AMD stellt Hammer-Architektur vor

Übergang zu 64bit-Systemen soll Unternehmen erleichtert werden

Auf dem derzeit stattfindenden Microprocessor Forum 2001 in San Jose, Kalifornien, hat AMD erstmals Details über die kommende 64bit-Systemarchitektur mit dem Codenamen „Hammer“ veröffentlicht. Fred Weber, Vice President und Chief Technical Officer der Computation Products Group von AMD, erläuterte in einer Präsentation nicht nur Ziele, sondern technische Einzelheiten der Prozessoren, die voraussichtlich in etwa einem Jahr auf den Markt kommen sollen und von denen bisher wenig mehr bekannt war als die Codenamen „Sledgehammer“ und „Clawhammer“. Die Präsentation stellt AMD hier zum Download bereit.

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Die Hammer-CPUs bauen auf dem alten 32bit K7-Design des Athlon auf, sind aber um 64bit-Funktionen erweitert. Damit geht man genau den zu Intel entgegengesetzten Weg. Intel entwickelte beim Itanium einen 64bit-Prozessor und erweiterte diesen um 32bit-Funktionen. Reinen 64bit-CPUs werden auf dem Markt wenig Chancen eingeräumt, da der Großteil der Anwendungen für 32bit-Systeme noch eine Weile weiter genutzt wird. Deshalb designen AMD und Intel ihre neuen Prozessoren abwärtskompatibel, damit sie auch 32bit-Software in angemessener Geschwindigkeit verarbeiten können.
Der größte Vorteil der 64bit-Architektur ist der größere Adressraum, d.h. man kann mit deutlich größeren Datenmengen umgehen. Dies wird z.B. für Datenbanken und wissenschaftliche Anwendungen wie beim Design von Prozessoren benötigt.

Quelle: Pressemitteilung

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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