(Auszug aus der Pressemitteilung)
- Schneider Electric plant ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot für sämtliche Aktien der Shelly Group zu 70,00 EUR je Aktie. Das Angebot bewertet die Shelly Group mit rund 1,2 Mrd. EUR
- Die strategische Zusammenführung verbindet Technologieplattform und Innovationskraft von Shelly mit globaler Reichweite und Energieexpertise von Schneider Electric
- Bei erfolgreichem Angebot und nach Vollzug der Transaktion sollen Marke, Technologiekompetenz und Unternehmensstandort der Shelly Group für mindestens drei Jahre erhalten bleiben; Dimitar Dimitrov und Wolfgang Kirsch sollen ihre Funktion als Co-CEOs fortführen
- Der Vollzug der Transaktion wird vorbehaltlich der erforderlichen behördlichen Genehmigungen sowie unter der Voraussetzung, dass Schneider Electric nach Abschluss des Übernahmeangebots mindestens 95 % des ausstehenden Grundkapitals hält, im ersten Quartal 2027 erwartet
Die Shelly Group SE (Ticker: SLYG / ISIN: BG1100003166), ein in Sofia, Bulgarien, ansässiger Anbieter von IoT- und Smart-Building-Lösungen, hat mit SE 2026 A SAS, einer (indirekten) hundertprozentigen Tochtergesellschaft der Schneider Electric SE, eine Investitionsvereinbarung abgeschlossen. Die Vereinbarung regelt die Bedingungen, unter denen die Shelly Group das geplante freiwillige öffentliche Übernahmeangebot von Schneider Electric für sämtliche ausstehenden Aktien der Shelly Group unterstützen würde.
Schneider Electric beabsichtigt, für jede Aktie der Shelly Group einen Kaufpreis von 70,00 Euro in bar anzubieten. Auf Basis dieses Angebotspreises wird die Shelly Group mit rund 1,2 Milliarden Euro bewertet. Das Angebot entspricht zudem einer Prämie von 27 % auf den Referenzpreis1 zum 28. Juli 2026 sowie einer Prämie von 22 % auf den Referenzpreis2 zum 23. September 2026. Auf Grundlage der derzeit verfügbaren Informationen ist der Verwaltungsrat vorläufig zu der Auffassung gelangt, dass die Transaktion zu dem genannten Angebotspreis im Interesse der Shelly Group, ihrer Aktionäre, Mitarbeiter und weiteren Stakeholder liegen würde. Nach Kenntnis des Verwaltungsrats wird die geplante Transaktion zudem von den beiden Gründungsaktionären der Gesellschaft unterstützt.
Strategische Zusammenführung soll internationale Wachstumsstrategie unterstützen
Die Shelly Group hat sich in den vergangenen Jahren von einem Anbieter vernetzter Geräte zu einer softwaregetriebenen Plattform für das Energiemanagement in privaten Haushalten und Smart Buildings entwickelt. Ihr Wachstumsmodell verbindet interoperable Hardware mit cloudbasierten Diensten, offenen Schnittstellen sowie einem wachsenden Ökosystem professioneller Nutzer und Technologiepartner. Die Shelly Group ist überzeugt, dass die Technologieführerschaft, die globale Reichweite, die Ressourcen und die Expertise von Schneider Electric im Bereich Energiemanagement dazu beitragen können, die internationale Skalierung dieser Strategie zu beschleunigen.
Kontinuität für Kunden, Mitarbeiter und Management
Gleichzeitig sollen die unternehmerische Kultur der Shelly Group, ihre technologischen Kompetenzen sowie ihre Organisationsstruktur bewahrt werden. Schneider Electric hat hierzu seine Absicht bekundet, den Hauptsitz der Shelly Group in Bulgarien zu belassen und die bestehende geografische Präsenz sowie die Belegschaft der Gesellschaft für mindestens drei Jahre nach Vollzug der Transaktion zu erhalten. Nach Abschluss der Transaktion wird erwartet, dass Dimitar Dimitrov und Wolfgang Kirsch ihre Funktionen als Co-Chief Executive Officers der Shelly Group fortführen und damit die Kontinuität in der Unternehmensführung sicherstellen. Für Kundinnen und Kunden werden durch die geplante Transaktion keine Änderungen erwartet. Die Shelly Group beabsichtigt, ihre Produkte, Services und Supportangebote als wichtigen Bestandteil ihrer Weiterentwicklung fortzuführen. Die offene Ausrichtung der Shelly-Lösungen sowie die Flexibilität und Kompatibilität des Ökosystems sollen dabei wichtige Merkmale des Angebots bleiben.
Vorbehaltlich der erforderlichen behördlichen Genehmigungen sowie einer Mindestannahmeschwelle von 95 % des ausstehenden Grundkapitals der Shelly Group wird der Vollzug der Transaktion im ersten Quartal 2027 erwartet.
Dimitar Dimitrov, Co-Chief Executive Officer und Mitgründer der Shelly Group, sagte:
„Als wir das Unternehmen im Jahr 2016 an der Bulgarischen Börse notierten, war es unser Ziel zu zeigen, dass ein in Bulgarien aufgebautes Technologieunternehmen Produkte entwickeln kann, die für Nutzer auf der ganzen Welt relevant sind. Seitdem haben wir Shelly zu einer internationalen Marke entwickelt, unser Produktportfolio erweitert, unser Team vergrößert und sind einem einfachen Grundsatz treu geblieben: intelligente Technologie praktisch, offen und zugänglich zu machen. Dieser Fortschritt wurde durch die Kreativität und das Engagement unserer Mitarbeiter ermöglicht. Mit Schneider Electric als langfristigem Partner können wir die Technologie von Shelly in noch mehr Haushalte und Gebäude weltweit bringen und dabei gleichzeitig den unternehmerischen Geist, die Produktorientierung und die bulgarischen Wurzeln bewahren, die uns von Anfang an geprägt haben.“
Wolfgang Kirsch, Co-Chief Executive Officer der Shelly Group, ergänzte:
„In den vergangenen fünf Jahren haben wir Shelly von einem schnell wachsenden Smart-Home-Anbieter zu einem internationalen Technologie- und Plattformunternehmen weiterentwickelt. Unsere Zweitnotierung in Frankfurt im Jahr 2021 war ein wichtiger Schritt, um die Shelly Group für internationale Investoren zu öffnen. Seitdem haben wir unser Portfolio erweitert, unsere Präsenz in Europa ausgebaut, ein wachsendes professionelles Ökosystem geschaffen und sind in diesem Jahr als erstes bulgarisches Unternehmen in den SDAX aufgenommen worden. Dieser Fortschritt ist das Verdienst unserer Mitarbeiter und bildet das Fundament für unsere nächste Wachstumsphase. Gemeinsam mit Schneider Electric sehen wir die Chance, die unternehmerische Kultur von Shelly, unsere offene Technologieplattform und die Nähe zu unseren Kunden mit globaler Reichweite und zusätzlichen Ressourcen zu verbinden und dabei gleichzeitig fest in Bulgarien verwurzelt zu bleiben.“

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