Die Pläne von ATI

Gerüchte um neue Grafikchips des einzig ernsthaften nVidia-Konkurrenten

xbit-labs hat aus ATI-nahen Quellen einige Pläne der Firma für die nächste Zukunft erfahren. Dies wird nach dem Kauf von 3dfx durch nVidia (siehe Pressemitteilung) umso interessanter, weil ATI nun als einzig ernsthafte Konkurrenz von nVidia im High-End Consumer-Markt bezeichnet wird.

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Jetzt aber zu den neuen Grafikchips von ATI im einzelnen:

RV100:  Dieser ist bereits als Radeon VE offiziell angekündigt worden, besitzt nur eine Rendering Pipeline, wird gefertigt in 0,18µ Technologie und läuft bei 183 MHz. Leider fehlt die Hardware-T&L Unterstützung der bisherigen Radeon-Grafikkarten. Radeon VE Boards sollen ab Februar 2001 erhältlich sein.
R200:  Dieser Chip wird dann schon in 0,15µ hergestellt und stellt die Generation nach den Radeons dar. Er soll vier Rendering Pipelines besitzen und mit 300 MHz getaktet sein. Neben T&L gibt es dann auch Dual-Display Features. Erste Samples werden im Februar erwartet, aber die Massenproduktion wird wohl erst im Juni 2001 anlaufen.
RV200:  Wie auch bei der Radeon mit der VE soll es auch vom R200 eine „Value-Edition“ geben: den RV200 mit nur zwei Rendering Pipelines und ohne T&L-Einheit. Er wird wie sein großer Bruder in 0,15µ produziert, allerdings erst ab Juli 2001.
R300:  Die Ziele für diesen Chip sind hoch gesteckt: Er soll dreimal so schnell sein wie der R200 und dabei „nur“ mit 350 MHz getaktet sein. T&L ist natürlich Pflicht und auch Dual-Display. Die Fertigungs-Technologie soll von 0,15µ auf 0,13µ verbessert werden. Erste Samples werden nicht vor Juli 2001 erwartet, im Handel dürften entsprechende Grafikkarten erst im November 2001 auftauchen.

Nimmt man die Vergangenheit von ATI Technologies als Maßstab, so dürfte sich an den angegebenen Terminen noch einiges ändern.
Auch bemerkenswert, dass keine Dual-Chip-Lösung in Sicht ist. Angeblich gibt es hier noch Probleme mit der notwendigen PCI Bridge unter Windows 2000, was schon dazu geführt hat, dass es für die ATI Rage Fury MAXX keine Treiber für dieses Betriebssystem gibt.

Quelle: xbit-labs

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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