Reputationssystem der Xbox One

Microsoft erklärt die neue Strategie für Xbox Live

Microsoft plant viele Veränderungen für sein Reputationssystem unter Xbox Live. Die Neuerungen sollen zeitgleich mit der Veröffentlichung der Xbox One in Kraft treten: Statt Nutzern einfach durch Stimmen aus der Community bis zu 5 Sterne zuzuweisen, will man Störenfriede langfristig überwachen – und mit anderen Störenfrieden zusammenstecken. Nutzer, die anderen häufig auf die Nerven gehen und gemeldet werden, teilt Microsoft später bei Multiplayer-Partien automatisch anderen Zockern mit ähnlicher Reputation zu.

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Mike Lavin, bei Microsoft Senior-Produktmanager, erklärt, dass man mit der neuen Strategie verhindern wolle, dass faire Spieler von Trollen genervt werden. Gleichzeitig betont Lavin, dass diese Modifikation eine sehr kleine Gruppe an Troublemakern treffen solle – das Gros der Gamer unter Xbox Live verhalte sich vorbildlich. Auf die Frage hin, ob Microsoft mit seiner Strategie nun eine Art Troll-Underground kreiere, antwortet der Manager: „Unsere Absicht ist das nicht. Aber einige Leute spielen lieber mit Gleichgesinnten. Ich würde mit derlei Unruhestiftern selbst nicht zocken wollen.“

Das wirft zugleich die Frage auf, inwiefern Microsoft damit Cybermobbing ermöglicht. Beispielsweise könnten sich einige Nutzer zusammentun, um gezielt die Reputation eines anderen Gamers zu torpedieren. Lavin schließt dieses Problem aus: Microsoft beobachte die Reputation langfristig und beziehe mehrere Faktoren ein. Kleine Gruppen von Spielern könnten also nicht andere Xbox-Live-Nutzer direkt in ihrer Reputation schädigen.

Lavin kündigt auch an, dass Microsoft Spieler mit positiver Wirkung belohnen möchte – etwa durch seine Xbox Live Rewards. Eine hohe Reputation wird sich also in Vorteilen niederschlagen.

Quelle: OXM

André Westphal

Redakteur

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