Universal-Chef über stereoskopisches 3D

3D kann einen miesen Film "erträglich" machen

Der Geschäftsführer des Filmstudios Universal, Ron Meyer, hat sich extrem offen zum aktuellen Zustand des Studios und dem seiner Produkte geäußert. So gesteht Meyer ein Universal habe in den letzten Jahren jede Menge schlechte Filme wie „Wolfman“ veröffentlicht. Interessant ist auch Meyers Position zur 3D-Technik, die aus seiner Sicht „einen miesen Streifen erträglich machen“ kann. Gleichzeitig warnt Meyer, dass sich die Technik eben nicht für jede Produktion eigne, bei manchen aber die gesamte Zuschauer-Erfahrung präge – er nennt hier Warners „Reise zum Mittelpunkt der Erde“ als Beispiel.

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Der Universal lobt speziell James Camerons „Avatar: Aufbruch nach Pandora“ als Vorzeigefilm für stereoskopisches 3D, warnt junge Regisseure, denen Camerons finanzielle Mittel fehlen, aber vor vorschnellem Einsatz der 3D-Technik: „Keiner von uns wäre in der Lage zu leisten und auch finanzieren was Jim Cameron gemacht hat.“

Meyer wünscht sich zudem immer noch aktuelle Blockbuster parallel ins Kino und per Video on demand anzubieten. Jüngste Pläne diesbezüglich scheiterten aber am Widerstand der Kinobesitzer: „Ich denke viele Leute können oder wollen nicht ins Kino gehen und zahlen gerne einen Premium-Preis per Video on demand. Ob 66 US-Dollar richtig gewählt sind, könnte uns die Zukunft zeigen.“

Quelle: Movieline

André Westphal

Redakteur

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