Details zum AMD Sempron

Neuer Low-Cost Prozessor angeblich für drei verschiedene Plattformen

Bei der Ankündigung der Sempron CPU-Familie Anfang dieser Woche hatte AMD noch keinerlei Spezifikationen verraten. Es wurde lediglich eine Auslieferung irgendwann in der zweiten Jahreshälfte versprochen. So ist es kein Wunder, dass viel spekuliert und versucht wird, an detaillierte Informationen über den Sempron zu kommen. Von mit den Plänen von AMD vertrauten Quellen ist nun zu hören, dass der neue Low-Cost Prozessor auf unterschiedlichen Architekturen basieren und angeblich für alle drei Desktop-Plattformen erscheinen soll: Sockel-A (Athlon XP), Sockel-754 und Sockel-939 (Athlon 64).

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Demnach werden die ersten Sempron Modelle in Kürze für den Sockel-A erscheinen und im dritten Quartal einige Athlon XP Varianten ablösen. Dieser Sempron basiert auf dem Kern des Athlon XP und ist wie üblich etwas abgespeckt beim internen Pufferspeicher.

Später im dritten Quartal diesen Jahres soll dann der Sempron für den Sockel-754 folgen. Dieses Modell basiert auf dem Athlon 64 mit integriertem Speicher-Controller (Single-Channel RAM-Schnittstelle), der auch kompatibel ist mit der SSE2 Multimedia-Befehlserweiterung. Im Kern dieses in 130nm Prozesstechnologie gefertigten Sempron (Codename: Paris) ist die 64bit-Fähigkeit abgeschaltet. Im Gegensatz zum Athlon 64, der mit 512KB und 1MB Level-2 Cache erhältlich ist, wird der Sempron wohl nur mit 256KB ausgestattet sein.
Wenn AMD seine Produktion auf 90nm Strukturbreite umstellt, wird der Sempron umgestellt auf den ‚Victoria‘ Kern. Wie groß dann der L2-Cache sein wird und ob man sich dann immer noch auf 32bit beschränkt, ist noch unklar.

Im ersten Quartal 2005 folgt dann wahrscheinlich die dritte Sempron Variante – für den Sockel-939. Es ist allerdings noch nicht bekannt, wie dieses Modell aussehen soll, z.B. ob diese CPU die Dual-Channel Speicherschnittstelle unterstützt, was die Sockel-939 Prozessoren ja auszeichnet.

Preislich dürfte sich AMD an den Preisen der Intel Celeron Serie orientieren, bei gleichzeitig höherer Performance. Das war schon damals bei der Duron Low-Cost CPU so.

Quelle: X-bit labs

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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