Qualcomm: Snapdragons in mehr Produktgruppen

Für Konsolen seien die Chips aber ungeeignet

In einem Interview mit Games Industry hat sich Qualcomms Senior-Director für Snapdragon-Gaming zur Strategie seines Arbeitgebers geäußert. So sähe man die SoCs des Unternehmens gern neben Smartphones und Tablets vermehrt auch in TVs und eventuell sogar Konsolen. Allerdings weist Yuen darauf hin, dass Qualcomm seine Chips natürlich nicht für Spielekonsolen optimiere: Im mobilen Segment sei die Energieeffizienz ein viel bedeutenderer Faktor als in Konsolen. Für mobile Endgeräte sei schneller wegen des Verbrauchs das Ende der Fahnenstange erreicht.

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Yuen gibt deshalb zu bedenken: „Qualcomm wird niemals einen Chip bauen, der leistungsfähiger als eine aktuelle Konsolengeneration ist.“ Gleichzeitig verweist der Manager aber darauf, dass man mit einen Snapdragon 800 „alles machen kann, was an der Xbox 360 möglich ist“. Aufgrund der unterschiedlichen Bedienmöglichkeiten und des vorwiegend mobilen Einsatzes, werden sich Mobile-Gaming und traditionelles Spielen an Konsolen laut Yuen aber auch in den kommenden Jahren voneinander unterscheiden. Qualcomm wünsche sich dabei, dass die Entwickler in Zukunft nicht nur die Touchscreens für Eingaben nutzen, sondern vermehrt auch andere Techniken wie Sprach- und Gestensteuerungen, das Gyroskop, etc.

Eine große Zukunft sieht Yuen auch für die Möglichkeit Smartphones und Tablets an externe Bildschirme anzukoppeln und via Bluetooth-Controller als Spielekonsolen-Ersatz zu verwenden. Aktuell sei dieses Konzept aber noch zu futuristisch für viele konventionelle Gamer, die hinter dem Anschluss des Smartphones / Tablets an den PC und der Nutzung eines Bluetooth-Controllers mehr Hürden vermuten als faktisch vorhanden seien. In diesem Sinne empfindet Yuen Konsolen wie die Ouya im Grunde als unnötig, da es im Grunde genügen würde sein Smartphone / Tablet für die gleichen Zwecke einzusetzen. Allerdings müsse man hier noch viel Aufwand in die Kommunikation mit den Kunden stecken, um Gamer von dieser Idee zu überzeugen.

Quelle: GamesIndustry

André Westphal

Redakteur

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