Neue Pentium 4 Revisionen

Prescott Stepping E-0 CPUs ab Herbst mit optimiertem Stromverbrauch

Intel hat einige kleinere Änderungen bei seinen in 90nm Strukturbreite gefertigten Pentium 4 Prozessoren (Codename: Prescott) angekündigt. Die neuen Revisionen wurden hinsichtlich Stromverbrauch verbessert, um höhere Taktfrequenzen zu ermöglichen. Das interne Stepping wird dabei von D-0 auf E-0 erhöht.

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Das gilt für die aktuellen Pentium 4 Prescott-Modelle von 2.8 bis 3.4 GHz. Die noch in 130nm gefertigten Pentium 4 Northwood CPUs sind nicht betroffen.
Erste Muster der Prozessoren mit Stepping E-0 sollen im Juli verteilt werden. In den Handel werden diese Modelle aber wohl erst im Oktober kommen.

Neben den bisherigen Prescott CPUs für den Sockel-478 sollen auch die bisher noch nicht offiziell vorgestellten Sockel-T (LGA-775) Pentium 4 Modelle mit dem Stepping E-0 versehen werden. In der auf der eigenen Website veröffentlichten “Product Change Notification“ (PDF, 42KB) verrät Intel auch schon etwas über die kommenden Prozessoren.
Dort findet man zwei Pentium 4 Serien, eine mit der “Extended Memory 64bit Technology“ (EM64T) und eine ohne. Die Prescott EM64T Modelle für den LGA-775 Sockel takten mit 3.2 bis 3.6 GHz und werden auch so benannt. Die Pentium 4 LGA-775 Varianten ohne EM64T besitzen die neuen Prozessornummern (520, 530, 540, 550 und 560) und laufen mit Taktfrequenzen von 2.8 bis 3.6 GHz.
Demnach wird Intel also doch schon in diesem Jahr 64bit Prozessoren für den Desktop-Bereich auf den Markt bringen. Eigentlich hatte man bislang immer keine Notwendigkeit für einen solchen Schritt gesehen.
Neben dem optimierten Stromverbrauch werden die LGA-775 CPUs mit dem Stepping E-0 noch ein neues Feature unterstützen. Dabei handelt es sich um die Unterstützung der “Buffer Overflow Protection“, die in Windows XP mit dem Service Pack 2 integriert wird. Dies soll das System vor den Pufferüberläufen (buffer overflow) schützen, die sich bösartige Programme wie Mail-Würmer und Viren zu Nutze machen, um Code zum Ablauf zu bringen, der vom Betriebssystem eigentlich nicht zur Ausführung gedacht ist. Das als “NX-bit“ bekannt gewordene Feature ist bisher schon in den AMD Athlon 64 und Opteron CPUs enthalten. Bei Intel heißt es “Execute Disable Bit“.

Quelle: Golem.de

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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