Bin beruflich unglücklich - Wohin im IT Bereich wechseln?

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Olli
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Bin beruflich unglücklich - Wohin im IT Bereich wechseln?

Ungelesener Beitrag von Olli » 06.10.2007, 16:34

Nachdem ich längere Zeit hier im Forum nicht mehr so aktiv war, habe ich heute eine für mich sehr ernste Frage. Und zwar bin ich zur Zeit beruflich (arbeite im sozialen Bereich) total unglücklich und möchte mich unbedingt in Richtung IT verändern. Mein jetziger und gelernter Beruf macht mir schon seit längerem überhaupt keinen Spaß mehr und ich sehe dort auch keine Zukunft und Perspektive für mich.

Ich bin noch jung und sportlich und kann mir nicht vorstellen mein weiteres Leben in meinem jetzigen deprimierenden Beruf zu verbringen, ich muss da einfach raus.

In meiner Freizeit macht es mir seit vielen Jahren am meisten Spaß mich mit PC Hardware und Systemen zu beschäftigen und möchte meinen das ich mich dort auch recht gut auskenne. PCs zu konfigurieren, reparieren und einzurichten stellt für mich überhaupt kein Problem dar und macht mir auch sehr viel Spaß (kenne mich auch recht gut im Bereich Audio/Videobearbeitung, encoding und vieles weitere aus). Neben meinem eigentlichen Beruf mache ich das auch schon seit vielen Jahren für einen kleinen Freundes- und Kundenkreis. Eigentlich kann ich mir für mich nichts passenderes vorstellen als in diesem Bereich zu arbeiten, aber ich habe leider wenig Ahnung was man genau mit diesen Interessensschwerpunkten und Vorkenntnissen für Berufe ergreifen könnte und welche Perspektiven ich hätte. Ich könnte mir schon vorstellen selbständig im Service zu arbeiten, oder einen kleinen Laden aufzumachen, aber dafür fehlt mir ganz einfach das nötige Startkapital.

Ich suche einen Beruf in dem ich meine Vorkenntnisse einbringen kann, der mir wirklich Spaß macht und mir Perspektiven bietet, sowie ein positives Arbeitsumfeld hat. Vielleicht kennt Ihr ja einen passenden Beruf für mich in der IT Branche? Auch an konkreten Tips, z.B. wo ich mich bewerben sollte, oder welche Maßnahmen bei der Bundesagentur für Arbeit evtl. für mich wichtig sein könnten, interessieren mich sehr. Danke!
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quadpumped
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Ungelesener Beitrag von quadpumped » 06.10.2007, 16:48

Willst du eine neue Ausbildung machen oder einfach ohne Qualifikation einsteigen?
Hast dir schon das Berufsbild eines Fachinformatikers in Systemintegration angeschaut?

Wäre evtl. was für dich, wobei du da auf einer was höheren Ebene arbeitest als an PCs zu schrauben(was ja schon jeder Jugendliche kann:).

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Benny
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Ungelesener Beitrag von Benny » 06.10.2007, 16:50

Hi,

Ich bin Fachinformatiker FR Systemintegration.
Ich denke der Beruf wäre genau das richtige. In dem Beruf wirst du gefördert, musst mitdenken und die Arbeitsplätze sind (meist) sehr angenehm.

Wo wohnst du denn? Am besten sind immer Großfirmen wie Siemens, Bosch etc. für so einen Beruf da du bei kleineren Firmen der Depp für alles bist!
Ich selber arbeite in einer großen Firma udn bin mehr als zufrieden!

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Konsumierer
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Ungelesener Beitrag von Konsumierer » 06.10.2007, 17:26

Wie alt bist du? Kommt ein Studium in Frage? Wie siehts mit Interesse für Software-Entwicklung aus?
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Olli
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Ungelesener Beitrag von Olli » 06.10.2007, 20:35

Ob ich noch mal eine Ausbildung machen will, ist mir selber nicht ganz klar. Ich bin jetzt schon 34 (optisch gehe ich aber noch locker für 25 durch, wie mir immer wieder gesagt wird...:-) ) und habe auch finanzielle Verpflichtungen (Wohnung). Von den 700 Euro Vergütung in der Ausbildungszeit kann ich eigentlich nicht leben (könnte das Arbeitsamt da was bezuschussen?). Theoretisch könnte ich auch noch ein Studium machen, Abi habe ich.
An Software-Entwicklung habe ich eigentlich wenig Interesse, Programmieren kann ich überhaupt nicht und habe da auch keine Ader für.

