Krankensysthem und Dienst am Patienten

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doto
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Krankensysthem und Dienst am Patienten

Ungelesener Beitrag von doto » 25.03.2010, 12:31

das unser Krankensysthem sehr am hinken ist, wird klar wenn man mal selber ins KHS muss. Folgende Geschichte ist tatsächlich in meinem Bekanntenkreis passiert... und passiert noch.

Mann in einem großen Kölner Krankenhaus liegt seit einiger Zeit sediert auf Station um nach einer OP der Wunde Zeit zum heilen zu geben. Dieser fällt aber des öfteren Nachts aus dem Bett , weil er scheinbar das Bedürfnis hat aufzustehen. ZUm Glück hier noch nix passiert. Gestern jedoch ruft mich diese Bekannte verzeifelt an und fragt mich ob ich Nachtwache bei ihrem Mann schieben kann, weil , eben aus dem Grund er fällt aus dem Bett.
Eh ich kapiert hatte das der Mann im Krankenhaus liegt verging schon eine Weile und ich fragte mich HÄ?? Nachtwache im KHS??
So berichtet eben diese Frau das man ihr im KHS geraten hat eine Nachtwache zu engagieren um eben dieses zu verhindern.

Dazu sei gesagt der Mann ist PRIVATPATIENT.....erstens ist es garnicht erlaubt das Privatleute in einem KHS Nachtwache schieben, zweitens ist mir unerklärlich wie man überhaupt auf so eine Idee kommen kann.... boahh ich war so wütend das ich am liebsten selber tätig geworden wäre um hier dem KHS seine Grenzen aufzuzeigen.
Leider konnte ich meiner Bekannten nur raten die Krankenkasse zu informieren oder gleich beim nächsten Besuch einen Reporter der großen Kölner Zeitungen mitzunehmen.
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slrzo
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Re: Krankensysthem und Dienst am Patienten

Ungelesener Beitrag von slrzo » 25.03.2010, 17:10

Scheinbar ist er nicht sediert genug wenn er trotzdem noch ausm Bett fällt ;)
Normalerweise gibts an den Betten extra Gitter um sowas zu verhindern. Den Patienten einfach ausknocken (mit Medikamenten) dürfen die Ärzte/Pflegekräfte eigentlich auch nicht, wenn dieser nicht sein Einverständnis dazu gibt. Was bei dem scheinbar dementen Patienten schwierig wird.

Ich müsst mal nachfragen (arbeite im KH) wie das denn so ist. Aber ich würde sagen eine Abstellung von Pflegepersonal für 1 Patienten ist auf normalen Stationen einfach nicht möglich. Was aber machbar sein sollte, dass das Pflegepersonal häufiger als normal nach den Patienten schaut.

Weiß denn der Patient, dass er da immer aufstehen will oder rafft der das geistig nicht mehr? Auf jeden Fall würde ich die Ärzte mal darauf ansprechen ob man ihm nicht etwas zum durchschlafen geben könnte, mit Einverständnis des Patienten natürlich.
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Re: Krankensysthem und Dienst am Patienten

Ungelesener Beitrag von doto » 26.03.2010, 09:20

klar, Gitter gibt es, aber da ist er drüber gestiegen. Und nein, Dement ist er nicht, hatte nur eine Darm OP .

Klar, weiß ich das man kein Personal für einen Patienten abstellen kann, aber wenn man weiß das er unruhig ist, muss man doch öfter nachschauen.
Will heute mal telefonieren und hören was das Gespräch im KHS ergeben hat.
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slrzo
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Re: Krankensysthem und Dienst am Patienten

Ungelesener Beitrag von slrzo » 26.03.2010, 15:05

Na wenn er selber übers Gitter drübersteigt und nicht dement ist sollte er wenn er aufstehen will in der Nacht bei der Schwester anklingeln.

Ansonsten is es wie oben schon erwähnt, dauerhaft können die ihn nicht beobachten. Sowas wäre nur auf einer Intensiv- oder Aufwachstation möglich. Aber aber häufiger reinschauen muss drin sein.
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Re: Krankensysthem und Dienst am Patienten

Ungelesener Beitrag von Dude » 26.03.2010, 15:25

Erstmal möchte ich sagen: Systhem? Echt jetzt? SysTHem?!

