DualChannel kommt in Mode

VIA arbeitet angeblich an P4 Chipsatz mit DualChannel-Speicherinterface

Nach Intel (i840, i850) und NVIDIA (nForce) will nun offenbar auch VIA einen Chipsatz mit DualChannel-Speicherinterface auf den Markt bringen. Das zumindest berichten die x-bit labs. So soll der im zweiten Quartal 2002 erscheinende P4X600 zwei PC2100 bzw. PC2700 Speichermodule parallel ansteuern können. D.h., dass in beide Module gleichzeitig Daten geschrieben oder aus ihnen gelesen werden können. Die Bandbreite verdoppelt sich dadurch theoretisch auf 4,3 bzw. 5,3GB/s. Damit bietet der Chipsatz eine höhere Bandbreite als der ebenfalls etwa zu dem Zeitpunkt erwartete Tulloch von Intel. Der Tulloch wird maximal zwei PC1066 RDRAM Module mit einer Gesamtbandbreite von 4,3GB/s ansteuern können. Das ist zwar genauso viel wie bei zwei PC2100 DDR-RAM Modulen, RDRAM weist jedoch weit höhere Latenzzeiten auf. Dadurch ist RDRAM in der Praxis langsamer als DDR-RAM, auch wenn beide Speicherarten die theoretisch gleiche Bandbreite bieten.

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Sollte der Chipsatz wirklich zum 2. Quartal fertiggestellt werden und sich nicht ewig verzögern, könnte er der schnellste Chipsatz für den Pentium 4 werden. Zwar sind das Mainboardlayout und der Chipsatz bei DualChannel-Speicherinterfaces kompliziert und damit teuer, dabei handelt es sich jedoch allenfalls um 50-100DM.

Zum Problem könnte sich wieder erweisen, dass der Rechtsstreit mit Intel zu dem Zeitpunkt noch nicht ausgestanden sein wird. Zwar ist VIAs jetziger Pentium 4 Chipsatz P4X266 nach dem i845 und i850 der meistverkaufte, man findet ihn jedoch überwiegend auf NoName-Mainboards. Eine große Auswahl an P4X600-Mainboards, so es denn den Chipsatz überhaupt geben wird, findet man also höchstwahrscheinlich auch diesmal nicht.

Quelle: x-bit labs

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