SUSE ermöglicht souveräne Kontrolle agentischer KI im Unternehmen mit NVIDIA

Durch Updates erhält die Unternehmens-IT die vollständige Kontrolle über Workflows agentischer KI und beschleunigt gleichzeitig KI-Workloads durch Integration der NVIDIA OpenShell Referenzarchitektur und SLES für NVIDIA.

(Auszug aus der Pressemitteilung)

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  • Regulierte agentische KI: Zero-Trust-Agentensicherheit über die NVIDIA OpenShell Referenzarchitektur ermöglicht die Ausführung von Agentencodes innerhalb von Unternehmensgrenzen. Zugriffsrichtlinien schränken hierbei die Weitergabe von Unternehmens-IP und proprietären Datensätzen außerhalb der privaten Infrastruktur ein.
  • „Day-Zero“-Chip-Einführung: SLES für NVIDIA beschleunigt KI-Workloads auf NVIDIA-Chips der nächsten Generation, darunter NVIDIA Vera Rubin. Dabei bietet SLES für NVIDIA Unternehmenssupport aus einer Hand für Betriebssystem, Kernel und Treiberstack.
  • Erweitertes souveränes Ökosystem: Ein ISV-Zertifizierungsprogramm für SUSE AI Factory mit sechs zertifizierten Partnern und eine Partnerschaft mit Fujitsu im Bereich der hybriden Quanten-Produktionsumgebungen bietet vorab validierte Wege – von der Experimentierphase bis zum produktiven Einsatz in Unternehmen.

SUSE®, führender Anbieter von souveräner offener Infrastruktur, hat heute neue Funktionen vorgestellt, die es Unternehmen ermöglichen, Private Enterprise AI einzuführen und dabei die vollständige operative Kontrolle, Sicherheit und Governance über ihre Systeme zu behalten. SUSE verbessert die Unternehmenssicherheit für autonome KI-Agenten durch die Integration der neuen NVIDIA OpenShell Referenzarchitektur in die SUSE AI Factory mit NVIDIA. Die Architektur vereint NVIDIA Vera Rubin für die Modellinferenz, NVIDIA Vera CPUs mit OpenShell zur Ausführung von Agenten sowie NVIDIA BlueField-4-DPUs mit dem DOCA-basierten NVIDIA Sentry für hostunabhängige Überwachung und die Durchsetzung von Richtlinien auf Chipebene.

Als Launch-Partner der OpenShell Referenzarchitektur trägt SUSE dazu bei, eine offene Architektur im industriellen Maßstab für die Erstellung, Isolierung, Überwachung und Steuerung autonomer KI-Agenten mit Sicherheit auf Unternehmensniveau bereitzustellen. Durch den Einsatz von Kubernetes-Sandboxing und API-Gateways in Verbindung mit OpenShell bietet SUSE AI Factory mit NVIDIA eine kontrollierte Umgebung, die die Ausführung der Agenten steuert und gleichzeitig höchste Leistung gewährleistet. Zu den wichtigsten Funktionen gehören:

  • Aktive Zero-Trust-Governance: Supervisor-Proxys überwachen kontinuierlich den Datenverkehr der Agenten, autorisieren den Zugriff gemäß definierter Richtlinien und blockieren unbefugte Netzwerkanfragen, um die Exfiltration von Code oder Daten zu verhindern.
  • Datensouveränität und Compliance: Unterstützt die Ausführung von Agentencode innerhalb der Unternehmensgrenzen mit Zugriffsrichtlinien, die die Übertragung von Unternehmens-IP und proprietären Datensätzen außerhalb der privaten Infrastruktur einschränken.
  • Vorhersehbares Kostenmodell: Durch den Einsatz eines privaten Modells unter Nutzung von NVIDIA NIM-Mikroservices entfallen die Gebühren von Drittanbietern für öffentliche APIs pro Token, und es entstehen vorhersehbare, kapazitätsbasierte Investitionen in die Infrastruktur.

