Acer Predator Gaming-PCs

Vier High-End PC-Modelle mit Intel Quad-Core, Wasserkühlung, Dual-VGA

Acer steigt in den Markt für Gaming-PCs ein. Die noch in diesem Monat in den Handel kommende G7700 Predator Serie besteht zunächst aus vier Modellen zu Preisen von 1700 bis 4000 Euro. Dafür gibt es High-End Technik in einem interessanten und mit zahlreichen Features ausgestatteten Design-Gehäuse. Ein 24-Zoll Monitor im gleichen Design wird auch angeboten.

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Die neuen Systeme von Acer wurden heute auf einer Veranstaltung in München erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Allen Spieler-PCs gemeinsam ist ein wassergekühlter Intel Quad-Core Prozessor, mindestens vier Gigabyte Hauptspeicher, zwei 640 GByte Festplatten von Western Digital, DVD-RW und Blu-ray Laufwerk, nForce 780i Mainboard mit zwei Ethernet-Anschlüssen, zwei Grafikkarten, Tastatur und Maus von Logitech (G11 und G5) sowie Windows Vista Home Premium 64bit mit Service Pack 1. In den teureren Modellen sind CPU, Speicher, Festplatten und Grafikkartenmodelle aufgerüstet. Acer bietet z.B. WD Raptor Festplatten mit 150 GByte und 10.000 UPM als Option an – RAID (0,1,5,0+1) ist natürlich möglich. Der günstigste PC (‚Sniper‘) ist mit zwei GeForce 9600 GT ausgestattet, die beiden mittleren Modelle (‚Trooper‘ und ‚Crusher‘) mit zwei GeForce 9800 GTX, das Topsystem (‚Eliminator‘) dagegen mit zwei GeForce 9800 GX2.
Hier die wichtigsten Unterschiede zwischen den einzelnen Acer Aspire G7700 Predator Modellen:

Sniper (ca. 1700 Euro)

  • Intel Core 2 Quad Q9300 (2.5 GHz, 6MB L2-Cache, FSB1333)
  • 4 GByte DDR2-800
  • 2x 640 GByte Festplatten
  • 2x GeForce 9600 GT 512MB
  • 750 Watt Netzteil

Trooper (ca. 2000 Euro)

  • Intel Core 2 Quad Q9450 (2.66 GHz, 12MB L2-Cache, FSB1333)
  • 4 GByte DDR2-800
  • 2x 640 GByte Festplatten
  • 2x GeForce 9800 GTX 512MB
  • 750 Watt Netzteil

Crusher (ca. 3000 Euro)

  • Intel Core 2 Extreme QX9650 (3.0 GHz, 12MB L2-Cache, FSB1333)
  • 4 GByte DDR2-800
  • 2x 640 GByte Festplatten
  • 2x 150 GByte Raptor Festplatten
  • 2x GeForce 9800 GTX 512MB
  • 750 Watt Netzteil

Eliminator (ca. 4000 Euro)

  • Intel Core 2 Extreme QX9650 (3.0 GHz, 12MB L2-Cache, FSB1333)
  • 8 GByte DDR2-1066
  • 2x 640 GByte Festplatten
  • 2x 150 GByte Raptor Festplatten
  • 2x GeForce 9800 GX2 1024MB
  • 1000 Watt Netzteil

Die Farbe des Gehäuses ist metallic-kupfer – man kann auch Orange sagen, aber das hört Acer nicht so gern. Die Frontpartie kann komplett nach oben geklappt und auf Gehäuse gelegt werden. Dahinter verstecken sich die beiden Laufwerke, die zangenartig ausgefahren werden können, und unten vier Festplattenlaufwerke in Wechselrahmen. So können die Festplatten z.B. im Betrieb sehr einfach vorne am Gehäuse entnommen werden. Der HDD-Bereich ist dezent blau beleuchtet.
Der dreieckige Power-Button ist oben zu finden und zeigt durch verschiedene Farben auch die HDD- und die Netzwerk-Aktivitäten.
Die Flüssigkühlung beschränkt sich auf den Prozessor, wobei die Pumpe direkt auf dem CPU-Kühlkörper sitzt. Für den Wärmeaustausch sorgt ein langsam drehender 120mm Lüfter an der Gehäuserückseite. Bei wenig Belastung wie z.B. Office- oder Internet-Nutzung soll das System leiser sein als herkömmliche Desktop-PCs. Acer konnte allerdings keine genaueren Angaben machen.
Acer liefert die Predator PCs „Overclocking-freundlich“ aus. Man sei sich bewusst, dass sich die Zielgruppe dieser Modelle mit Hardware auskennt und wolle ihnen keine Steine in den Weg legen. Das BIOS-Setup steht dem Anwender offen, das nTune Tool von Nvidia zur Übertaktung von CPU, Speicher und Grafikkarten wird beigelegt bzw. vorinstalliert. Außerdem befinde sich ein Schalter zum CMOS-Reset auf der Rückseite des Gehäuses, falls die Overclocking-Versuche mal gänzlich fehlschlagen. So braucht das Gehäuse nicht geöffnet werden – obwohl auch das mit zwei Thumbscrews nicht so schwer ist.
Der CMOS-Taster deutet auf ein Mainboard aus dem Hause ASUS hin, aber Acer meinte auf Nachfrage zunächst, dass das nicht der Fall sei, um dann gleich nachzuschieben, dass man nicht verraten wolle, woher das Mainboard kommt.
Acer erklärte außerdem, warum die Flüssigkühlung nicht auch auf die Grafikkarten ausgedehnt wurde. Das liege an den ganz verschiedenen Befestigungspunkten für Kühler auf den Grafikkarten. Da differieren nicht nur ATI und Nvidia, auch die Hersteller selbst ändern diese von Generation zu Generation. Solange das noch so bleibt, könne man keine dauerhafte Komplettflüssigkühlung anbieten.
Der passenden 24-Zoll Monitor für die Predator PCs bietet Anschlüsse für VGA, DVI sowie HDMI und soll 450 Euro kosten.

Nach Angaben von Acer ist die Predator Serie die erste im stationären Handel verfügbare Familie von Gaming-PCs. Vergleichbare Modelle seien ansonsten nur online oder individuell zusammengestellt zu bekommen. Die Predator PCs können man dagegen beim Fachmarkt ansehen, testen und mitnehmen. Auch die Händler hätten nach solchen Angeboten gefragt.
Laut Acer werden die Predator Gaming-PCs noch in diesem Monat in Deutschland erhältlich sein. Unsere europäischen Nachbarn aus Holland, Belgien, Italien, Frankreich, Spanien und Großbritannien müssen sich noch bis Juni gedulden. Eine deutsche Elektro-Kette habe sich die komplette erste Lieferung gesichert.

Acer Predator Gaming-PC
Geöffnetes Gehäuse: CPU wassergekühlt
Frontklappe geschlossen..
... von der Seite
Frontanschlüsse, Power-Button und optische Laufwerke
Laufwerk geöffnet
Hot-Swap Festplatten
24'' Monitor zur Predator PC-Serie

Quelle: Eigene

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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