Studnik Film Citizenship

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Xanthan
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Studnik Film Citizenship

Ungelesener Beitrag von Xanthan » 22.07.2010, 18:50

Servus, ich hab mit ein paar Kommilitonen an der FH einen Kurzfilm produziert - er heißt "Citizenship".

Wenn man seit Wochen an so nem Film arbeitet und ihn schon zum 500sten Mal gesehen hat, verliert man jede Urteilskraft. Wenn jemand Lust hat, sich den Streifen kurz anzuschauen: http://vimeo.com/13410081 und mir vielleicht hier oder in den Kommentaren Ideen, Meinungen, Ratschläge, Tipps etc. geben könnte, was man besser/anders machen könnte, wäre ich riesig dankbar.
What is that - the final shootout-scene?

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Re: Studnik Film Citizenship

Ungelesener Beitrag von KoreaEnte » 22.07.2010, 19:27

- die Stimme der Drohne in der ersten Szene passt irgendwie nicht
- muss man im Jahr 2031 immer noch so langweilig Zähne putzen wie heute?
- die Szene in der Wohnung der zweiten Person finde ich zu lange
- es passiert generell zu wenig
- das Ende gefällt mir auch nicht, verhaften und einsperren wäre irgendwie passender

Einen Obdachlosen hätte ich auch nicht als "Opfer" gewählt, sondern vielleicht jemanden der zum dritten Mal laut in der Öffentlichkeit geflucht hat oder ähnliche kleine Dinge die eben nicht erwünscht sind, nachher dein ein Schweng durch das riesige Gefängnis der Stadt mit einer Überwachungskamera und bei jedem stehen seine Verbrechen, also wiederholtes Fluchen, nicht einhalten der Nachtsperre usw. usw.

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Re: Studnik Film Citizenship

Ungelesener Beitrag von Cheops » 22.07.2010, 20:04

- Stimme passt nicht zur Drohne in Szene 1
- Schlafposition erinnert an einen Jugendlichen der fast von Mama beim ***** erwischt wurde^^
- TV als "Holos" im Bad und Küche, nur im Wohnraum steht ein TV als Dummy
- Laufweg in Szene 3 zu lang aus der Wohnung bis zum "Showdown"
- Drohne sollte irgendwie Alarm schlagen beim Kontakt mit Obdachlosen, dann verhaften und in den Bau wie KoreaEnte schon gschrieben hat

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Re: Studnik Film Citizenship

Ungelesener Beitrag von Aero » 22.07.2010, 20:29

Ich finde den Film zu oberflächlich und ohne Seele. Technik ist nicht alles. Die Musik passt auch nicht.
Zuletzt geändert von Aero am 22.07.2010, 20:31, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Studnik Film Citizenship

Ungelesener Beitrag von Xanthan » 22.07.2010, 22:41

Danke für den Input! Tatsächlich sind viele der Ratschläge hilfreich! Manches war allerdings nicht mehr möglich umzusetzen - so wollten wir eigentlich am Ende ein Fahrzeug der Stadtreinigung kommen lassen und den Penner fortschaffen lassen. Der TV im Wohnzimmer ist Bull - aber das rotoskopieren der Person davor würde fast einen ganzen Tag Arbeit mit AE bedeuten... Das mit dem Zähneputzen ist so ne Sache - ich hab mir überlegt, ihm ne "taschenlampe" in den mund zu stecken (so a la star trek - mediziniesche geräte sind da auch taschenlampen) aber das sieht dann fake aus und jeder weiß, dass es ne taschenlampe is... oder?
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Re: Studnik Film Citizenship

Ungelesener Beitrag von Soulprayer » 22.07.2010, 23:02

ich glaub die mehrheit hat den sinn einer "dystopie" nicht ganz verstanden XD

- die stimme sollte etwas monotoner sein, muss nicht blechern klingen, aber hat zuviel "Menschlichkeit"
- wenn holos als fernsehen benutzt werden, warum steht da ein TV ? XD
- schlafszene verkürzen, ist etwas zu lang (ich versteh den sinn dieser aufnahme nicht)
- musik ist etwas zu laut, vielleicht etwas leiser nachmischen?
Ich bin ein UFO - ein unheimlich faules Objekt.

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Re: Studnik Film Citizenship

Ungelesener Beitrag von Dude » 23.07.2010, 00:48

Eins vorweg: Ich fand den Kurzfilm sehr gut, und für junge Filmemacher ohne Budget sehr aufwändig und gut gemacht. Die Idee ist nett, wenn auch nicht besonders originell, und die Umsetzung ist interessant und ansprechend. Allerdings hätte man die "konsequenzlosigkeit" der Sache mehr verdeutlichen sollen. Vielleicht ein letztes Bild aus der Drohne wie dann beim Unknown Citizen sowas wie "Threat dismissed, alert cleanup" oder so steht. Das mit der Stadtreinigung hätte mir auch sehr gut gefallen.

So, jetzt da ich das gesagt habe kommen meine kurzen und hoffentlich nicht allzu hart klingenden Anregungen.

