PC4800 von OCZ vorgestellt

600 MHz schneller DDR1 Speicher keine Alternative zu DDR2

OCZ bietet ab sofort PC4800 DDR-Speichermodule mit einer Frequenz von 600 MHz an. Die Module erreichen damit eine maximale Bandbreite von 4,8 GB/s. Zum Vergleich: das derzeit offiziell spezifizierte PC3200 bringt es auf nur 3,2 GB/s.

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Auf den Namen „PC-4800 Enhanced Latency DDR“ hörend, werden die Module mit 3-4-4-8 Timings und einer Spannung von 2,85V (PC3200 2,6 V) betrieben. Das „enanced latency“ scheint OCZ im negativen Sinne wörtlich genommen zu haben. Denn 3-4-4-8 sind die schlechtesten Timings, die die JEDEC für DDR1-Speicher spezifiert hat. Offenbar ein Tribut an die hohe Taktfrequenz. Die schlechten Timings sind allerdings nicht das einzige Manko des hochpreisigen Speichers. OCZ garantiert die Taktrate nur auf den Mainboards ASUS P4C800 Deluxe und ASUS P4C800-E Deluxe. Und das nicht ohne Grund. Die meisten Mainboards vertragen die Übertaktung um 50% ganz und gar nicht und quittieren den Versuch mit in Massen auftretenden Datenfehlern. Sie bringen das System vielleicht nicht zum Absturz, verhindern allerdings den Einsatz in professionellen Umgebungen.
Deshalb sind die PC4800 oder auch PC4400 Module nicht die von OCZ und einigen Medien propagierte Alternative zu PC4300 DDR2 Modulen. Letztere werden zwar mit noch schlechteren Timings angesteuert, funktionieren dafür aber ausnahmslos auf jedem für DDR2 gedachten Mainboard. Und das ganz ohne Datenfehler zu produzieren.

OCZ Speichermodule

Quelle: OCZ

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