Ich habe mal auf www.it-berufe.de etwas geschaut und der "IT-Systemelektroniker", oder auch alternativ der hier schon vorgeschlagene "Fachinformatiker in Systemintegration" hört sich nicht schlecht an.

Ich komme aus der Gegend um Münster, evtl. hat ja jemand einen Tip was ich hier in der Nähe machen könnte.
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Ungelesener Beitrag von totalscorn » 06.10.2007, 20:50

darf man fragen, was du beruflich "im sozialen Bereich" genau machst? Vieleicht kann man ja das eine mit dem anderen verbinden, dann is zumindest der Übergang nich son herber Einschnitt (auch finanziell) und du könntest quasi durch ne Fortbildung neben dem Beruf umschulen.

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Ungelesener Beitrag von quadpumped » 06.10.2007, 21:14

kannst dich ja für ne Ausbildung bei der T-Systems bewerben, die hosten für uns die ganzen Server in Münster:) Weiss aber net ob die T-Systems ausbildet.

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Ungelesener Beitrag von AndyydnA » 06.10.2007, 21:17

Aber mit 34 wird wer wohl keinen Ausbildungsplatz mehr bekommen. Ich würde mich eher nach Bachelor-Studiengängen an Fernunis umschauen.

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Ungelesener Beitrag von Tackleberry » 06.10.2007, 21:17

Zur Not gibt es sowas wie Fernunis und Studiengänge für Beruftätige. Das läuft dann halt abends.

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Olli
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Ungelesener Beitrag von Olli » 06.10.2007, 21:24

@totalscorn: Ich arbeite in der Krankenpflege.

Irgendwie hoffe ich ja darauf das es für sowas auch eine passende Umschulung und Förderung vom Arbeitsamt gibt. Das ich in meinem Alter schlechte Chancen auf einen normalen Ausbildungsplatz habe, sehe ich auch so. Trotzdem fühle ich mich blutjung... ;-)
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Ungelesener Beitrag von groundzero » 07.10.2007, 00:02

Kann verstehen (aufgrung meiner Zivi Zeit), daß man in dem Job nicht glücklich ist.
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Ungelesener Beitrag von [Hirsch] » 07.10.2007, 09:52

Olli hat geschrieben:@totalscorn: Ich arbeite in der Krankenpflege.

Irgendwie hoffe ich ja darauf das es für sowas auch eine passende Umschulung und Förderung vom Arbeitsamt gibt. Das ich in meinem Alter schlechte Chancen auf einen normalen Ausbildungsplatz habe, sehe ich auch so. Trotzdem fühle ich mich blutjung... ;-)
Tu dir einen Gefallen, kein AAmt.
Leider hat es das Arbeitsamt geschafft durch konsequente Umschulung von "nicht vermittelbaren Personen" in die IT-Berufe das Ansehen dieser Bewerber in der Wirtschaft zu ruinieren.
Da wurde jeder Depp (tut mir leid wenn ich es so harsch formuliere) zum "IT-Spezialisten" geschult mit Wissen das keiner braucht oder von der Person selbst nicht anzuwenden war, bekanntes Beispiel ist der sogenannte Arbeitsamt-MCSE.