Zweitens: Wenn er schon über die Gitter steigt muss er dabei doch wach sein, oder nicht? Ich mein, über son Gitter fällt man nicht mal so eben drüber...
####

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Re: Krankensysthem und Dienst am Patienten

Ungelesener Beitrag von daPope » 26.03.2010, 17:56

Fällt der gute Mann nun aus dem Bett oder steht er bewusst auf?

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Re: Krankensysthem und Dienst am Patienten

Ungelesener Beitrag von madmax » 27.03.2010, 17:40

Dude hat geschrieben:Erstmal möchte ich sagen: Systhem? Echt jetzt? SysTHem?!

Zweitens: Wenn er schon über die Gitter steigt muss er dabei doch wach sein, oder nicht? Ich mein, über son Gitter fällt man nicht mal so eben drüber...
Dude, bist schlecht drauf? Du wirkst in dem Posting etwas aggro. ;)
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Re: Krankensysthem und Dienst am Patienten

Ungelesener Beitrag von Apo » 27.03.2010, 20:00

madmax hat geschrieben:Dude, bist schlecht drauf? Du wirkst in dem Posting etwas aggro. ;)
Das kommt daher, dass er nun in Aggro Berlin wohnt. Da muss man auch noch hart sein, wenn der Beat nicht mehr läuft. ;)

@Topic:
Mir erschließt sich auch nicht so ganz, wie ein frisch Operierter immer wieder aus dem Bett fallen bzw. übers Gitter steigen kann, um aus dem Bett zu fallen. Ist er, wenn schon nicht dement, vielleicht denn schon etwas älter und ein wenig verwirrt? Denn wenn nicht, wieso hat er mitten in der Nacht das Bedürfnis umbedingt aufzustehen? Und wie kann ein Mann, der im Besitz seiner vollen geistigen Kräfte ist, nach einer Darmoperation überhaupt über diese Gitter klettern? Ich hatte mal eine Blinddarm-OP und danach wäre ich gar nicht in der Lage gewesen über diese Seitenwände zu steigen.
Zuletzt geändert von Apo am 27.03.2010, 20:01, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Krankensysthem und Dienst am Patienten

Ungelesener Beitrag von H3LL S3RV4NT » 29.03.2010, 20:25

Schlafwandler?
>kq

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Re: Krankensysthem und Dienst am Patienten

Ungelesener Beitrag von Dude » 29.03.2010, 22:00

@mm und Apo: Nein, ich bin nicht aggro drauf, aber Systhem ist einfach so ein Fehler den ich nicht nachvollziehen kann...

Ich würd jetzt aber trotzdem gern mal wissen wie der Typ nun immer über die Gitter springt.
####

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Re: Krankensysthem und Dienst am Patienten

Ungelesener Beitrag von H3LL S3RV4NT » 29.03.2010, 22:05

Dann aber bitte erstmal selber an der Interpunktion arbeiten, denn du weisst ja, wer im Glashaus sitzt, sollte nicht nackig sein! :)
>kq

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Re: Krankensysthem und Dienst am Patienten

Ungelesener Beitrag von doto » 30.03.2010, 11:57

@Dude, was ist falsch an Systhem?? versteh ich jetzt net....mal plöd nachfrag.

Ja, fragt mich was leichteres , ich weiß auch nicht wie der übers Gitter schafft. Aber so hoch sind die Gitter ja heutzutage auch nicht mehr. Vielleicht kennt der ein oder andere die neuen Krankenbetten schon, da ist es schon leicht drüber zu steigen.
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Re: Krankensysthem und Dienst am Patienten

Ungelesener Beitrag von Soulprayer » 30.03.2010, 12:11

System - ohne H ;)
Ich bring Dir mal Ginseng-Tabletten mit... ;)
Ich bin ein UFO - ein unheimlich faules Objekt.

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Re: Krankensysthem und Dienst am Patienten

Ungelesener Beitrag von doto » 30.03.2010, 20:11

axo...... man man seid ihr pingelig *gg*
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Re: Krankensysthem und Dienst am Patienten

Ungelesener Beitrag von Uncle Doc » 30.03.2010, 22:59

Dass in KH (massiv) geschlampt wird, ist doch nichts neues? Großer Ratschlag: Lasst euch niemals auch nur in der Nähe von Feiertagen oder sonstigen Haupturlaubsphasen operieren.

