Wie geht’s weiter, ATI?

Aktienkurseinbruch, GeForce3-Konkurenz, aber ATI bleibt optimistisch

ATI Technologies hat in letzter Zeit einiges einstecken müssen. Erst hat NVIDIA seine neue Generation der Graphics Processing Units (GPU) mit dem GeForce3 vorgestellt und dann musste man selbst aufgrund der allgemein gesunkenen PC-Nachfrage eine Gewinnwarnung ausgeben (siehe News), woraufhin der Aktienkurs in dieser Woche um mehr als 20% nachgab.

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Die Frage ist, ob ATI, lange Zeit der ungekrönte Grafikchip-König, das Ruder herumreissen kann oder die Firma ein ähnliches Schicksal ereilt wie einige seiner ehemaligen Konkurrenten. Vier der fünf Top-Grafikchip-Hersteller von 1996 sind inzwischen entweder eingegangen oder haben sich anderen Marktsegmenten zugewandt.

David Orton, President und Chief Operating Officer von ATI, gab zu, dass man Marktanteile an NVIDIA verloren hat. Allerdings habe man im vierten Quartal letzten Jahres ein Comeback gestartet. Im Notebook-Segment sei in dieser Zeit der Marktanteil von 30% auf 33% gestiegen und dies soll sich stabilisieren.
Analysten scheinen Orton in seinem Optimismus zu bestärken, denn ATI wird das Durchhaltevermögen zugetraut, NVIDIA in den nächsten zwei oder drei Jahren die Stirn zu bieten. Es wird allerdings ein hartes Rennen um die Pole Position erwartet, denn NVIDIAs President und Chief Executive Jen-Hsun Huang kündigte trotz der derzeit harten Marktbedingungen an, die Produktentwicklung weiter mit unverminderter Geschwindigkeit voranzutreiben.
Wir müssen abwarten, was und wie ATI dagegenhalten kann. David Orton kündigte an, die kommende GPU von ATI wird die Spezifikationen des GeForce3 übertreffen und ebenfalls eine programmierbare Engine bieten. Einen genauen Einführungstermin wollte Orton allerdings nicht nennen, sondern meinte nur, dass die GPU (Radeon II?) in diesem Jahr erscheinen wird.

Quelle: EBN

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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