Aös weiterer Hinweis: Verwechsle bitte nie das Schrauben am heimischen PC mit Informationsverarbeitung in Unternehmen, eine derartige Schlussfolgerung (oder Erwähnung) wird dich vielleicht nicht in der Personalabteilung aber mit Sicherheit in der Fachabteilung nach ganz unten oder raus katapultieren. Sowas kann man vielleicht bei Praktikanten oder für Azubis (und da gerade so) durchgehen lassen aber nicht bei Vollzeitstellen für ausgebildete Arbeitnehmer. Als Hobby kannst du es ja anführen, sowas ist normal aber es wird dir keinen Pluspunkt bei der Stellenqualifikation bringen. PC-Werkstätten kenne ich heute eigentlich nicht mehr, da werden ein paar Standard-Modelle vorgehalten und wenn was kaputt geht wird der Rechner getauscht und per Softwareverteilung auf den neusten Stand gebracht. Falls du zu Hause sowas gemacht hast, ist das natürlich ein Pluspunkt ;)

Irgendwer hat hier was von Fernstudium oder Teilzeitstudium geschrieben, sowas fände ich angebracht für dein Alter (tut mir leid, ist nicht persönlich gemeint). Gibt dir zwar erstmal nicht viel praktisches Wissen aber einen akademischen Abschluss und damit die Change nicht mit 40 als PC-Schrauber anfangen zu müssen.

Just my 2 cent,

Hirsch

PS: Das soll nicht heissen das ich nicht auch gute Umschüler kennen gelernt hätte, aber diese haben durch oben beschriebene Maßnahmen mit sehr vielen Vorurteilen zu kämpfen. Meistens hat man dann schon keine Gelegenheit mehr das zu wiederlegen, weil man nicht bis zum Vorstellungsgespräch kommt
:wq!

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Ungelesener Beitrag von st3660a » 07.10.2007, 10:49

Was Hirsch geschrieben hat deckt sich ziemlich genau mit meinen Eindrücken. Ich hab die Ausbildung zum Fachinformatiker / Systemintegration fertig gemacht und bin seitdem Student. Die Umschüler die wir bei uns in der Berufsschule hatten, hatten alle etwas gemeinsam: schlechte Noten (plötzlich wieder lernen zu müssen ist denke ich keine allzu leichte Umstellung) und den Glauben alles besser zu wissen weil sie dem Nachbarn schonmal nen Drucker eingerichtet haben.
Wie du siehst hab ich auch keine allzu gute Meinung von Umschülern aus völlig fachfremden Bereichen und mit genau diesen Vorurteilen oder leider Erfahrungen wirst du auch zu kämpfen haben. Ob in deinem Fall berechtigt oder nicht.

Meine Empfehlung wäre nach dem was du oben schreibst wirklich nen kleinen PC Laden samt Service aufzumachen. Ist halt auch mit nem gewissen Risiko verbunden und das Startkapital sicher auch nicht allzu leicht zu bekommen.

Ich wünsch dir aber viel Erfolg und Spaß, für welche berufliche Zukunft du dich auch entscheidest.

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fassy
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Ungelesener Beitrag von fassy » 07.10.2007, 12:30

st3660a hat geschrieben:
Meine Empfehlung wäre nach dem was du oben schreibst wirklich nen kleinen PC Laden samt Service aufzumachen. Ist halt auch mit nem gewissen Risiko verbunden und das Startkapital sicher auch nicht allzu leicht zu bekommen.
Oder aber bei einem Laden mit eigener Werkstatt anfangen unm erstmal einen Einblick zu bekommen. Das Endkundengschäft im PC-Hardware Segment ist nämlich alles andere als die lustige kleine Schrauberwelt die man sich vorstellt.
+ Ätzende Kunden, die...:
-- ... alles besser wissen und trotzdem immer alles kaputbekommen
-- ....auf Rechte bestehen die sie nicht haben und man trotzdem nachgeben muss um den Kunden nicht zu verlieren
-- ... die merkwürdigsten unsinnigen Vorstellungen haben und absolut beratungsresistent sind
+ Hersteller und Distributoren:
-- um gute Preise zu bekommen brauchst du große Mengen sonst verhungerst du mit dem Laden, leider...
-- elendige RMA Schlägereien mit den Distributoren und Herstellern
+ Konkurenzdruck
-- es gibt viel zu viele Läden und Shops, die Preise sind völlig kaputt und auf Beratung und Qualität legt kaum einer mehr wert.

