Stromspartechnik für Grafikchips

ATI und nVidia reduzieren Leistungsaufnahme durch Notebooktechniken

Die beiden großen Grafikchiphersteller haben nach eigenen Angaben in der letzten Zeit Stromspartechniken in ihre High-End Bausteine integriert, die zuvor nur in Grafikchips für Notebooks verwendet wurden. Viele Grafikkarten – vor allem mit nVidia Chips – bieten schon seit längerem im Desktop-Betrieb mit Office- oder Internet-Anwendungen den sogenannten 2D-Modus an, bei dem der Grafikchip niedriger getaktet ist im 3D-Betrieb bzw. bei Spielen. Jetzt ist auch die Reduktion der Spannungsaufnahme eingebaut worden.

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So hat das russische Magazin X-bit labs beispielsweise im September des letzten Jahres noch eine Leistungsaufnahme von 112 Watt bei der ATI Radeon X1800 XT gemessen. Bei einer Wiederholung der Messungen zu einem späteren Zeitpunkt wurden mit derselben Grafikkarte und derselben BIOS-Version nur noch 103 Watt erzielt. Der Unterschied war lediglich ein neuer Treiber.
Bei den neuen Radeon X1800 und X1900 Grafikkarten verwendet ATI nun auch eine Taktreduzierung bei geringer Belastung. Außerdem wird eine Technik des Mobility Radeon eingesetzt, die nach Möglichkeit bestimmte Teile des Grafikchips im Betrieb abschaltet. Diese Chipelemente verbrauchen dann keinen Strom mehr. Außerdem wird damit der unerwünschte Leckstrom verringert, der bei aktuellen hochintegrierten High-End Grafikchips mit Hundertmillionen von Transistoren ein immer größer werdendes Problem darstellt.
Auch der nVidia G70 Grafikchip der GeForce 7900 Serie verwendet nach Angaben des Herstellers Stromspartechniken, die bislang nur in Notebook-Chips eingesetzt wurden. Ähnlich wie bei ATI wird hier ebenfalls die Stromaufnahme bei geringer Belastung reduziert.

Quelle: E-Mail

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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