Hatte letzte Ostern eine schöne Erfahrung: Bei 'ner OP vor ein paar Jahren ist aufgefallen, dass bei mir ein Großteil von Analgetika schlicht wirkungslos ist und nur ein Paar Präparate des "harten Zeugs" wirken (warum das so ist leider unbekannt, und nein, ich bin kein Koks und/oder Heroin gewöhnt - Schmerztherapie ist leider ein riesiges Wischi-Waschi-Thema); naja OK, habe dann die ganze Dokumentation zur OP-Vorbesprechung mitgebracht, in der alles aufgelistet wurde, was bei mir wie wirkt, damit es (diesmal) keine Überraschungen gibt.

Wache dann von der OP auf, denke mir hoppla, das macht aber mehr aua als es sollte - schaue auf meine "Infusionsverkabelung" und sehe, dass ich nur an dem Standard-Mist hänge. Drücke Knopf - freundliche Schwester kommt. Erkläre ihr was los ist, die dreht sich um und verschwindet. 1 h später noch nichts passiert. Drücke nochmal auf's Knöpfchen. Diesmal kommt 'ne überforderte Anästesistin (die für alle in den Aufwachräumlichkeiten zuständig war), die keine Ahnung von meinem Fall hat, sich wundert was ich denn hätte, da ich ja am Tropf mit dem 08/15-Gedöns hänge. Habe dann versucht, *nochmal* freundlich zu erklären, was los ist (und dass sie meine Akte vielleicht mal intensiver liest und nicht nur überfliegt), dann wieder nur Schulterzucken und die Aussage "Wie, da spüren Sie noch was?" und sie verschwand wieder.

Eine weitere dreiviertel Stunde später wieder gedrückt und der Schwester ein Präparat genannt, welches eigentlich vorher für die direkte Post-OP-Phase feststand. Schaut die mich an wie einen Junkie und verpasst mir Diazepam (Valium), nachdem ich dann angefangen hatte, lauter zu werden, weil ich doch massiv angepisst war. Bin nach einer Stunde wieder zu mir gekommen, erneutes Knopfdrücken wurde dann ignoriert, weil's anscheinend unangenehm war. Lag dann insgesamt 36 h (!) im Aufwachraum ohne jegliche Betäubung, dazu kam ein kalter Entzug von den Medikamenten, die im Vorfeld der OP eingenommen wurden (aufgrund der Symptome haben sie mich nochmal länger beobachtet) und es wurde leider *vergessen*, sie mir bereitzustellen. Stand alles in meiner Akte, hat sich leider niemand die Zeit genommen, sie ordentlich zu lesen. Knopfdrücken und Co. wurde wie gesagt ignoriert und nach einem knappen Tag Protest war ich dann so fertig, dass ich es hab' sein lassen.
...habe dann später erfahren, dass die Anästhesistin, bei der ich mich vorgestellt und alles abgesprochen hatte an dem Tag in den Osterurlaub gefahren ist - super.
War übrigens Privatpatient mit Chefarzt-Extras in einer renommierten Uni-Klinik.
Zuletzt geändert von Uncle Doc am 30.03.2010, 23:00, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Krankensysthem und Dienst am Patienten

Ungelesener Beitrag von H3LL S3RV4NT » 30.03.2010, 23:10

Anzeige wegen Körperverletzung?
>kq

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Uncle Doc
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Re: Krankensysthem und Dienst am Patienten

Ungelesener Beitrag von Uncle Doc » 30.03.2010, 23:32

Ich werde mich dafür noch revanchieren (Verjährung war 5 Jahre, oder?). Habe von allen Sachen Kopien - witzig ist auch, dass ein Großteil meiner Krankenakte verloren gegangen ist, nachdem sie gecheckt haben, dass da wohl was im Busch ist.
Werde die ganze Sache aber erst anleiern, wenn die grundlegende Ursache beseitigt ist, darf in etwa 6 Monaten noch einmal - natürlich wo anders - unters Messer.

Ich geh' jetzt erstmal einen trinken ;)
Zuletzt geändert von Uncle Doc am 30.03.2010, 23:34, insgesamt 4-mal geändert.
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Re: Krankensysthem und Dienst am Patienten

Ungelesener Beitrag von H3LL S3RV4NT » 30.03.2010, 23:40

5 oder auch 10 Jahre. Dazu könnte man schauen, ob es nicht KV im Amt war.
Ich wünsche für beide Sachen viel Erfolg.
>kq

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Re: Krankensysthem und Dienst am Patienten

Ungelesener Beitrag von groundzero » 01.04.2010, 17:45

Naja nicht zu lange mit der Anzeige warten - das wirkt sonst unglaubwürdig.
My Siren's name is Brick, and sheeee .... is the prettiest.

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