Die neueste Version, die mit SUSE AI Factory mit NVIDIA verfügbar ist, führt über die Referenzarchitektur neben SUSE Linux Enterprise Server (SLES) eine Zero-Trust-Agent-Sicherheit ein. Die Lösung ist darauf ausgelegt, sofortige Unterstützung für NVIDIA Chips der nächsten Generation zu bieten. Zusammen bilden diese Innovationen eine einheitliche, unternehmensgerechte Grundlage, auf der Entwickler produktionsreife KI-Anwendungen und autonome Agenten erstellen. Plattform-Engineering-Teams stellen diese bereit und die Unternehmens-IT kann sie über alle Standorte hinweg verwalten.

„Da autonome KI-Agenten und Fortschritte bei der Halbleitertechnologie der nächsten Generation die Unternehmensabläufe grundlegend verändern, ist KI-Souveränität nicht mehr verhandelbar“, sagte Dr. Thomas Di Giacomo, Chief Technology and Product Officer bei SUSE. „Durch die Kombination aus Enterprise-Linux, das für modernste Hardware entwickelt wurde, und Active-Agent-Sicherheit, erlaubt SUSE AI Factory IT-Teams, KI schnell zu skalieren und dabei firmeneigene Daten, Systemverfügbarkeit und Budgets streng unter ihrer Kontrolle zu halten.“

Speziell entwickelte Infrastruktur: SLES für NVIDIA

SLES für NVIDIA ermöglicht es Unternehmen, KI-Workloads zu beschleunigen, indem es ihnen sofortigen Zugriff auf die neuesten Hardware-Innovationen von NVIDIA bietet – darunter die NVIDIA Vera Rubin-Infrastruktur, die das Herzstück der NVIDIA OpenShell Referenzarchitektur bildet. Als bewährte, vertrauenswürdige Linux-Basis der Enterprise-Klasse ist SLES für NVIDIA darauf ausgelegt, sich nahtlos auf Rack-Scale-Architekturen zu skalieren und verbindet dabei rasante Innovationen im Bereich der Halbleitertechnik mit strenger Betriebsstabilität und Sicherheit.

Zu den wichtigsten Vorteilen zählen:

  • Beschleunigt die Hardware-Einführung ab dem ersten Tag: KI-Workloads werden sofort auf modernster NVIDIA-Hardware ausgeführt, wobei auf eine bewährte Enterprise SLES 16 Basis zurückgegriffen wird. So wird maximale Produktivität gewährleistet, ohne dass dabei die Sicherheit oder die Compliance beeinträchtigt wird.
  • Beseitigt Reibungsverluste bei der Bereitstellung in der Produktion: Verbindet Entwicklung und Produktion zu einer einheitlichen Unternehmensinfrastruktur und gewährleistet vollständige Kompatibilität, ohne dass eine Umstellung auf eine andere Plattform oder eine Neuprogrammierung erforderlich ist.
  • Konsolidiert den Unternehmenssupport: Bietet technischen Support aus einer Hand, gestützt durch kontinuierliche automatisierte Validierung über das Betriebssystem, den Linux-Kernel, den GPU-Treiberstack und die Kubernetes-Laufzeitumgebung hinweg. Dadurch werden eine lückenlose Stack-Kompatibilität gewährleistet und Reibungsverluste beim Support beseitigt.

Innovation im öffentlichen Sektor durch souveräne KI sichern

Laut Gartner® „werden bis 2027 35 % der Länder an regionsspezifische KI-Plattformen gebunden sein, die proprietäre Kontextdaten nutzen.“¹ Aufbauend auf seiner bestehenden Zusammenarbeit mit SUSE nutzt das Finanzministerium des mexikanischen Bundesstaates Guanajuato die SUSE AI Factory mit NVIDIA, um souveräme KI-Fähigkeiten zu validieren und so eine kognitive Verwaltung für seine Bürgerinnen und Bürger aufzubauen.

