Microsoft: Details zu DirectX 11

DX11 kompatibel mit DX10 (Grafikkarten), aber nur für Vista & Nachfolger

Wie erwartet hat Microsoft auf seinem „Gamefest 2008“ die ersten Details zu DirectX 11 präsentiert. Die neue Multimedia-Programmierschnittstelle ist kompatibel mit DirectX 10 sowie den entsprechenden Grafikkarten, es gibt also keinen Bruch wie beim Umstieg von DX9 auf DX10. Wie DX10 wird DX11 exklusiv für Windows Vista „sowie künftige Versionen von Windows“ erhältlich sein. Microsoft skizzierte einige der neuen Features von DX11, wobei ein Teil schon von aktuellen ATI Radeon HD Grafikkarten unterstützt wird.

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Mit „Compute Shader“ können Shader Einheiten bzw. Stream Prozessoren der Grafikkarten auch für andere als Grafikzwecke genutzt werden – ein weiterer Schritt zur massiv parallel arbeitenden „General Purpose GPU“ (GPGPU), dem „Mehrzweck-Grafikchip“.
In DirectX 11 wird „Multi-Threading“ erweitert, so dass Spiele die aktuellen Mehrkern-Prozessoren besser ausnutzen können.
Mit Hardware-basiertem „Tessellation“, bei dem ein Objekt in kleinere, schneller zu berechnende Teile zerlegt wird, können Grafikchip-beschleunigt z.B. Spielfiguren mit großer Anzahl von Polygonen aus Modellen mit deutlich weniger Polygonen erzeugt werden, was sowohl die Software-Entwicklung als auch die Anwendung an sich beschleunigt. AMD unterstützt bereits seit der ATI Radeon HD 2000 Serie Tesselation in ihrer Hardware.
Wahrscheinlich ist Tesselation gemeint, als Microsoft bei der Präsentation angab, dass DirectX 11 neue Features zu bereits bestehender, DX10-kompatibler Hardware hinzufügt.
Zu Ray Tracing äußerte sich Microsoft nicht, das wird vermutlich noch nicht Teil von DX11.
Auch einen Einführungstermin für DirectX 11 verriet Microsoft noch nicht. Gerüchte sprechen von Ende des nächsten Jahres.

Quelle: Gamasutra

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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