Für den PC-Markt sieht es derzeit düster aus. Die übliche Erholung, welche traditionell im 3. Quartal des Jahres dank der „Back to School“-Phase eintritt, ist in diesem Jahr ausgeblieben. Vielmehr sind die Auslieferungsmengen im direkten Vergleich mit dem 2. Quartal 2026 sogar um 9,1 % gesunken. Vergleicht man mit dem 3. Quartal 2025, dann ergibt sich im Jahresvergleich sogar ein Minus von satten 20,1 %. Die Ursachen sind vielfältig.
Zum einen haben sich viele Kaufinteressenten bereits Anfang 2026 aus Furcht vor steigenden Preisen mit neuen Geräten versorgt. Zum anderen ist es eben die Speicherkrise, welche die Verkaufspreise in die Höhe getrieben hat – zusammen mit vermutlich einer gewissen Gewinnmitnahmeabsicht bei einigen Herstellern. Im Ergebnis sind die Kunden zurückhaltend und die Kauflust bleibt gedämpft.
Kurzfristig könnte es nun mehr Angebote im Bereich der Desktop-PCs und Notebooks geben. Denn viele Hersteller haben sich die Lager befüllt. Doch das dürfte weder zu einem Preisniveau wie 2025 führen noch lange anhalten. 2027 ist nämlich nicht mit einer entspannteren Lage zu rechnen, die Speicherkrise hält vielmehr an.
Immerhin sind alle Top-5-Hersteller von den sinkenden Auslieferungsmengen betroffen. Am härtesten hat es HP getroffen. Beim Unternehmen sanken die Auslieferungsmengen um 30,9 % im 3. Quartal 2026 im Vergleich mit dem Vorjahr. Relativ glimpflich kam noch Asus mit einem Minus von 8,6 % davon. Lenovo, Dell und Apple hingegen mussten allesamt ein zweistelliges Minus hinnehmen.
Zu beachten ist, dass die IDC hier Notebooks, Desktop-PCs und Workstations einrechnet, nicht aber Server-PCs und Tablets.
Quelle: IDC


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