GeForce 6800 Ultra vs. Radeon X800 XT PE - Seite 10

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Treiber und Neuerungen

Wie die Radeon X800 XT PE wurde auch die GeForce 6800 Ultra nicht vom zum Testzeitpunkt verfügbaren Referenztreiber
erkannt. nVidia empfahl für den Test den 61.11 Beta-Treiber, der sich aber auf den ersten Blick vom offiziellen ForceWare 56.72
praktisch kaum unterscheidet. Größere neue Features sind nicht zu finden.


Treiber-Informationen

Temperaturanzeige

Wie bei fast allen aktuellen High-End Grafikkarten von nVidia wird auch bei der GeForce 6800 Ultra die Temperatur des
Grafikchips überwacht und im Treiber angezeigt. Der große Kühler verrichtet seinen Dienst relativ effizient. Im
Leerlauf bzw. Desktop-Betrieb lag die Temperatur des Chips bei etwa 40°C und blieb bei 3D-Dauerbelastung deutlich
unter 60°C, also absolut im grünen Bereich.


Anti-Aliasing

Anisotropische Filterung

Erst bei den Einstellungen der Bildqualität offenbaren sich die ersten Unterschiede zu den Vorgängermodellen. Die
GeForce 6800 Serie ist nun auch zu 16-fach anisotropischer Texturfilterung in der Lage. Bisher war bei nVidia bei 8x
Schluss.
Bei der (wenig präzisen) Einstellung der “Systemleistung“ gibt es nun vier Stufen. nVidia empfiehlt die Standardstufe
“Qualität“, die auch voreingestellt ist. Ein Wechsel auf das neue Setting “Hohe Qualität“ führte nur zu geringen Leistungseinbußen
in der höchsten Auflösung von 1600×1200, ohne dabei aber eine sichtbar bessere Bildqualität zu bieten. Deshalb beließen
wir es bei der Standardeinstellung.


Systemleistung

Erweiterte Einstellungen

Hinter den optional auswählbaren “erweiterten Einstellungen“ versteckt sich der Punkt “Trilineare Optimierung“.
Standardmäßig aktiviert, verzichtet nVidia auf eine durchgängig trilineare Filterung und damit auf die höchstmögliche
Bildqualität, weil hier eine Mischform aus bilinearer und trilinearer Filterung verwendet wird.
Da man auch hier in einem Spiel und mit bloßem Auge keine Unterschiede erkennen kann, haben wir es bei der Standard-Einstellung
belassen. Schließlich wird es bei der Mehrzahl der Anwender genauso sein.

Eine weitere Neuerung des NV40 Grafikchips der GeForce 6800 Serie ist natürlich das “Shader Model 3.0“, das voraussichtlich mit der nächsten DirectX-Version 9.0c
auch von Microsoft unterstützt wird. Die Vorteile von Pixel Shader 3.0 und Vertex Shader 3.0 sind aber momentan in der
Praxis nicht nachzuvollziehen, weil die entsprechenden Anwendungen und Spiele noch fehlen. Hier muss sich erst noch
zeigen, wie schnell die Entwickler das Shader Model 3.0 annehmen und aktuelle Software umstellen bzw. für neue
Applikationen verwenden. In der Vergangenheit war es zumeist noch so, dass die erste Generation von Grafikkarten, die
neue Software- bzw. Entwicklungsfeatures unterstützt, letztendlich überholt war bevor es zumindest einige sinnvolle
Anwendungen und Spiele dafür gab.

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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