Intel demonstriert 65nm Fertigungsprozess

(Auszug aus der Pressemitteilung)

Feldkirchen, den 24. November 2003 – Intel stellt erstmals voll funktionstüchtige SRAM-Bausteine (Static Random Access Memory), basierend auf der kommenden 65 Nanometer Technologie, her. Damit kommt dieser Fertigungsprozess planmäßig ab 2005 auf 300 mm Wafern in der Massenproduktion zum Einsatz

Anzeige

Dieser neue 65 Nanometer Fertigungsprozess ist eine Kombination aus leistungsfähigeren Transistoren mit geringerer Verlustleistung, der zweiten Generation des Strained Silicon, schnellen Interconnects aus Kupfer und einem Low-k Dielektrikum. Übrigens: Ein Nanometer ist der billionste Teil eines Meters.

„Intel setzt mit der 65nm Technologie den seit 15 Jahren bestehenden Trend fort, alle zwei Jahre einen neuen Fertigungsprozess einzuführen. Tatsächlich sind sogar nur 20 Monate vergangen, seit wir die volle Funktionsfähigkeit von SRAMs auf Basis unseres 90nm Prozesses angekündigt haben.“, so Dr. Sunlin Chou, Senior Vice President und General Manager der Intel Technology und Manufacturing Group. „Damit verlängern wir nicht nur die Gültigkeit von Moore’s Law, sondern können auch noch bessere Produkte produzieren, während wir gleichzeitig die Fertigungskosten senken.“

Details zur 65 Nanometer Prozess Technologie
Fortschrittlichere Transistoren: Intels neuer 65 Nanometer Fertigungsprozess zeichnet sich durch Transistoren aus, die nur noch 35 Nanometer lang sind (Gatelänge). In der Massenproduktion werden sie damit die kleinsten Hochleistungstransistoren auf CMOS-Basis sein. Zum Vergleich: Die modernsten Transistoren, die derzeit in Intel® Pentium® 4 Prozessoren zum Einsatz kommen, messen 50 Nanometer. Kleine und schnelle Transistoren sind die Grundelemente für sehr schnelle Prozessoren.

Strained Silicon: Intel integriert die zweite Generation seines sehr leistungsfähigen Strained Silicon in den 65 Nanometer Fertigungsprozess. Dank Strained Silicon fließt der Strom effizienter und mit nur 2% höheren Fertigungskosten lassen sich damit schnellere Transistoren bauen.

Interconnects aus Kupfer mit neuem Low-k Dielektrikum: Der Fertigungsprozess integriert acht Schichten eines Low-k Dielektrikums. Dies erhöht die Signalgeschwindigkeiten innerhalb des Prozessors und sorgt gleichzeitig für einen geringeren Stromverbrauch des Chips.

Voll funktionstüchtige, robuste Bausteine
Intel produziert bereits voll funktionstüchtige 4 Megabit SRAM Bausteine mit einer winzigen Fläche von 0,57 Quadratmikrometern auf dem 65 Nanometer Fertigungsprozess. Kleine SRAM-Speicherzellen ermöglichen eine Leistungssteigerung durch die Integration größerer Cachespeicher in Prozessoren. Die ersten in 65 Nanometer Technologie gefertigten SRAM-Bausteine erweisen sich als sehr robust mit einem zuverlässigen Rauschabstand, was ein effizientes Umschalten der Transistoren erlaubt. Jede SRAM Zelle besteht aus sechs Transistoren. Zehn Millionen dieser Transistoren wuerden auf einem Quadratmillimeter Platz finden und somit etwa auf die Spitze eines Kugelschreibers passen.

„Intels 65 Nanometer Fertigungsprozess ist bereits sehr zuverlässig und auf dieser Basis fertigen wir schon Wafer und Chips in unseren Entwicklungsfabriken,“ so Mark Bohr, Intel Senior Fellow und Leiter der Abteilung Prozessarchitektur und Integration. „Wir gehen davon aus, dass wir im Jahr 2005 das erste Unternehmen sein werden, das auf Basis der 65 Nanometer Technologie in großen Stückzahlen produzieren wird.“

Diese Halbleiterbausteine werden in Intels 300 mm Wafer Entwicklungsfabrik D1D in Hillsboro, Oregon, hergestellt, wo der 65 Nanometer Prozess auch entwickelt worden ist. D1D ist Intels neueste und größte Fabrik. Der größte Reinraum, der dort zu finden ist, misst rund 16.500 Quadratmeter, was ungefähr der Größe von zweieinhalb Fußballfeldern entspricht.

Eigene Masken-Entwicklung verlängert die Lebensdauer von Lithografie-Tools
Intels firmeneigene Gruppe zur Herstellung von Masken trägt wesentlich dazu bei, fortschrittliche Masken zu entwickeln, um so die bestehenden Geräte für die 193 Nanometer Lithografie ebenfalls im 65 Nanometer Fertigungsprozess einsetzen zu können. Intel geht davon aus, einige aktuellere 193nm Lithografie-Tools nachrüsten zu müssen, ansonsten aber die 193nm und 248nm Lithografie-Tools, die derzeit in der 90 Nanometer Fertigung zum Einsatz kommen, weiterhin nutzen zu können. Das reduziert die Implementierungskosten und garantiert zudem ausgereifte Werkzeuge für den Fertigungsstart. Der 65 Nanometer Fertigungsprozess beginnt planmäßig in D1D für die Massenproduktion und wird auf weitere 300 mm Produktionsstätten Anfang 2005 ausgedehnt.

Mehr Informationen zum 65 Nanometer Fertigungsprozess finden Sie im Intel Silicon Showcase unter http://www.intel.com/research/silicon.

Intel

(Visited 1 times, 1 visits today)