Expansionspläne von ATI

ATI strebt Übernahme oder Zusammenschluss mit anderer Firma an

Der Chief Executive Office (CEO) von ATI, David Orton, hat diese Woche verlauten lassen, dass man an einem Zusammenschluss oder einer Übernahme eines anderen, größeren Unternehmens interessiert sei. Nach der Übernahme des Chip-Entwicklers ArtX im Jahre 2000 gab es in diesem Bereich zuletzt nur einige weniger bedeutende Aktivitäten. Orton erklärte nach dem jährlichen Treffen der Führungsspitze von ATI, dass die Kanadier üblicherweise etwa einen Abschluss dieser Art pro Jahr tätigen. Nun wäre es an der Zeit, einen größeren Schritt zu wagen. Allerdings gäbe es noch nichts Konkretes zu berichten.

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Man wolle solche Business-Transaktionen nicht zu leicht nehmen, sagte Orton. Sowas könnte Firmen zerstören. Interesse zeigt ATI vorwiegend an dem Bereich des “digitalen Heims“. In diesem Umfeld gibt es auch eine Reihe interessanter Möglichkeiten. Orton ließ sich aber noch nicht entlocken, wieviel ATI für eine Übernahme ausgeben würde.
ATI hatte sich in den letzten Jahren vor allem auf den Konkurrenzkampf mit nVidia konzentriert. Jenseits der Grafikchips wurde außerdem investiert in die Entwicklung von Bausteinen für Spielkonsolen, Mobiltelefone, Fernseher und Set-Top Boxen etc.
Die Übernahme von ArtX vor ziemlich genau fünf Jahren hatte sich ATI 400 Millionen US-Dollar kosten lassen. Rückblickend war diese Aktion ein voller Erfolg. Zum Einen ist der damalige Chef von ArtX jetzt CEO von ATI (genau: David Orton). Zum Anderen war das Team von ArtX für die Entwicklung des 2002 eingeführten R300 Grafikchips verantwortlich. Mit diesem und den dazugehörigen Radeon 9700 Grafikkarten konnte ATI nVidia erstmals die Leistungskrone entreissen. Spätestens zu diesem Zeitpunkt hatte sich ATI im Bereich der High-End Grafikkarten etabliert.

Dave Orton von ATI

Quelle: Reuters

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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