ja auch dort überall seine müll- und cache-dateien ablegt.
Zuletzt geändert von stanglwirt am 15.10.2013, 10:03, insgesamt 1-mal geändert.
MfG
everybody´s darling is everybody´s Arschloch. (c) Franz Josef Strauß

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Re: NAS und Backup-Strategie

Ungelesener Beitrag von Wildfire » 15.10.2013, 16:11

stanglwirt hat geschrieben:was passiert, wenn mehrere clients den truecrypt-container offen haben? ich könnte mir vorstellen, dass es da probleme geben kann, selbst wenn man nicht selbst schreibend darauf zugreift, weil windows ja auch dort überall seine müll- und cache-dateien ablegt.
Gleichzeitiger Zugriff auf einen TrueCrypt-Container über eine Netzwerkfreigabe ist zwingend Read-Only: http://www.truecrypt.org/docs/sharing-over-network. Die "richtige" Lösung wäre es den Container auf dem Server zu mounten und dann das Volume freizugeben. Was aber das von mir oben schon beschriebene Problem hat, jeder mit Zugriff auf die Freigabe sieht die Daten unverschlüsselt, die Sicherheit der Daten hängt also wieder von der Sicherheit des Zugriffs ab.
TrueCrypt hat geschrieben:A dismounted TrueCrypt file container is stored on a single computer [and] shared over a network [and] the volume will be mounted simultaneously under multiple operating systems.
Disadvantages: The shared volume may be only file-hosted (not partition/device-hosted). The volume must be mounted in read-only mode under each of the systems [...] One of the reasons is, for example, the fact that data read from a conventional file system under one OS while the file system is being modified by another OS might be inconsistent (which could result in data corruption).
Aber auch wenn man den Container alleine nutzt würde ich mir Gedanken über die Zugriffsgeschwindigkeit und Ausfallsicherheit machen. Man sollte einen TrueCrypt-Container immer sauber unmounten, sonst kann es ebenfalls zu Datenverlust kommen. Das heißt die Verbindung zum Netzlaufwerk sollte nie abreisen und man sollte immer in der richtigen Reihenfolge unmounten (erst TrueCrypt, dann Netzlaufwerk). Also eher zusätzliches Risiko für die Daten als eine Sicherung.

Aber, lange Rede kurzer Sinn: Verschlüsselung des Laufwerks ist imho recht aufwändig und normal unnötig, sofern du nicht damit rechnest das dir die Disk gestohlen wird. In dem Fall wäre eine hardwareseitige Verschlüsselung sowohl sicherer als auch performanter. Ich würde mir eher Gedanken machen den Zugriff abzusichern oder Zugriff von außen erst gar nicht zuzulassen. D.h. das NAS ist im internen Netzwerk, hinter einer Firewall, und kann auch nur von intern zugegriffen werden.

Beispiel: DSL/Kabel-Modem -> (Wifi-)Router/Switch mit (Hardware-)Firewall -> internes Netzwerk. Damit jemand an das NAS herankommt müsste er also erst mal die Firewall auf dem Router überwinden. Falls du Zugriff von außen brauchst kannst du entweder einen Port weiterleiten (in dem Fall zwingend sftp anstelle smb) oder gleich ein VPN einrichten.

Für eine externe Sicherung als zusätzliche Absicherung gegen Brand/Wasser/Diebstahl könntest du einen Hoster nehmen der für möglichst wenig Geld möglichst viel Volumen zur Verfügung stellt. Oder einen Freund/Bekannten und ihr sichert eure Daten gegenseitig (verlangt natürlich Vertrauen in die andere Person). Alternativ, wie du schon sagst, Sicherung auf USB-Disk und mit ins Büro nehmen. In allen Fällen bräuchtest du eine Delta-Sicherung, damit nicht jedes mal alles neu übertragen wird.

Prinzipiell sollte eine Sicherung so einfach und automatisch als möglich erfolgen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit das man's auch wirklich macht und nicht wg. zu viel Aufwand irgendwann wieder einstellt. Und wichtig: Auf jeden Fall testen das du die gesicherten Daten auch wiederherstellen kannst. Nichts ist ärgerlicher als eine Sicherung mit der man schlussendlich nichts anfangen kann.

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Re: NAS und Backup-Strategie

Ungelesener Beitrag von Apo » 19.10.2013, 21:21

KoreaEnte hat geschrieben:Alle wirklich wichtigen Daten speicher ich zudem noch auf eine externe USB 3.0 Platte. Die kann man direkt ans NAS anschließen und über das Menü die Daten rüber schieben.
Inkrementelle Backups?
"Die Mütter der Dummen sind immer schwanger." (Quelle: unbekannt)

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Re: NAS und Backup-Strategie

Ungelesener Beitrag von KoreaEnte » 19.10.2013, 21:46

Es handelt sich dabei hauptsächlich um Fotos und die werden in Ordnern nach Datum gespeichert, daher füge ich einfach immer die neuen Ordner hinzu. Meine Dokumente und Co schiebe ich immer komplett neu rüber und habe davon fünf Versionen auf der externen Platte, sobald die sechste hinzu kommt, wird die erste gelöscht (die Dateien sind zusammen kleiner als 1 GB groß)

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Re: NAS und Backup-Strategie

Ungelesener Beitrag von Apo » 20.10.2013, 17:50

Also sicherst du die Dateien/Ordner per Hand und nutzt nicht die Backup-Funktion?
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Re: NAS und Backup-Strategie

Ungelesener Beitrag von KoreaEnte » 20.10.2013, 18:09

Ich nutze für ein Backup auf dem Nas ein Tool, allerdings ein anderes als dort beschrieben, aber auch von Synology, ist ein Windowsprogramm. Die Sicherung auf der externen Platte mache ich per Hand, muss sie dafür ja auch extra anschließen usw. ist also sowieso kein vollautomatischer Vorgang.