Szene 1
- Die Stimme der Drone passt nicht.
- Die Flasche die er ansetzt ist leer (oder sieht zumindest viel zu sehr danach aus
- Der Fokus am Ende, als er Richtung Gebusch geht ist das Gebüsch nur Bokeh, dann wird es urplötzlich für einen Sekundenbruchteil absolut scharf. Reisst einen aus der Szene.

Szene 2

im Schlafzimmer
- Wetteranzeige: Sollte direkt vorm Protagonisten holografisch angezeigt werden, (natürlich für uns Spiegelverkehrt). So wie es jetzt gelöst ist siehts doof aus. Soll das so aussehen als wärs an die Wand projeziert? Dann irgendwelche Strahlen oder so hinzufügen um das zu verdeutlichen, so ist es auf einer Ebene mit der "Sonde". Außerdem - wenn das Ding das Wetter schon an eine Wand projeziert, warum dann an die am Kopfende des Bettes? Unergonomisch und unlogisch.
- Schlafposition sieht merkwürdig aus
- Warum trägt der Protagonist eine Brille? Sehbrillen gibt es im Zeitalter der persönlichen Drohnen nicht mehr. Lasik. Zumindest für alles über der Unterschicht.

Im Bad
- Warum guckt er nicht auf den Fernseher? Er schaut sich die ganze Zeit selbst in die Augen, nur zum umschalten guckt er auf den Fernseher. Ein Post-it auf den Spiegel damit der Schauspieler einen Punkt zum angucken hat, das lässt sich auch in der Nachbearbeitung leicht entfernen.

Im Wohnzimmer:
- Der Fernseher. Ist Brinkmann ein Sponsor? Es ist ja zumindest der Möbelladen wo es gedreht wurde. Wie auch immer, ich finds gerade noch okay, wirkt durch den hellen Schirm zumindest irgendwie futuristisch.
- beim Verlassen des Wohnzimmers sieht man rechts oben die Decke des Möbelhauses.

Szene 3:
Spazierengehen
- durch die Markenlogos in den Shops ist es sehr auffällig (zu auffällig) dass der Protagonist mehrere Male auf dem gleichen Weg gezeigt wird. Kürzen oder andere Location wählen. Alleine wie oft er an dem Schaufenster von Levi Strauss und dem Friseur langgeht fällt sofort auf.

Marktplatz
- Bei der ersten Aufnahme des Rathauses (oder was immer das ist): Die Dohne die man sieht fliegt die ganze Zeit umher, und man sieht keine stationären Kameras. Die Aufnahmen sind aber offensichtlich stationär.
- Der angeschossene Penner überlegt sich viel zu lange ob er sich nun hinlegen will. Einen Schritt zurück, einen vor, dann wieder zurück, um sich schließlich auf den Hintern zu setzen und die Beine hochzuwerfen. Ein plötliches Zusammensacken (ohne Beine hochwerfen!) wäre deutlich eindrucksvoller.
- Bei der Nahaufnahme des "Toten": Die Frau im Hintergrund sollte nicht so auf den Penner starren. Viel besser wäre wenn sie völlig desinteressiert weitergehen würde. Ich schätze das war keine Statistin?
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Re: Studnik Film Citizenship

Ungelesener Beitrag von Xanthan » 23.07.2010, 17:50

Erstmal Entschuldigung für den nun folgenden unformatierten Text:

Yeah! Vielen Dank für den guten Input! Nur der Fairness halber: Nochmal drehen gehen wir für den Film nicht mehr - das wäre ein zu großer Aufwand! Das mit dem TV im Wohnzimmer ist klar (wir waren beim Dreh im Möbelhaus und da stand der FakeTV rum und wir haben uns nicht getraut alles umzustellen) Das mit dem Zähneputzen ist so (ich bin der typ beim zähneputzen) ich starr auch immer in mich rein beim zähneputzen - hab also gedacht, ich mach alles so wie zuhause (wir haben auf dem Damenklo der Uni gedreht - da war mehr platz als auf dem für herren) hologrammstrahlen sind dermaßen kotzig zu machen in AE (wir hatten welche, die sehen aber dann sowas von fake aus - da reichen unsere fähigkeiten nicht aus) - das mit dem langen hinlegen des penners lässt sich leicht erklären - in dem seesack war die flasche noch drin - das erste mal hat er sich voll drauffallen lassen - das 10. mal hat er dann aufgepasst, dass ihm das nicht nochmal passiert) ;) die schlafzimmerszene ist u.a. so lange, weil es dann zur musik passt (augen auf beim ersten höhepunkt der mukke) und die Frau, die hinten stehenbleibt war in der Tat keine Statistin (wir haben auf einem der belebtesten Plätze in der Stadt gedreht) Budget war 0,- Euro.

mich würde u. a. auch interessieren: stört oder verwirrt die einblendung der Statue in der Mitte des Films (war von mir als eine Art Trenner gedacht), wie wirken die schnitte nachdem der penner zur flasche greift (trinken, aufstehen und einpacken und gehen)

Nochmal Danke für die guten Tipps.
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