Nintendo mit der Revolution

Konsolenkrieg: Ist Nintendo der lachende Dritte?

Neben Sony und Microsoft stellt Nintendo den dritten großen Hersteller im Kampf um den weltweiten Konsolenmarkt dar. Nachdem sowohl Sony als auch Microsoft ihre zukünftigen Konsolen bereits vorgestellt haben, zog Nintendo auf einer Pressekonferenz auf der Spielemesse e3 gestern nach und präsentierte die „Revolution“. Mit einem Nintendo-untypischen Design und innovativen Funktionen versucht Nintendo wieder Boden gegenüber Sony gut zu machen.

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Anders als die beiden Kontrahenten konzentriert sich Nintendo nicht auf die Hardware-Daten der eigenen Spielekonsole, was man daran erkennen kann, dass man keinerlei Informationen über die verwendete Hardware preisgegeben hat und einzig darauf hingewiesen hat, dass die „Revolution“ ungefähr 2-3 mal leistungsfähiger sein wird als der Gamecube. Dieser Leistungsschub ist im Vergleich zu Microsoft und Sony nahezu unterirdisch, doch offensichtlich versucht Nintendo erst gar nicht bei diesem Wettrüsten mitzumachen.
Nintendo sieht scheinbar keine Chance den „Konsolenkrieg“ über die verwendete Hardware zu gewinnen und besinnt sich vielmehr auf die bekannten Nintendo-Tugenden: Dabei setzt man besonders auf die Software, wobei man sowohl auf die Abwärtskompatibilität zum Gamecube setzt und zusätzlich sogar die Möglichkeit bietet Spiele aller bisherigen Nintendo-Konsolen (N64, Super Nintendo, Nintendo) über das Internet herunterzuladen.
Hierzu verwendet man 512 MB internen Flash-Speicher, der entweder über den WLAN-Anschluss oder über den 10/100Mbit Ethernet-Port mit dem Internet verbunden wird.

Das Design der „Revolution“ ist nicht endgültig, da man die Konsole noch kleiner fertigen möchte. Dieser Punkt könnte auch darauf zurückzuführen sein, dass man bei Nintendo versucht möglichst günstig zu produzieren, um die Konsole in einem Preissegment anbieten zu können, in dem die beiden Gegenspieler Sony und Microsoft einfach nicht mithalten können.
Analysten sprechen schon von einem möglich Straßenpreis von ca. 100 bis 150 Euro, womit man deutlich unter den Verkaufspreisen der PS3 und der XBox360 liegen würde.

Wir sind sehr gespannt, ob Nintendo mit diesem Marketing-Konzept wieder Boden gegenüber den Mitstreitern gut machen kann oder ob es doch ein Fehler war nicht in die Hardware-Schlacht des Konsolenkrieges zu ziehen.



Quelle: Eigene

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