Nintendo: „Apple ist harmlos“

Sieht seine DS-Verkäufe nicht durch iPad oder iPhone bedroht

Reggie Fils-Aime, Präsident der amerikanischen Abteilung von Nintendo, äußert sich zum wachsenden Spieleangebot auf Apples iPad bzw. iPhone. Laut Fils-Aime würden Apples Gadgets die DS- bzw. DSi-Verkäufe nicht beeinflussen. Dies läge daran, dass iPad und iPhone nicht primär Spieleplattformen seien und von den jeweiligen Besitzern nur am Rande zum Zocken genutzt würden. Dadurch müssten Entwickler auch die Preise für Titel niedriger ansetzen, da bei den Kunden nicht die Bereitschaft bestünde viel Geld für Spiele zu zahlen. Größere Titel blieben daher den klassischen Handhelds vorbehalten.

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„Aktuell ist ganz klar, dass iPad und iPhone keine profitablen Plattformen für Spieleentwickler sind. Dafür gibt es einfach zu viele kostenlose Angebote“, erklärt Fils-Aime. Leicht ironisch fährt der Nintendo-Amerika-Präsident fort: „Wenn unsere Spiele für kleine Snacks oder vollwertige Mahlzeiten stehen, je nach Art des Spieles, stehen Apples Titel nicht mal für einen Mund voll Unterhaltung“.

Analysten widersprechen Fils-Aimes Aussagen: Ein Fünftel des Gewinnes im Handheld-Bereich soll bereits an die iPhone-Spiele gehen. Zudem gibt es auf dem iPhone auch portierte DS-Spiele wie etwa „Assassin’s Creed“ oder „Civilization Revolution“. Diese versprechen das gleiche Spieleerlebnis auf dem iPhone wie auf dem DS.

So ist zunächst offen, inwiefern iPad und iPhone tatsächlich eine Konkurrenz für klassische Handhelds wie Nintendos DS oder Sonys PSP darstellen. Zumindest bleibt Nintendo selbstbewusst.

Quelle: Electronista

André Westphal

Redakteur

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