Was ist ein PIII FC-PGA?

intel versucht zwar, uns auf seiner Website (auf

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dieser Seite) den Unterschied zwischen FC-PGA und
PPGA zu erklären, aber das wichtigste vergessen sie dabei leider. Doch von Anfang an…
Für seine Celeron-Modellreihe hatte intel schon vor längerer Zeit das Plastic Pin Grid Array (PPGA) eingeführt, auch bekannt unter der Bezeichnung "Sockel 370". Die neuen (schnelleren) Celerons findet man nur noch als gesockelte Modelle, für die es neben speziellen
Mainboards mit dem Sockel mit den 370 Pins auch besondere Adapter gibt, mit der man einen gesockelten Celeron auch in ein normalerweise für eine Pentium III Slot-CPU gedachtes Motherboard stecken kann.
Zu der neuen Coppermine-Famile gehören auch die Pentium III E FC-PGA, die nicht in der für die P3 gewöhnlichen Slot-Bauweise daher kommen, sondern wie die Celerons einen Socket-370 benötigen. Als erstes hat intel diese Prozessoren in der Flip Chip Pin Grid Array
Form für 500 und 550 MHz angekündigt, übrigens bei 100 MHz Front Side Bus (FSB).
Da diese CPUs preislich so etwa zwischen Celeron und Standard-Pentium III angesiedelt sind, werden sicher einige auf die Idee kommen, diese als günstige Aufrüst-Möglichkeit anzusehen! Billiger als ein normaler P3, aber dafür die gleiche Leistung und 100 MHz FSB
für mein Celeron-Board! Das wär‘ doch was! Aber Vorsicht!!!
Es heißt zwar von intel "Socket-370 compatible", das bedeutet aber nicht, dass die FC-PGA CPU in allen Sockel-370 Mainboards funktioniert! Wie AnandTech berichtet, muss das Motherboard
(oder der Slot-Adapter) drei Voraussetzungen erfüllen, um zum FC-PGA kompatibel zu sein:
(1) Sockel 370
(2) 1,6V CPU-Spannung
(3) VRM 8.4 Unterstützung
Diese Version (8.4) des Voltage Regulator Modules ist für den P3 FC-PGA zwingend vorgeschrieben, und wenn das Mainboard diese nicht vorweisen kann, funktioniert die CPU nicht.
Leider gibt es momentan nur eine Sorte von Motherboards, die VRM 8.4 bietet, und das sind diese mit i810E Chipsatz von
intel. Dieser Chipset ist der Nachfolger des i810, nur mit 133MHz FSB Unterstützung und integriertem i752 Grafikchip, welcher nach heutigem Standard eher mittelmässige 3D-Leistungen bietet.
Leider ist noch nicht mal garantiert, dass die derzeit erhältlichen neuen Mainboards mit dem Via Apollo Pro 133A Chipsatz der VRM 8.4 Spezifikation entsprechen, so dass man nur auf zukünftige Boards hoffen kann, will man sich einen Pentium III FC-PGA zulegen. Momentan lohnt sich der Kauf dieses Prozessors leider überhaupt nicht, da Motherboards mit dem
i810E Chipsatz nicht gerade zu den schnellsten oder besten gehören.

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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