Schach-Großmeister soll mit iPhone gemogelt haben

Deponierte das Apple-Smartphone auf der Toilette

Der Schach-Großmeister Gaioz Nigalidze hat offenbar auf dem 17., jährlichen Dubai Open Chess Tournament mithilfe eines Apple iPhone gemogelt. So fiel seinem Gegner, dem armenischen Großmeister Tigran Petrosian auf, dass Nigalidze ständig auf Toilette rannte und dort stets die gleiche Kabine nutzte. Auf eine Beschwerde hin fanden die Überwacher des Turniers dort ein verstecktes Apple iPhone. Nigalidze bestritt zwar den Besitz des Geräts, die Veranstalter des Turniers prüften das Apple iPhone allerdings und fanden unter anderem auf Nigalidze registrierte Konten in sozialen Netzwerken.

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Nigalidze analysierte am Smartphone seine laufenden Schachpartien und holte sich so offenbar taktische Ratschläge. Vom Turnier in Dubai wurde er ausgeschlossen und könnte nun für bis zu 15 Jahre gesperrt werden. Auch seine bisherigen Spiele werden nun genauer untersucht. Nigel Short, ein Schach-Großmeister aus England mahnt: „Es ist unglaublich einfach mit einem Smartphone zu mogeln. […] Mein Hund könnte auf diese Weise ein Turnier gewinnen.“ Der Großmeister Daniel Gormally glaubt sogar, dass das Betrügen mit Smartphones aktuell auf Turnieren zur Tagesordnung gehöre.

Short wünscht sich besonders strenge Bestrafungen und erklärt die Smartphones seien im Schach ein schwererer Fall von Betrug als Doping in anderen Sportarten: „Der Unterschied ist, wenn ich Drogen nehme, etwa Steroide, kann ich dennoch nie die Tour de France gewinnen, weil mein Körper dies nicht erlaubt. Aber jeder Mensch könnte mithilfe eines Smartphones ein internationales Schachturnier gewinnen.“

Quelle: WashingtonPost

André Westphal

Redakteur

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