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Re: NAS und Backup-Strategie

Ungelesener Beitrag von magog96 » 20.10.2013, 23:25

Bezüglich es externen Backups wegen Brand/Wasser/Einbruch:
Ich schiebe die geänderten Daten meines NAS vor Ort (DS213+ mit RAID-1) via VPN+FTPS 500 km durch die Repubik auf ein zweites NAS (DS411slim; 4-Platten Hybrid SHR mit Ausfallsicherheit einer Platte).
Desweiteren werden hier wichtige Daten des PCs (TrueCrypt Container mit den E-Mails...lässt sich auch besser sichern als die 1000+ einzelnen Dateien, Dokumente, Virtuelle Maschinen, Acronis Backup der Systempartition, etc.) sowie ein Teil des Inhalt es NAS via Robocopy (unter Linux würde man wohl rsync nutzen) auf eine externe vollverschlüsselte (TrueCrypt) 3,5 Zoll Festplatte kopiert. Die Festplatte wird bei Bedarf in ein Festplattendock gesteckt und ist via eSATA mit dem PC verbunden. Über ein Skript wird die Sicherung gestartet. Es prüft, ob die Zielplatte vorhanden ist und kopiert dann die Daten. Am Ende der Sicherung wird das Laufwerk bei TrueCrypt automatisch abgemeldet.

Wer nicht unbedingt die Möglichkeit hat, so wie ich die Daten über eine schnelle Verbindung durch das Land zu schicken, der sollte sich mal bei seiner lokalen Bankfiliale melden und nach einem Bankschließfach fragen. Das kostet nicht sonderlich viel (das Fach muss ja nicht sonderlich groß sein) und läßt einen ruhig schlafen. Alternativ kann man eine Platte sicher auch mit ins Büro schleppen und dort im Schrank lagern. Wenn diese geklaut wird, ist man (ein ordentliches Passwort vorausgesetzt) zumindest sicher, das keiner an die Daten kommt.
cu
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Re: NAS und Backup-Strategie

Ungelesener Beitrag von PatkIllA » 21.10.2013, 11:09

Ich habe mir selbst was programmiert. Und sichere auf wechselnde Platten, wovon ich eine auf der Arbeit lagere.

Was mich bei meisten Tools gestört hat:
  • Wechselnde Festplatten funktionieren bei keinem wirklich automatisch.
  • Backup entweder in Container, die man erst wieder mit anderen Tools mounten muss, bevor man die Daten einsehen kann.
  • Bei Programmen die Dateiweise sichern verliert man den alten Stand und hat oft keine einfache Möglichkeit die Integrität zu prüfen.
  • Filtern der zu sichernden Dateien nur eingeschränkt möglich.
  • Automatischen Einbinden von TrueCrypt Laufwerken nicht möglich.
  • Kein automaitsches Aufwerfen der externen Zielfestplatte.
Mein Tool erkennt am Partitionsnamen das passende Ziellaufwerk.
Sichert verschiedene Ordner mit unterschiedlichen Einstellungen.
Das alte Backup bleibt erhalten und wird umbenannt. Im neuen werden die gleichen Dateien per Hardlink wiederverwendet und es gibt pro Sicherung eine sha1 Datei.
Außerdem wird ein Teil auf dem unverschlüsselten Teil gespeichert und ein Teil auf einer verschlüsselten Partition, die automatisch gemountet wird.
Am Ende wird die Festplatte ausgeworfen und ich kann sie im Dock abstellen.
Zuletzt geändert von PatkIllA am 21.10.2013, 11:16, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: NAS und Backup-Strategie

Ungelesener Beitrag von Wildfire » 21.10.2013, 21:41

Ohne Programmierkentnisse sollte sich ggf. mit 'nem Shell-Skript und rsync (Linux) oder robocopy (Windows) doch auch schon was nettes bauen lassen? Sind auf jeden Fall beide für inkrementelle Backups zu gebrauchen.

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Re: NAS und Backup-Strategie

Ungelesener Beitrag von Lustmolch » 03.11.2013, 08:26

Ich hänge mich mal mit dran weil ich ein ähnliches Problem habe bzw. die Lösung im Kopf aber derzeit wenig Zeit sie umzusetzten und genaue Ahnung wie.

Habe ja eine Synology DS213 mit 2x2TB Platten drin als Raid 1 auf der alles drauf liegt was Wichtig ist und ich Lokal nur noch meine Spiele Instaliert habe.
Das Mail Profil von Mozilla Thunderbird liegt auch auf dem NAS ds wirklich alles wichtige dort gespeichert ist.
Meine Überlegung war von Anfang an das ich KEINE DVD/Blu Ray mehr Brennen will sondern alles in die Cloud schiebe und jede Nach/Woche ein Update der geänderten Dateien mache.

Hierzu wollte ich auf dem NAS 1 Ordner anlegen auf dem ich alle Dateien die in die Cloud sollten kopiert werden und dann verschlüsselt in die Cloud Kopiert werden.
Bei T-Online hat man ja beim Mediencenter 25 GB kostenlos was für mich ausreicht um die Wichtigsten Daten (Mail Profil, Schreibkram usw.) zu Speichern.

Leider habe ich es bis jetzt noch nicht geschaft es so hinzubekommen wie ich es will. Das Einbinden vom Mediencenter geht doch nicht so leicht wie ich dachte bzw. es geht schon nur direkt über die Console der DS213. Auch das Verschlüsseln des Ordners habe ich noch nicht angegangen.


@PdW: Vielleicht wäre meine "Lösung" auch was für dich und wir könnten uns mal per PM usw. austauschen um beide Probleme zu Lösen?
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