Neues von NVIDIA, S3 und XGI

PCI Express wird von allen Herstellern unterstützt

Die bereits Mitte Februar angekündigte PCI Express Grafikchipfamilie von NVIDIA wird auf der Cebit erstmals von einigen Herstellern gezeigt. Die vier Grafikchips sind allesamt identisch mit den bekannten AGP Grafikchips, werden im Gegensatz zu letzteren allerdings mit einer AGP PCI Express Brücke verkauft. Der Zusatzchip wandelt AGP Signale in PCI Express (PCIE) konforme um. So ist es NVIDIA möglich, ohne aufwendiges Redesign bestehende Chips auf PCIE Grafikkarten einzusetzen.

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Dank dem Chip ist es auch möglich, PCIE Grafikchips auf AGP Grafikkarten einzusetzen. Damit kann NVIDIA deutlich flexibler agieren als ATI. Die Kanadier setzen auf reine AGP und reine PCIE Grafikchips und müssen dazu die Schaltung aller derzeit angebotenen Chips ändern. Einen ausführlichen Artikel zum High-Speed Interconnect (HIS) genannten Chip gibt es bei 3DCenter.de.

Auffälligstes Merkmal der PCX Grafikkarten ist das komplette Redesign der Leiterplatten. Vor allem die PCX 5950 sticht mit ihren an den rechten Kartenrand gerückten Speicherchips ins Auge.
Ausserdem scheint endlich zu den Herstellern durchgedrungen zu sein, dass der Einsatz eines VGA-Anschlusses heutzutage komplett irrsinnig ist. Stattdessen kommen zwei DVI zum Einsatz – zumindest beim Anbieter XFX. Zwei DVI sind für den Käufer ideal. Er kann zwei TFT digital anschließen. Bei Bedarf kann er aber auch einfach einen kleinen, kostengünstigen Adapter verwenden und ein oder zwei analoge Displays an die Karte hängen. Wird stattdessen eine VGA-Buchse auf die Karte gelötet, lässt sich maximal ein Monitor digital anschliessen. XFX stattet die PCX 5300 und 5750 leider weiterhin nur mit einem DVI aus.
Dank der für bis zu 75W ausgelegten PCIE Stromversorgung benötigen die Karten keinen separaten Stromanschluss mehr.

PCI Express wird demnächst auch bei XGI angeboten. Die Volari PCIE genannten Chips dürften auf der gleichen leistungsschwachen Volari-Familie basieren wie die AGP Chips. Neben den PCIE Chips beglückt XGI den Konsumenten auch noch mit einem weiteren Volari, dem V3XT. Weitere für die Einschätzung der Performance relevanten Details: Fehlanzeige. Sonderlich schnell dürfte der Chip nicht sein, gehört er doch zur langsamsten Klasse V3.
Zu sehen sind derweil auf der Cebit auch nur AGP Grafikkarten. Neben Club3D präsentieren auch noch ABIT und Chaintech Grafikkarten mit Volari Chip. Club3D liefert die eigene Volari Duo V8 Ultra mit zwei Chips bereits seit einiger Zeit aus, Chaintech und ABIT scheinen noch nicht so weit zu sein.
Bei ABIT läßt sich das mit der Entwicklung eines eigenen Leiterplattenlayouts erklären. Ob das reicht, um die schwache Performance der Chips auszugleichen, darf aber stark bezweifelt werden.

Während XGI keine Probleme zu haben scheint, Produktionspartner für die leistungsschwachen und stromverschwenderischen Grafikchips zu finden, sieht das bei S3 ganz anders aus. Für den stromsparenden und konkurrenzfähigen DeltaChrome scheint S3 keine Produktionspartner zu finden oder keine finden zu wollen. Der Chip ist jedenfalls immer noch nicht auf Karten erhältlich. Aber das hindert das Unternehmen nicht daran, die PCIE kompatible GammaChrome Grafikchipfamilie anzukündigen. Abgesehen von der Tatsache, dass die Chips ab dem 3. Quartal 2004 auf Grafikkarten zu finden sein sollen, gibt es dazu keine weiteren Informationen.

GeForce PCX5950 (Quelle PCPop.com)
GeForce PCX5750 (Quelle PCPop.com)
GeForce PCX5300 (Quelle PCPop.com)
ABITs Volari (Quelle PCPop.com)
Chaintechs Volari (Quelle PCPop.com)
Chaintechs Volari (Quelle PCPop.com)

Quelle: PCPop

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