Android: Kampf gegen Sicherheitslücken

Telekom stellt MMS-Funktionalität ein

Google Android ist aktuell über die IT- und Mobile-Industrie hinaus in aller Munde- Leider nicht im Positiven Sinne: Vielmehr sorgen mehrere Sicherheitslücken für enorme Aufregung. Denn das Problem ist, dass die Fehler so eklatant sind, dass selbst ohne Aktivität des Nutzers Malware eingeschleust werden kann. Es genügt dessen Mobilfunknummer zu kennen und eine infizierte MMS zu versenden. Zumindest die Deutsche Telekom zieht nun die Reißleine. So unterbindet der Anbieter vorläufig den Empfang von MMS, um seine Kunden zu schützen. Dadurch werden potentielle Schad-MMS nicht mehr ohne Zutun der Anwender heruntergeladen. Eine dauerhafte Lösung für das Sicherheitsproblem schafft dies freilich nicht.

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Laut Deutsche Telekom können Anwender trotzdem an ihre MMS gelangen und erhalten derzeit bei Eintreffen folgende Nachricht: „Sie haben eine neue MMS. Sie können diese unter folgendem Link innerhalb von 3 Tagen herunterladen (mit Zugangsdaten wie Rufnummer und Passcode)“. Der Anbieter mahnt dennoch vorsichtig zu sein, sollte man die MMS unbedingt abrufen wollen.

Samsung wiederum hat eine neue Strategie angekündigt und will ab sofort schneller Sicherheits-Updates anbieten. Einmal monatlich soll es ab sofort Patches für die Galaxy-Geräte des Herstellers geben. Leider ist offen, welche Modelle Samsung konkret monatlich versorgen will. Es ist davon auszugehen, dass ältere aber noch verbreitete Geräte wie die Samsung Galaxy S2 oder S3 z. B. außen vor bleiben werden. Trotzdem ist dieser Schritt ein Anfang, welcher zu mehr Sicherheit unter Google Android führen könnte. Weitere Details will Samsung in Kürze gemeinsam mit seinen Mobilfunk-Partnern rund um die Welt bekannt geben.

Quelle: DeutscheTelekom

André Westphal

Redakteur

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