Als Model von Läden ffällt mir halt das PC-Spezialisten Franchaise System ein, da muss man sich um einige Dinge zumindest nicht kümmern (Distributoren/RMA/Ladenausstattung etc).

Bei uns hat der PC-Spezialist eine ziemlich große eigene Werkstatt mit ein paar Angestelllten die Kisten schrauben und reparieren. Studenten nehmen die da btw nicht, das sind Festangestellte. Aber ob man dmit alt werden will und genug bezahlt bekommt um halbwegs gut zu leben wage ich zu bezweifeln.

ich würde dir auch raten mal bei der FH Hagen nach dem Informatik Bachelor Abschluss zu gucken. Sind nur 6 Semester und du hast nachher einen universitären Abschluss - bei relativ freier Zeiteinteilung. Programmieren musst du allerdings lernen, ebenso wie nen Haufen Mathematik. ;)
Pick up the hammer... pick it up.

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Ungelesener Beitrag von quadpumped » 07.10.2007, 13:51

ihr seid lustig, Freunde, da will einer an PCs basteln und kriegt ein Informatik-Studium empfohlen :)

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Ungelesener Beitrag von Tackleberry » 07.10.2007, 13:57

Naja im Bereich Informatik werden halt überwiegend Absolventen gesucht und nicht irgendwelche ausgebildeteten. Kenne da selber so ein paar Beispiele aus der Umgebung...

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Ungelesener Beitrag von Win a 2 » 07.10.2007, 14:03

http://infobub.arbeitsagentur.de/berufe ... of-id=7847

Berufenet vom AAmt ist wirklich nicht schlecht und gibt dir schon einmal einen Eindruck.

Mit einer Ausbildung könntest du es zumindest versuchen. Ein Bekannter von mir macht auch noch mit 30 eine Ausbildung in der Industrie.
Allerdings ist das finanzielle wirklich nicht prickelnd.

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Ungelesener Beitrag von Aero » 07.10.2007, 14:17

Auch ein Fachinformatiker muss programmieren. Ok, eher scripten. Aber dafür braucht man halt auch programmiertechnische Grundkenntnisse. Webseiten, VBScript (oder ähnliches), Datenbanken - das alles muss der Fachinformatiker Richtung Systemintegration beherrschen. Mit 34 wird sowas nicht leicht sein. Es sei dem, man ist sehr motiviert oder hat Talent. IT-System-Elektroniker müssen sowas übrigens auch können, zumindest in der Ausbildung.

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Ungelesener Beitrag von quadpumped » 07.10.2007, 14:22

aero hat geschrieben:Auch ein Fachinformatiker muss programmieren. Ok, eher scripten.
was das für ne Aussage? Ein FI wird auf keine bestimmte (Skript)Sprache ausgebildet, es kommt also immer auf das Unternehmen an was er machen muss.

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Ungelesener Beitrag von Konsumierer » 07.10.2007, 14:25

quadpumped hat geschrieben:ihr seid lustig, Freunde, da will einer an PCs basteln und kriegt ein Informatik-Studium empfohlen :)
Mein letzter Stand in Sachen Ausbildung Fachinformatiker Systemintegration: keine Jobchancen. Weiß jetzt aber auch nicht, in wie weit sich hier seit dem Aufschwung was getan hat.

Bei mir an der FH sind jedenfalls jede Menge Fachinformatiker, die nach der Ausbildung das Studieren angefangen haben, weil sie entweder unzufrieden waren oder keine Job gefunden haben. Mit 34 auf diesen Zug aufzuspringen halte ich für völlig daneben.

Ist echt keine einfache Situation. Meine Mutter ist auch Krankenschwester und was da in den letzten Jahren abgeht, ist einfach eine Frechheit. Die Leute werden nur noch ausgebeutet, hauptsache die Chefs oben kriegen ihre Millionen. (Scheiß BWL'er!)

