Gigabyte & MSI profitieren vom Krypto-Boom

Hersteller stellten im Juni neue Rekorde bei verkauften Grafikkarten auf

Sapphire Mining Rig (Computex 2017)

Der Boom bei der Berechnung von Kryptowährungen flacht sich langsam ab, aber im letzten Monat hat die extreme Nachfrage nach modernen Grafikkarten Gigabyte und MSI zu neuen Absatzrekorden verholfen. Wie ein taiwanisches Magazin meldet, konnten beide Hersteller neue Höchstwerte bei den pro Monat ausgelieferten Grafikkarten erzielen.

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Demnach hat Gigabyte im letzten Monat 450.000 und MSI sogar über eine halbe Million Grafikkarten ausgeliefert.
Gigabyte erhöhte damit die Absatzzahlen pro Quartal von 900.000 im ersten auf eine Milion im zweiten Quartal. Im selben Zeitraum gingen die Verkaufszahlen von Gigabyte Mainboards aber von rund 3,5 auf zuletzt nur noch 3,1 Millionen zurück.
Auch bei MSI gingen die Verkaufszahlen von Mainboards und selbst von Notebooks im zweiten Quartal zurück, wohingegen die Verkäufe von Grafikkarten um 6 Prozent anstiegen.

Für Juli erwarten Marktbeobachter bei MSI einen Rückgang bei den verkauften Grafikkarten und Mainboards, gehen aber von wachsenden Zahlen im August und September aus – vermutlich aufgrund der dann neu auf den Markt kommenden Prozessoren (AMD Ryzen 3 und Threadripper, Intel Core i9 etc.) und Grafikkarten wie den neuen AMD Radeon RX Vega Modellen. Auch die Notebookverkäufe sollen bei MSI aufgrund des üblicherweise stärkeren dritten Quartals ansteigen, nämlich um 20 bis 25 %.

Gigabyte geht etwas konservativer an das dritte Quartal heran und erwartet bei den Mainboards einen Anstieg von lediglich 5 bis 10 % vom zweiten zum dritten Quartal. Auch bei den Grafikkarten geht der Hersteller von einer schwächeren Nachfrage aus, da sich der Mining-Boom wie erwähnt abschwächt. Gigabyte rechnet bei den verkauften Grafikkarten mit einem Rückgang von 10 % gegenüber dem letzten Quartal.

Momentan steigen einige Privatanwender aus dem Geschäft der Kryptowährungen aus, da sich das Mining durch die schwächeren Kurse von Bitcoin, Ethereum u.a. kaum noch lohnt. Dementsprechend gelangen immer mehr Grafikkarten in den Gebrauchtmarkt auf Plattformen wie eBay & Co.
Die größeren Mining-Betreiber mit ihren umfangreichen Systemen dürften dagegen weiter tätig bleiben – zumindest bis zum Herbst. Bis dahin muss man abwarten, wie sich die Kurse der Kryptowährungen entwickeln.

Quelle: DigiTimes

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

2 Antworten

  1. Snooty sagt:

    Na dann viel Spaß mit gebrauchten Karten, die 24/7 unter Vollast liefen 🙂

  2. DinoRS sagt:

    Kein Problem, für’s Mining wird eh nur der RAM auf Anschlag gedreht, die GPU meist sogar underclocked. Meine GTX1060 hatte während einem Testlauf mit Ethereum 62 – 64°C, das will ich von einem Benchmarkjäger erstmal sehen mit der Default Kühlung.

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