News | Akkuhersteller A123 Systems verklagt Apple

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Newsbot
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News | Akkuhersteller A123 Systems verklagt Apple

Ungelesener Beitrag von Newsbot » 19.02.2015, 16:54

Apple soll angeblich unter dem Codenamen "Titan" ein Elektro-Auto planen. Die Hinweise darauf verdichten sich nun unverhofft - und zwar durch eine Klage des Akkuherstellers A123 Systems. Letzterer fertigt unter anderem Akkus für elektrische Fahrzeuge und behauptet Apple wolle ebenfalls Akkus für derlei Automobile entwickeln. In diesem Zuge habe Apple aggressiv Ingenieure und Techniker von A123 Systems abgeworben, die allerdings durch Verträge mit Wettbewerbsverboten gebunden gewesen seien. Nun soll eine Klage vor dem Bundesgericht in Massachusetts die Lage zwischen den Firmen aufklären.


http://www.hartware.de/news_63024.html

Splat
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Re: News | Akkuhersteller A123 Systems verklagt Apple

Ungelesener Beitrag von Splat » 19.02.2015, 17:17

Wieso verklagt die Firma A123 denn jetzt Apple?
Wenn es so ist wie in der News beschrieben dann ist die "Konkurrenzausschlussklauseln" doch ein Teil des Vertrages zwischen A123 und dem Arbeitnehmer.
Apple hat damit doch garnix zu tun.... Der Arbeitnehmer hat gegen den Vertrag verstoßen.

me2
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Re: News | Akkuhersteller A123 Systems verklagt Apple

Ungelesener Beitrag von me2 » 19.02.2015, 19:10

Apple verstößt soweit ich weiß erst dann gegen das Verbot, wenn sie das Wissen der Abgeworbenen nutzen.

qde
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Re: News | Akkuhersteller A123 Systems verklagt Apple

Ungelesener Beitrag von qde » 19.02.2015, 20:53

us recht ist doch immer wieder lustig

Ein Gast
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Re: News | Akkuhersteller A123 Systems verklagt Apple

Ungelesener Beitrag von Ein Gast » 19.02.2015, 21:28

Wäre so eine Regelung in Deutschland überhaupt zulässig? Ich darf meinen Arbeitsplatz doch frei wählen. Außerdem, was machen dann z.B. Leute in Handwerksbetrieben? Für etwa einen "normalen" Klempner dürften alle anderen Betriebe dieser Art Konkurrenz sein.

Vitamin C++
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Re: News | Akkuhersteller A123 Systems verklagt Apple

Ungelesener Beitrag von Vitamin C++ » 19.02.2015, 22:25

Ein Gast hat geschrieben:Wäre so eine Regelung in Deutschland überhaupt zulässig? Ich darf meinen Arbeitsplatz doch frei wählen. Außerdem, was machen dann z.B. Leute in Handwerksbetrieben? Für etwa einen "normalen" Klempner dürften alle anderen Betriebe dieser Art Konkurrenz sein.
Ein normaler Klempner hat aber kein bedeutendes Wissen das er zur Konkurrenz transferieren kann.

Dino
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Re: News | Akkuhersteller A123 Systems verklagt Apple

Ungelesener Beitrag von Dino » 20.02.2015, 00:12

Die Arbeitnehmer verstoßen gegen die wettbewerblichen Geheimhaltungspflichten die sie unterschrieben haben, Apple hat wohl offenbar wenig verhohlen Leute abgeworben um genau an diese Wettbewerbsvorteile zu gelangen.

Kann man beide auf jeden Fall strafrechtlich belangen (würde ich jetzt mal so behaupten, Ahnung hab ich nicht aber es macht Sinn :D ) ... jap ein Klempner kann in den meisten Fällen keine Firmengeheimnisse (etwas, das anderen Firmen nicht, oder nicht so, bekannt ist) mitnehmen weshalb auf entsprechende Vertragsklauseln verzichtet wird.