Ich sehe drei Möglichkeiten:

1) Woanders nach einem anderen Job in der Krankenpflege umschauen - vielleicht gibt es ja Stellen, bei denen du mehr Spaß hast.
2) Eine Möglichkeit finden, Krankenpflege mit deinen Interessen zu verknüpfen.
3) Komplett aussteigen und ein Bachelor Studium in 3,5 Jahren durchziehen und dich mit nem Minijob über Wasser halten.

Fernstudium sehe ich etwas kritisch. Da hat man dann zwar hinterher nen Abschluss, aber was ist der Wert?
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Ungelesener Beitrag von AndyydnA » 07.10.2007, 14:34

Fernstudiengänge werden teilweise höher bewertet als die vergleichbaren Vollzeitstudiengänge. Da dem Studierenden wesentlich mehr abverlangt wird, neben ner Vollzeitstelle noch zu studieren. Die Inhalte und Abschlüsse sind die selben wie beim Vollzeitstudium. Mach die mal schlau ;)

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Ungelesener Beitrag von Aero » 07.10.2007, 14:38

quadpumped hat geschrieben:
aero hat geschrieben:Auch ein Fachinformatiker muss programmieren. Ok, eher scripten.
was das für ne Aussage? Ein FI wird auf keine bestimmte (Skript)Sprache ausgebildet, es kommt also immer auf das Unternehmen an was er machen muss.
Sicher wird er das. In der Berufsschule ist es meistens c/c++. Mit diesen Grundkenntnissen überträgt man dann sein Wissen auf andere (Script-)Sprachen. Und ich habe nicht gesagt, dass er undebingt VBscript können muss.

quadpumped, wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Klappe halten.

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Ungelesener Beitrag von tbabik » 07.10.2007, 14:42

Medizinischer Dokumentar - Gibts als Schulausbildung (gibt aber nur eine handvoll Schulen in Deutschland - siehe Wikieintrag zu diesem Beruf). Wird auch an einigen FHs/Hochschulen vermittelt dort dann als Diplom Medizinischer Dokumentar oder als Bachelor.

Inhalt der Ausbildung sind vor allem Informatik, Statistik und Medizin. Der Informatikteil ist recht umfangreich. Programmieren in verschiedenen Sprachen (VBA, SQL, .NET, C#). Letztendlich könnte man damit auch als Medizin Informatiker einsteigen, wenn man noch etwas persönliche Kompetenz mitbringt.

Ich hatte während meiner Ausbildung in Ulm (Med. Akademie für Med. Berufe) einige "ältere" Personen die auf diesen Beruf umschulen wollten. Z.B. einen 34 jährigen Bankkaufmann, eine ca. 50 jährige Krankenschwester und eine 25 jährige aus der Altenpflege. ABER ich muss ehrlich sein und sagen das alle diese Personen das erste Jahr nicht überstanden haben. Grund war der Informatikteil - die hatten mit Programmieren nichts am Hut und sind dort auch nicht mitgekommen.

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Ungelesener Beitrag von quadpumped » 07.10.2007, 14:43

ich habe selber die Ausbildung gemacht und bin fast mit meinem Studium fertig, wenn jemand keine Ahnung hast dann Du. Was schreibst du von Skript-Sprachen, ein FI proggt wasauchimmer!

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Ungelesener Beitrag von Konsumierer » 07.10.2007, 14:43

AndyydnA hat geschrieben:Fernstudiengänge werden teilweise höher bewertet als die vergleichbaren Vollzeitstudiengänge. Da dem Studierenden wesentlich mehr abverlangt wird, neben ner Vollzeitstelle noch zu studieren. Die Inhalte und Abschlüsse sind die selben wie beim Vollzeitstudium. Mach die mal schlau ;)
Und wie lang geht dann so ein Studium? Kann mir nur schwer vorstellen, dass man im gleichen Zeitraum gleich viel Stoff vermittelt bekommt. Ich war meistens zwischen 8 und 10 Stunden pro Tag an der FH. Du kannst doch nicht 8 Stunden am Tag arbeiten und dann noch 8 Stunden abends lernen. Da drehst ja durch.
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