Mathematik gegen Hardware-Fehler

BMBF-Grundlagenforschung zeigt erste Erfolge

Fehler beim Hardwaredesign können gefährlich und teuer werden, da die Komponenten in der Regel komplett ausgetauscht werden müssen. Bekanntestes Beispiel für Hardwarefehler ist wohl der Fehler in der Fließkommaeinheit des Pentium-Prozessors im Jahre 1994. Die Früherkennung schon beim Design kann Zeit und Ressourcen sparen. Mit mathematischen Methoden hofft man, in Zukunft die Korrektheit aller Komponenten schon lange vor dem ersten Prototypen beweisen zu können.

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Hiermit beschäftigt sich das Forschungsprojekt Verisoft, dessen Finanzierung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) nun für weitere vier Jahre gesichert ist. Zudem wurde die Fördersumme von 7,2 Millionen Euro auf 14,8 Millionen Euro angehoben.

Der Grund für die Verlängerung sind erste Erfolge bei den Beweisverfahren. Schaltungen auf Logikeben lassen sich bereits heute formal auf Korrektheit überprüfen, der Infineon-Prozessor „TriCore 2“, der in der Automobilindustrie Anwendung findet, soll als Beispiel dienen, dass die entwickelten Verfahren auch auf der Komplexebene angewandt werden können. Getragen wird das Projekt vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrttechnik (DLR) unter Leitung des Instituts für Rechnerarchitektur der Universität des Saarlandes. Kooperationspartner aus der Industrie sind unter anderem Infineon, T-Systems und BMW. Das Konsortium arbeitet auch an der Entwicklung eines biometrischen Identifikationssystems.

Quelle: Eigene

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