Electronic Arts (EA) gehört mittlerweile mehrheitlich einem staatlichen Investmentfonds aus Saudi-Arabien. Schon länger nahm man an, dass nach der Transaktion größere Veränderungen folgen dürften. Diese brechen jetzt an. Der Publisher schließt nämlich das traditionsreiche Entwicklerstudio BioWare. Dieses hatte sich einst mit Marken wie „Baldur’s Gate“, „Dragon Age“ oder auch „Mass Effect“ einen Namen gemacht. Doch in den letzten Jahren war der einstige Glanz des Studios bereits verblasst.
So muss man erwähnen, dass von den ursprünglichen Schlüsselfiguren schon vor Jahren die letzten Entwickler abgewandert sind. Obendrein waren die letzten Titel des Studios weder bei Kritikern noch bei der Community die erhofften Erfolge. Das Live-Service-Spiel „Anthem“ floppte, während das Fantasy-RPG „Dragon Age: The Veilguard“ Gamern zu bunt, verspielt und flach daherkam. Es entfernte sich sehr weit von den Dark-Fantasy-Wurzeln der ersten Spiele.
Mit dem Ende von BioWare wird auch das eigentlich angekündigte „Mass Effect“ der nächsten Generation komplett eingestellt. Offen ist, was das für die geplante Serie von Amazon Prime Video bedeuten könnte. Doch auch wenn BioWare nun zu Grabe getragen wird, sollte das Studio nicht nur für die zweifelhaften Titel der letzten Jahre im Gedächtnis bleiben, sondern auch für Klassiker wie „Star Wars: Knights of the Old Republic“, „Jade Empire“ oder eben „Baldur’s Gate 2“.
Insgesamt streicht EA dabei 400 Stellen und will 700 Mio. US-Dollar an Kosten einsparen. Der Fokus des Publishers wird in Zukunft auf den hauseigenen Sportspielen wie „EA FC“, dem Free-to-Play-Dauerbrenner „Apex Legend“ und ausgewählten Titeln wie „Star Wars: Jedi“ oder „Battlefield“ liegen.
Quelle: BioWare (X)

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