  • POC Cognitive Government: Das Sekretariat testet derzeit intensiv SUSE AI AI Factory mit NVIDIA, um intelligente, KI-gestützte öffentliche Dienste zu validieren und interne Arbeitsabläufe zu optimieren.
  • Workload- und Hardwarebeschleunigung: Im Rahmen des POC wird die Bereitstellung von KI-Workloads auf einer leistungsstarken GPU-Infrastruktur evaluiert, um die Lücke zwischen ersten Softwaretests und einem Enterprise-tauglichen Einsatz zu schließen.
  • Sovereign Infrastructure Foundation: Durch die Integration von SUSE AI Factory mit NVIDIA in seine übergreifende SLES- und SUSE Multi-Linux Manager-Strategie gewährleistet Guanajuato vollständige Datensouveränität, eine zentralisierte Verwaltung und die Einhaltung von Compliance-Vorgaben sowohl in Hybrid-Cloud- als auch in lokalen Umgebungen.

„Der Einsatz von SUSE AI Factory mit NVIDIA in unserer Umgebung ebnet uns den Weg zu einer wirklich kognitiven Verwaltung“, sagte José Luis Huerta Santos, Planung und IT-Architektur, Finanzministerium von Guanajuato. „Dank einer eigenständigen Open-Source-Basis können wir KI-Anwendungen schnell evaluieren und gleichzeitig sicherstellen, dass die Daten unserer Bürgerinnen und Bürger, die Verfügbarkeit der Infrastruktur und die Betriebskosten streng unter unserer Kontrolle bleiben.“

ISV-Zertifizierungen erweitern das Ökosystem der SUSE AI Factory mit NVIDIA

Um die Softwarevalidierung zu vereinfachen, Integrationshürden zu beseitigen und einen zuverlässigen langfristigen Support zu gewährleisten, führt SUSE eine zweistufige ISV-Zertifizierungsstruktur ein. Dieses Rahmenwerk gibt Kunden die Gewissheit, dass SUSE AI Factory mit Nvidia nahtlos mit Partnertechnologien zusammenarbeitet – gestützt durch gemeinsame Validierungen und klar abgestimmte Verpflichtungen der Anbieter, die eindeutige Zuständigkeit für den Support und optimierte Problemlösungen gewährleisten:

  • „Ready for“-Zertifizierung: Selbstvalidierung durch den Partner, um die Softwarekompatibilität und verbindlichen Herstellersupport für SUSE AI Factory oder SUSE AI Factory mit NVIDIA zu bestätigen.
  • „Certified for“-Zertifizierung: Gemeinsam entwickelte und validierte Konfigurationen mit vollautomatischer Bereitstellung und Lebenszyklusverwaltung sowohl für SUSE AI Factory als auch SUSE AI Factory mit NVIDIA.

„Um eine echte KI-Transformation voranzutreiben, benötigen Unternehmen mehr als nur eine Basisinfrastruktur – sie brauchen ein umfassendes, vertrauenswürdiges Ökosystem“, sagte Rhys Oxenham, General Manager für KI bei SUSE. „Durch die Einführung eines strengen ISV-Zertifizierungsprogramms für SUSE AI Factory mit NVIDIA und die Erweiterung unseres Partnerkatalogs um erstklassige Drittanbieter-Software bereichern wir unser Portfolio um vorab validierte Funktionen. Gemeinsam mit unseren ISV-Partnern bieten wir eine tief integrierte, vollständig unterstützte Plattform, mit der Kunden nahtlos von der Experimentierphase in den souveränen, unternehmenstauglichen Produktivbetrieb überzugehen.“

Neu integrierte Ökosystempartner und Anwendungsfälle:

