Mehr OLED-Displays ab 2012?

Hohe Kosten und technische Hürden machen Herstellern Probleme

Laut einem Bericht des taiwanischen Branchenmagazins DigiTimes plant LG Display für die zweite Jahreshälfte 2012 den Start der Massenproduktion von OLED-TV-Panels mit 30.000 Einheiten pro Monat. Den Anfang soll unter anderem ein OLED-Display mit einer Bilddiagonale von 55 Zoll machen. Allerdings haben LG und andere Hersteller immer noch mit Problemen zu kämpfen. So ist es schwierig die Kosten zu senken, wenn die Herstellung von OLEDs mit größeren Bilddiagonalen weiterhin an technischen Hürden scheitert und diese nicht in ausreichend großen Stückzahlen produziert werden können.

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David Su, Vorsitzender von Lextar Electronics, sieht in OLED-Displays auch in der nahen Zukunft keine wirkliche Alternative zu LCDs, da noch einige Zeit vergehen wird, bis die Marktpreise auf ein konkurrenzfähiges Niveau gesunken sind. Darüber hinaus müssten die Panelhersteller erst ihre Herstellungsprozesse für die Produktion von OLED-Displays umstellen. Allerdings würden die dadurch anfallenden Investitionskosten nur sehr langsam wieder eingespielt werden, so dass OLED-Displays besonders zu Beginn sehr teuer ausfallen werden.

Laut Paul Peng, Vizepräsident von AU Optronics, gibt es auch noch Probleme bei der Massenproduktion. So ist die Produktionsausbeute fehlerfreier Panels derzeit noch sehr gering und die Produktionsprozesse müssten noch optimiert werden. Dementsprechend bezweifelt er, dass mit einer breiten Massenproduktion von OLED-Displays vor 2014 zu rechnen ist und sie bis dahin aufgrund ihrer hohen Kosten auch keine ernsthafte Konkurrenz zu LCDs darstellen werden.

Quelle: DigiTimes

Jan Apostel

Redakteur

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