Selbst "einfache" Mitarbeiter z.B. bei der Telekom bekommen schon diese Klauseln in Ihre Verträge dass sie nach Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses nicht bei einem konkurrierenden Unternehmen die nächsten x (meistens 2, kann aber je nach Sensibilität auch länger sein) Jahre einen Arbeitsvertrag unterschreiben darf sonst Haue...
Zuletzt geändert von Dino am 20.02.2015, 00:12, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: News | Akkuhersteller A123 Systems verklagt Apple

Ungelesener Beitrag von FragCool » 20.02.2015, 13:03

In Österreich ist es aber so das eine Wettbewerbsklausel kein Job Verbot sein darf, damit sie die Klausesln oft Wertlos.
Auch ist es eine Frage bei welcher Art von Dienstauflösung die Klauseln greifen

Kündigung des Dienstverhältnis von Mitarbeiter Seite aus
Einvernehmlich
Kündigung von der Firma aus
Entlassung

Alles etwas kompliziert... ohne genaue Infos ist es müßig darüber zu lange zu diskutieren, vor allem da da ja US Recht greift ;)

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JanusPSY
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Re: News | Akkuhersteller A123 Systems verklagt Apple

Ungelesener Beitrag von JanusPSY » 20.02.2015, 15:15

Wäre so eine Regelung in Deutschland überhaupt zulässig? Ich darf meinen Arbeitsplatz doch frei wählen. Außerdem, was machen dann z.B. Leute in Handwerksbetrieben? Für etwa einen "normalen" Klempner dürften alle anderen Betriebe dieser Art Konkurrenz sein.
Auch in Deutschland gibt es solche Klauseln und rechtlich zulässig sind sie auch. Um aber die Einschränkung der freien Berufswahl sozusagen wieder auszugleichen, erhalten die Arbeitnehmer, die derlei Verträge unterzeichnet haben, sehr hohe Kompensationsleistungen. Quasi weil es seitens der Arbeitgeber eine recht große Forderung ist.

Mit der "freien Berufswahl" ist es in der Praxis in Deutschland eh so eine Sache: Frag mal Hartz-IV-Empfänger wie viel Freiheit die dabei haben, wenn ihnen das Jobcenter einen Arbeitsplatz vorschlägt, der nicht ihren Qualifikationen entspricht, extrem schlecht bezahlt wird oder mieserable Arbeitsbedingungen hat...Da ist es mit der freien Berufswahl auch nur noch in der Theorie was.

RaiserBlade71
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Re: News | Akkuhersteller A123 Systems verklagt Apple

Ungelesener Beitrag von RaiserBlade71 » 21.02.2015, 11:26

Ich musste auch schon einige solche Schriftstücke unterschreiben. Ich arbeite in der Entwicklung und alles was dort geschieht darf nicht nach draussen dringen. Sollte ich meinen Arbeitsplatz wechseln so darf ich das erworbene Wissen dort nicht anwenden..... Natürlich nur zu einem gewissen Maße, denn mein Grundwissen ist ja nunmal mein Wissen. Wenn es jedoch ins Detail geht und ich Markenspezifische Daten übermitteln würde, würde ich mich strafbar machen.
In der Firma in der ich arbeite wird sehr viel chemisches entwickelt und das auch im Nanobereich und natürlich Patentrechtlicht geschützt.

Ich kann es auch absolut nachvollziehen das sowas geschützt werden muss.

Apple sollte sich hüten etwas zu nutzen welches nicht sein geistiges Eigentum ist, dass wird sehr sehr teuer im Ami Land.......

Ich weiß ja nicht was sie bezahlt haben um diese Mitarbeiter zu überzeugen.... Wenn sie glück haben, haben eben diese neuen Mitarbeiter aber Ideen welche der alte Arbeitgeber immer im Keim erdrückt hat.
Die Frage ist natürlich warum diese Mitarbeiter gewechselt haben.... Geld ist eine Sache aber für die meisten ist es wichtiger frei entwickeln zu dürfen und vieleicht kann Apple damit Millionen oder mehr mit machen.....

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