  • Klique (von ClearML): Dient als KI-Steuerungsebene für Unternehmen und bietet LLM-Gateway-Routing, KI-Ressourcenmanagement und Governance über eine gemeinsam genutzte Infrastruktur hinweg.
  • Tensormesh: Bietet ein leistungsstarkes Key-Value-Cache-Management (KV), das darauf ausgelegt ist, die KI-Inferenz für agentische KI, RAG und Langkontext-Workloads im Unternehmensumfeld zu optimieren.
  • Traefik Labs: Traefik Hub erweitert die SUSE AI Factory in Zusammenarbeit mit NVIDIA um Laufzeit-Governance. Dabei werden mithilfe des AI-Gateways und des MCP-Gateways Modell- und Agent-Tool-Aufrufe über einen zentralen Kontrollpunkt geleitet, der sensible Daten maskiert, unsichere Eingabeaufforderungen blockiert und Token-Budgets verwaltet.
  • AlchemiStudio: Bietet eine umfassende souveräne KI-Plattform, die Governance, Echtzeit-Kosten- und Budgetkontrolle, ein KI-Gateway sowie Compliance-Kontrolle auf einer vom Kunden kontrollierten Infrastruktur ermöglicht.
  • Wiser Technology: Stellt eine souveräne KI-Plattform namens „Preslav“ bereit, die Entscheidungsunterstützung in Echtzeit bietet, indem sie Live-Digital-Twins aus Fahrzeugflotten und Sensoren erfasst.
  • CloudCasa von Catalogic: Bietet Unternehmens-Backup und Disaster Recovery für KI-Workloads, die auf Kubernetes innerhalb des SUSE AI Factory mit NVIDIA-Ökosystems laufen, und schützt dabei vollständige Inferenz-Stacks, einschließlich vLLM-Chatbots und Milvus-Vektorspeicher.

Umsetzung hybrider Quantenintelligenz mit Fujitsu

SUSE und Fujitsu (FSAS) arbeiten gemeinsam an der Bereitstellung einer KI-gesteuerten hybriden Quantenplattform. Diese integriert die SUSE AI Factory mit NVIDIA und NVIDIA CUDA-Q Software auf Fujitsu-Servern und ist darauf ausgelegt, hybride Quantenintelligenz aus dem Forschungslabor in das Unternehmensrechenzentrum zu bringen. Damit werden erstmals Enterprise-taugliches hybrides Quantencomputing und NVIDIA AI Enterprise als einheitlicher, produktionsreifer Stack auf einer souveränen Infrastruktur bereitgestellt.

„Da Fujitsu sein Technologieportfolio mit unserem neuen Quantencomputer und dem Digital Annealer erweitert, bietet diese Partnerschaft die sichere Infrastruktur, die Unternehmen benötigen“, sagte Udo Wuertz, CTO Fsas Technologies EMEA bei FSAS. „Durch den Einsatz dieses Stacks auf Fujitsu-Servern können Kunden ihre bestehenden Hardware-Investitionen optimal nutzen und Quantensimulationen direkt mit Produktionsanwendungen verknüpfen.“

Verfügbarkeiten & Informationen zum Event:

  • SLES für NVIDIA: Die allgemeine Verfügbarkeit ist für November 2026 als integrierte Funktion der SUSE AI Factory mit NVIDIA geplant. Die Details zur Partnerzertifizierung und Blueprint-Dokumentation sind verfügbar unter suse.com/product-certification/ready/ai-certification-requirements.
  • NVIDIA Open Agent Safety Platform: Angekündigt im September 2026.
  • Fujitsu Hybrid Quantum Lösung: Die gemeinsame Lösung wird Ende 2026 verfügbar sein.
  • NVIDIA GTC Berlin: SUSE präsentiert am Stand Nr. 3053 (Gold-Sponsor, 20.–22. Oktober 2026) live NVIDIA OpenShell sowie verschiedene Integrationen, durch MCP gesteuerte agentenbasierte Workflows, SLES für NVIDIA 16.1 und Partnerlösungen.

¹ Gartner, Inc., Predicts 2026: AI Sovereignty, Gaurav Gupta, Katja Ruud, Ran Xu, Mukul Saha, October 16, 2025.