Sony Pictures: Hack erweist sich als fatal

3800 Sozialversicherungsnummern von Angestellten gestohlen

Der massive Hackerangriff auf Sony Pictures ist zwar von Unternehmensseite weiterhin offiziell nicht bestätigt, erweist sich aber als immer fataler: Ca. 3800 Sozialversicherungsnummern von Mitarbeitern des Studios sind mittlerweile ins Netz gelangt. Unbefugte könnten mit den Daten allerlei Schindluder betreiben. Die Gruppe #GOP alias Guardians of Peace hat zudem Budget-Kalkulationen zu großen Filmen und Gehälter von Managern der einzelnen Abteilungen ins Netz gestellt. Mittlerweile soll das FBI den Fall untersuchen. Offiziell spricht Sony Pictures weiterhin nur von einem „IT-Problem“.

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Sony scheint es den Hackern leider nicht besonders schwer gemach zu haben – viele der entwendeten Daten, auch Passwörter, wurden in unverschlüsselten Excel- bzw. Word-Dateien gespeichert. In einigen der durchgesickerten Dokumente finden sich gar Kündigungsgründe sowie Leistungsbewertungen zu einzelnen Mitarbeitern. Selbst obskure Drehbücher zu internen Recruitment-Videos waren in den Daten enthalten, was zeigt, wie leicht die Hacker in die Tiefe gehen konnten. Besonders getroffen sind vermutlich die Mitarbeiter, die Informationen zu ihren Gehältern, Leistungen im Unternehmen und Co. nun öffentlich zur Schau gestellt sehen. Der Leichtsinn mit dem Sony Pictures hier mit den Daten umgegangen ist, erscheint bemerkenswert.

Weiterhin steht im Raum, dass Nordkorea hinter dem Angriff stecken könnte. Die Regierung des Landes war erbost über den Film „The Interview“, der ein Attentat auf den nordkoreanischen Diktator Kim Jong-Un als zentrales Thema hat.

So oder so handelt es sich hier wohl um einen der größten Corporate-Hacks aller Zeiten und einen Beweis dafür, dass selbst riesige Konzerne in Sachen Datensicherheit Nachholbedarf haben.

Quelle: Fusion

André Westphal

Redakteur

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