Stromsparender Speicher entwickelt

Längere Notebook-Laufzeiten in Sicht?

Eines der größten Probleme heutiger Mobilgeräte ist, dass sie eine Akkulaufzeit von nur wenigen Stunden besitzen. Die größten Stromfresser sind dabei der Prozessor, das Display, die Festplatte und der Speicher. Nachdem Transmeta eines dieser Probleme mit dem Stromsparprozessor Crusoe gelöst hat, stellte nun Infineon Speicherchips vor, die sich besonders auf den ressourcenschonenden Betrieb verstehen. Beim „Mobile-RAM“, wie es Infineon nennt, wurde die Betriebsspannung von 3,3 Volt auf 2,5 Volt gesenkt. Außerdem hat Infineon eine Reihe von Power-Management-Funktionen entwickelt, die die Chips nicht mehr Strom verbrauchen lassen als unbedingt nötig. Durch diese Maßnahmen verbraucht der Chip laut Infineon bis zu 80% weniger Strom als normaler SDRAM. Bisher zeigte sich jedoch, dass diese Herstellerangaben oft stark übertrieben sind.

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Dies sind jedoch nicht die einzigen Unterschiede gegenüber üblichem SDRAM. Da in Mobilgeräten üblicherweise sehr wenig Platz vorhanden ist, hat Infineon gleich noch den Platzbedarf der Speicherchips um den Faktor drei reduziert. Das Silizium wird dabei nicht mehr extra in ein Plastikgehäuse verpackt, sondern nur mit einer Schutzschicht überzogen und einem Wärmeverteiler (Heatspreader) versehen (BGA – Ball-Grid-Array).
Zur Zeit sind bei Infineon nur 128MBit Chips (16MByte) in Planung. Davon sollen erste Muster im zweiten Quartal dieses Jahres verfügbar sein. Im vierten Quartal soll dann die Massenproduktion starten.
UPDATE:
Micron stellte mittlerweile ebenfalls speziell für mobile Gerätschaften konzipierten Speicher vor. Der unter dem Name BAT-RAM vermarktete Speicher soll fast die gleichen Features aufweisen wie der Speicher von Infineon: Kleine Gehäuseform und niedriger Strombedarf. Im Gegensatz zu Infineon kann Micron jedoch schon heute Muster des neuen Speichers ausliefern.

Quelle: Golem

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